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Weitere kreative Methoden zur Ideenfindung

Kontextmethode


Um Ideen zu einem Thema zu finden, nähert man sich diesem bei der so genannten Kontextmethode dadurch, dass man es in ganz bestimmte Kontexte stellt, in denen das Thema eine Rolle spielen könnte. Wichtig ist dabei freilich, dass die Kontexte frei gewählt werden können. Natürlich gibt es dann auch Kontexte, die sich im Prozess der Ideenfindung als wenig ergiebig herausstellen. Viel wichtiger als den Versuch einer systematischen (Vor-) Ordnung von Kontexten nach bestimmten Strukturierungsmustern (z. B. vom Allgemeinen zum Besonderen, vom Kleinen zum Großen,)  zu machen, ist es die Bedeutung des Themas in vielerlei Kontexten zu betrachten.
Wer z. B. Ideen zum Thema Freundschaft sucht, kann das Thema in viele Kontexte stellen, z.B.
  • Freundschaft unter Männern/unter Frauen, Jugendfreundschaft, Freund und Feind, Freundschaftspfand, Freundschaft und Liebe, Freunde fürs Leben, beste Freundin, Freunde "in echt" und virtuelle Freunde, Kindergartenfreunde, Brieffreundschaft, Gastfreundschaft, Freundschaft in den Medien ..-

Ausgehend vom jeweiligen Kontext, in welches das Thema gestellt worden ist, kann man dann zu weiteren Ideen zum Thema gelangen.

Aber natürlich lässt sich die Kontextmethode auch für solche oder ähnliche Strukturmuster verwenden, wie dies bei den beiden nachfolgenden Beispielen der Fall ist.

So kann man ein Thema wie z. B. "Medien im Leben von Jugendlichen" in die sozialen Bereiche stellen, in denen von jungen Leuten genutzt werden. Das könnte dann

  • die Nutzung von Medien sein, die allein stattfindet

  • die Nutzung von Medien in der Gemeinschaft mit anderen (Familie, Freunde, Schule)

  • die Nutzung von Medien in virtuellen Gemeinschaften (soziale Netzwerke u. ä.)

Ein Thema wie z. B. "Im Alter in die Kleiderkammer und Einkaufen in Tafelläden? Was tun?" könnte mit dieser Methode in folgende Kontexte gestellt werden:

  • ich als einzelne/r

  • Familie

  • Institutionen

  • Staat

  • Gesellschaft

Man kann, wenn sich wie im letzten Beispiel eine gewisse Ordnung nach der "Größe" des sozialen Feldes, das der jeweilige Kontext erschließt, diese Kontexte in Form konzentrischer Kreise oder Halbkreise abbilden, welche in gewisser Hinsicht auch die Größe des sozialen Bezugsrahmens visualisiert. Werden die Kreis groß genug angelegt, können darin auch entstehende Ideen eingetragen werden.

Werden die Kontexte allerdings ohne Strukturmuster zur Ideenfindung verwendet, sind konzentrische Kreise oder Halbkreise nicht geeignet. Hier empfiehlt sich die Verwendung eines einfachen Feldrasters (s.o.), in den die jeweilige Kontextbezeichnung hineingeschrieben wird. Dabei müssen die Felder so groß sein, dass sie als Container auch eine entsprechende Anzahl unterschiedlich gestalteter Ideen aufnehmen können. Unter Umständen ist auch eine Arbeit mit mehreren Blättern sinnvoll.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:29.09.2013

 

  

 
 

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