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Brainstorming

Betriebliche Praxis


In der betrieblichen Praxis haben sich folgende Gesichtspunkte für ein erfolgreiches Brainstorming bewährt (nach: G.-M. Dries (1982)

Es setzen sich mehrere Personen, im Allgemeinen nicht mehr als 5 - 7, zusammen. Diese äußern möglichst spontan und in freier Rede ihre Ideen zur Lösung eines Problems. Dabei wird eine Zeitbeschränkung vorgegeben.

  • Das Problem, um das es geht, muss allen Teilnehmern klar sein.

  • Der Unterschied in der betrieblichen Stellung der Teilnehmer sollte nicht zu groß sein, besonders direkte Vorgesetztenverhältnisse sind nicht sehr empfehlenswert.

  • Die Brainstorming-Sitzung kann von einem Projektleiter anberaumt, vorbereitet und mit einer klaren Problembeschreibung vorstrukturiert werden. Er nimmt an der Sitzung aktiv teil.

  • Ein von der Gruppe akzeptierter Moderator (Sitzungsleiter) übernimmt ähnliche Aufgaben wie ein Diskussionsleiter, aber legt besonderes Gewicht darauf, dass möglichst viele Ideen geäußert werden können. Sein Augenmerk richtet er besonders auf die so genannten "Killerphrasen" , die alle Kreativität im Keim ersticken können.

  • Ein Protokollführer, der nicht an der Ideenfindung teilnimmt, registriert alle geäußerten Ideen auf einem Block oder für alle sichtbar an einer Tafel, auf einer Folie für den Tageslichtprojektor oder auf einem Flipchart (= Gestell mit einem großen Papierblock, dessen Blätter nach hinten umgeschlagen werden können).

Beispiel: Umweltschutz in der Büroabteilung

In der Büroabteilung eines Betriebes ist mit dem Projektleiter als Moderator eine Brainstorming-Sitzung mit folgender Problemstellung durchgeführt worden: Was können wir für den Umweltschutz in unserer Abteilung tun?
Am Ende der Brainstorming-Sitzung hat der Protokollführer folgende Ideen auf Kärtchen notiert und an eine Stellwand geheftet:

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:29.09.2013

 

  

 


   Arbeitsanregung

   Versetzen Sie sich in die Rolle der Beteiligten.

  1. Nehmen Sie eine Grobauswahl auf der Grundlage der genannten Prinzipien vor.

  2. An welchen Stellen haben sich Ideenkiller (Killerphrasen)  auf dem Flipchart versteckt?

  3. Dieses Brainstorming lässt sich bis zum gewissen Grade mit einer Art des Ping-Pong-Spiels vergleichen. Es geht dabei nicht im Sinne eines Wettkampfes um Sieg und Niederlage, sondern um das Sich-gegenseitig-Zuspielen des Balles. Können Sie einzelne "Ballwechsel" nachvollziehen und beschreiben?

  4. Überlegen Sie, warum direkte Vorgesetztenverhältnisse sich ungünstig auf eine  "Brainstorming-Sitzung" auswirken können? Welche betriebliche Stellung nimmt demgegenüber ein Projektleiter ein?

  5. Oft kommt es vor, dass nach der Aufforderung: "Machen wir ein Brainstorming zum Thema!" munter weiter argumentiert, diskutiert oder debattiert wird. Gegen welche Grundregeln des Brainstorming wird in diesen Fällen verstoßen?
     

     
 

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