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Mind Mapping

Wie gestaltet man ein Mind Map?


Wer ein Mind Map im Rahmen eines individuellen Assoziationsprozesses als kreative Arbeitsmethode einsetzen will, folgt bei seiner Gestaltung zunächst einmal den gleichen Prinzipien, wie sie auch für Mind Maps gelten, die primär zur Visualisierung von Wissen gedacht sind. Dabei sollte man jedoch stets im Auge haben, dass es beim Mind Mapping als kreative Arbeitsmethode/-technik um die "subjektive und situative Darstellung der augenblicklichen Gedanken" einer Person zu einem Thema geht, die das "ursprüngliche Denkmuster der Person" darstellen soll." (Beyer, 1995, Hervorh. d. Verf.) Die kreative ästhetische Gestaltung steht dagegen bei Mind Maps als Mind Art im Mittelpunkt, die aber nicht primäre der Ideenfindung dienen.

  • Notieren Sie in der Mitte der Seite den Bedeutungskern des Mind Maps (= kürzestmögliche Problemdefinition bzw. Thema).

  • Vom Bedeutungskern gehen Linen = Äste aus. Meistens reichen 4 - 6 Hauptäste aus.

  • Schreiben Sie auf die Linien die Ideen als "Schlüsselwörter" (keine langen Sätze, möglichst waagerecht).

  • Beginnen Sie mit einem Hauptast, z.B. in der rechten oder linken oberen Hälfte des Blattes.

  • Von den Hauptästen zweigen weitere Linien ab.

  • Auf diesen Linien notieren Sie Details oder weitere Ideen, die mit dem Gedanken des Hauptastes zusammenhängen. 

Äste und Nebenäste so waagrecht wie möglich

Die Beschriftung der Äste und Nebenäste, die bei diesem Konzept von Mind Mapping im Grunde Assoziationszweige bzw. -ketten darstellen, sollte so waagrecht wie möglich sein. Denn, wer das Mind Map betrachtet, soll nicht erst nach waghalsigen Körperdrehungen lesen können, was da geschrieben steht. So lässt sich auch das ganze Mind Map als Bild am leichtesten speichern und die einzelnen Begriffe auf den Ästen oder die kleinen bildlichen Symbole können dann auch erst ihre Schlüsselfunktion für das "Dahinter-Liegende" erst recht entfalten.

Statt sprachlicher Bezeichnungen auch Bildsymbole verwenden

Insbesondere bei Mind Maps, die in einem assoziativen Prozess entstehen, können Symbole statt "Assoziationswörter" als Schlüssel zu den auf dem nachfolgenden Zweig angebrachten Assoziationen dienen. Sie lassen sich darüber hinaus besonders gut einprägen und stehen dazu auch für komplexere Konzepte, die nicht so einfach auf einen Begriff zu bringen sind.

Nebenäste möglichst erst nach dem vollständigen Begriff anfügen

Es empfiehlt sich die Nebenäste wirklich erst nach dem Begriff anzufügen, der auf dem übergeordneten Ast steht. Damit berücksichtigt man die "Schlüsselfunktion" des übergeordneten Begriffs (hier nicht notwendig ein Oberbegriff!) und steigert die Effizienz bei der Verarbeitung der Informationen im Gehirn.

Adressatenbezug des Mind Maps beachten

Selbstverständlich dient nicht jedes Mind Map dem gleichen Zweck. Wer seine eigene assoziative Mind Map zu einem bestimmten Thema anlegt, wird in der Regel nicht beabsichtigen, diese als Visualisierung bei einer Präsentation einzusetzen, deren Ziel vor allem die Information über bestimmte Ereignisse, Sachverhalte etc. ist.
Wer dagegen ein solches Mind Map z. B. für eine Präsentation vor einem Publikum verwenden will, der sollte, sich bei der Gestaltung natürlich genau überlegen, welche Informationen er seinen Zuhörern vermitteln will. Vor allem muss für die Übersichtlichkeit des Mind Maps gesorgt werden, damit der Betrachter nicht überfordert wird. Hier ist also kreative Gestaltung gefragt.

Mind Maps als Mind Art

Einem eher künstlerisch-ästhetischen Gestaltungswillen folgen Mind Maps, wie sie in zahlreichen Mind Map Galleries zu finden sind. Beispiele, wie man sie z. B. bei Mind Map Arts findet, könnten dabei wohl vor allem im Kunstunterricht willkommene Anregungen geben.

¨Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013

      
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