Home
Nach oben
Zurück
Weiter
 

 

arbtec_sm.jpg (2576 Byte)

Portfolio

Portfolio und Lernkultur

 
 
  Thomas Häcker (2006) beschreibt in einer persönlichen Stellungnahme zur Arbeit mit Portfolios über das Befremden, das ihn, nach Schulbesuchen in Schottland und USA, angesichts der in deutschen Schulen herrschenden Lernkultur ergriffen hat: "Die 'Künstlichkeit' der Schule entpuppte sich als ein durchdringender Zwangskontext, sein zentrales Thema waren die Noten. In der Schule zählten nur der Erfolg und alles, was ihm diente. Er beeinflusste das Selbstbild der Schüler, das Klima innerhalb ihrer Familien und bestimmte schließlich ihre späteren beruflichen Chancen. Als Lehrer fand ich mich in dem ständigen Bemühen. die Mitte zwischen der für den Lehr-Lern-Prozess notwendigen Nähe und einer für den Beurteilungsprozess ebenso notwendigen Distanz zu meinen Schülern auszubalancieren. Tagtäglich sah ich mich vor die widersprüchliche Aufgabe gestellt, Unterschiede auszugleichen und gleichzeitig herstellen zu sollen. Viele Schüler schienen am Sinn des Lernens in der Schule zu zweifeln. Sie lernten, was von ihnen verlangt wurde, wickelten Aufgabenstellungen sehr formal ab, entwickelten aber meist keinerlei erkennbaren Bezug zu den Inhalten des Lernens. Vieles davon blieb für sie offensichtlich ohne jede Bedeutung.
Andere Schüler zeigten eine eigentümliche Mischung aus Lernwillen und Lernverweigerung. Solches 'widerständiges Lernen' belastete unser Lehrer-Schüler-Verhältnis zum Teil erheblich." (Häcker 2006, S.15)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013
 

 

 
      
  Center-Map ] Überblick ] [ Portfolio und Lernkultur ] Voraussetzungen ] Orientierungspunkte ] Arbeitsschritte ] Typen ] Beurteilungskriterien ] Selbstbeurteilung ] Probleme ] Ratschläge ] FAQ's ]  
   

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de