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Funktionsbedingungen der Teamarbeit

Merkmale


Die sechs Funktionsbedingungen der Teamarbeit  nach Schneider (1991) weisen unterschiedliche Merkmale auf, können mit verschiedenen Maßnahmen realisiert werden und so von vornherein bestimmte Fehlentwicklungen oder Störfaktoren verringern.
 
Bedingung Merkmale Maßnahmen zur Realisierung Interventions-
potential
Kommunikation wechselseitig freier, ungezwungener und weitgehend umfassender Informationsfluss unter den Teammitgliedern; Abbau von Informationsgefälle; Transparenz der Informationsbeschaffung klare Absprachen über Kontakte, Besprechungen, Art des Informationsflusses im Umlaufverfahren oder mittels anderer Kommunikationsmittel Verhinderung von Cliquenbildung, Einbehaltung, Filterung und Verzerrung von Informationen
Akzeptanz freiwillige Anerkennung der Anforderungen, der Urteilsbildung und der Entscheidungen des Teams durch die einzelnen Teammitglieder; Unterschiedlichkeit von Auffassungen erkennen und prinzipiell akzeptieren klare Regelungen für den Entscheidungsprozess im Team; "Teamvertrag" Abbau individualistischen Karrieredenkens; Verhinderung einer egozentrischen Eigentümerhaltung 
Autonomie größtmögliche Handlungsfreiheit und Eigenverantwortung des Teams nach außen; personale Selbstverantwortung des einzelnen Teammitgliedes und Möglichkeit, seine eigenen Ideen in den Teamprozess einzubringen klare Regelungen über vorhandene Kompetenzen und Aufgabengebiete; Möglichkeit für jedes Teammitglied, eine abweichende Meinung zu vertreten und als Minderheitsvotum im Bericht/Protokoll o.ä. festgehalten zu sehen Verhinderung eines zu sehr an der Teamkohäsion orientierten, Harmonie um jeden Preis anstrebenden, bloß teamkonformen Verhaltens
Strukturierung klare, an dem erforderlichen Qualifikationsprofil der Teammitglieder ausgerichtete Aufgabenverteilung; anpassungsfähige, flexible Strukturen eindeutige Abgrenzung der Aufgabenbereiche des Teams und klare Regelungen zur Einbettung des Teams in das Organisationsganze; genaue Beschreibung des erforderlichen Qualifikationsprofils bei der Stellenausschreibung Reibungsverluste auf Grund unklarer Abgrenzungen werden vermieden
Parität prinzipielle personale Gleichheit der Teammitglieder; keine Rang- und Kompetenzunterschiede kein Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Untergebenen; teamgemäße Ausfüllung der (Team-)Leiterrolle als Impulsgeber, Moderator etc. Aufbrechen hierarchischer Strukturen und des daraus erwachsenden am Status orientierten Rollenverhaltens
Koordination Bereitschaft und Fähigkeit zur Selbstkoordination; gegenseitige Abstimmung von Zielsetzungen und Arbeitsstrategien ohne Einwirkung von außen Regelungen darüber wie, wann und wie häufig die Abstimmung der Zielsetzungen und Arbeitsstrategien vorgenommen werden sollen Verhinderung von Prozessen im Team, die einander zuwiderlaufen oder sich gar widersprechen

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013
 

                       
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