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Texthandlungstypen mit ihren Subhandlungsschemata (indem-Relationen)

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Textprozeduren


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Überblick
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Explikative Themenentfaltung
Argumentative Themenentfaltung

Texte, die ihr Thema • in unterschiedlicher Art und Weise entfalten, "tun" dies sprachlich in unterschiedlicher Art und Weise.

Sie erzählen oder beschreiben etwas, berichten über etwas oder nehmen zu etwas mit Argumenten Stellung. So ist ein Erzähltext, so banal das klingen mag, zunächst einmal ein Text, der eben erzählt. Und dieses Erzählen ist eine sprachliche Handlung, die sich von den anderen genannten Handlungen des Beschreibens, Berichtens, Erklärens und Argumentierens unterscheidet, und zwar so, dass wir Texte, die erzählen, produzieren, aber auch vorhandene Texte als erzählende Texte erkennen können, wenn wir ihnen begegnen.

Erzählen, Beschreiben, Berichten, Erklären und Argumentieren sind dabei die wichtigsten Grundtypen aus dem Repertoire von Texthandlungen, die ein konkreter Text, häufig auch in einer Mischung von ihnen, enthalten kann. Daneben gibt es auch noch weitere Texthandlungen, mit denen z. B. Texthandlungen wie Gliedern oder Zusammenfassen sprachlich ausgedrückt und vollzogen werden können. (vgl. Feilke 2014, S.21)

Die jeweilige Kombination der Texthandlungen bildet bestimmte Textsorten aus, die "im Regelfall sehr variable, aber zugleich konventionelle Zusammenstellungsmuster von solchen handlungsbezogenen Textbausteinen (sind), die zwischen den elementaren syntaktischen und der globalen Ebene des Ganztextes stehen." (ebd.)

Wer "es war einmal ..., die gute Fee ... oder wenn sie nicht gestorben sind ..." liest oder schreibt, weiß in der Regel was er tut: Er liest einen Text, den er als Erzählung versteht oder er schreibt unter Verwendung bestimmter sprachlicher und textueller Muster einen (aktualgenetischen) Text, der sich an den von ihm erworbenen sprachlichen und globalen prototypischen Mustern für das Erzählen orientiert. I

ndem er sein intuitives Textsortenwissen abruft (vgl. Brinker 52001, S.131, Brinker/Cölfen/Pappert 92018, S.135), das er in der Alltagskommunikation (einschl. dem Kommunikationsbereich von Schule und Bildung)  erworben hat, kann ein Schreiber, der über dieses intuitive Wissen verfügt und in seiner Verwendung geübt ist, "in routinierter bzw. automatisierter Form" (Bachmann 2014, S.41) seine Schreibziele, ihre Funktion und den Inhalt auf der einen und die entsprechenden sprachlichen Ausdrücke auf der anderen Seite so zusammenbringen, das dies "kaum kognitive Ressourcen beansprucht." (ebd.)

Im vorliegenden Beispiel nutzt er die textsortenspezifischen Prozedurausdrücke für das Fiktionalisieren am Texteingang, die typische Figur sowie die textsortentypische textschließende Prozedur am Ende, um sein im Langzeitgedächtnis gespeichertes, prototypisches Wissen über das Textmuster von Märchen abzurufen.

Funktionale indem-Relationen als Mittel zur Bestimmung von Subhandlungsschemata

Die Prozeduren, die beim Erzählen, Beschreiben, Berichten, Erklären und Argumentieren verwendet werden, verweisen auf bestimmte Handlungsschemata, die dadurch bestimmt werden können, dass man sie als Indem-Relationen auffasst. Diese machen "die unter der Oberfläche liegenden Schemata des Handelns in Texten." (Feilke/Bachmann 2014, S.7) sichtbar.

An einem einfachen Briefbeispiels eines Schülers aus einer 4.Klasse verdeutlicht Feilke (2014, S.24) die Verwendung solcher funktionalen Indem-Relationen, die hier als Subhandlungsschemata in Verbindung mit der Haupthandlung des Argumentierens stehen.


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Der Schüler argumentiert in seinem Brief, "indem er sich positioniert  (Ich finde ...), indem er dann konzediert (zwar ... aber ...) und indem er schließlich begründet (In der Schule haben wir doch schon genug)." (ebd.)

Die mit der instrumentalen Konjunktion (Subjunktion) indem als Subjunktor eingeleiteten Neben-/Gliedsätze, der "den Nebensatz-Sachverhalt als Mittel zur Erreichung des Obersatz-Verhaltes kennzeichnet" (Engel 2004/2009, S.402), stellen alle Subhandlungsschemata dar, die beim Vollzug der Texthandlung des Argumentierens ausgeführt werden.

Bezieht man die Textsorten mit ein, die unter dem Blickwinkel der textprozedurenorientierten Schreibdidaktik variable und zugleich konventionelle Zusammenstellungsmuster bestimmter Texthandlungstypen mit ihren jeweiligen Subhandlungsschemata darstellen, ergibt sich am Beispiel des Argumentierens ein vereinfachendes Modell der • Vierstufigkeit von Texthandlungen, das Feilke (2014, S.26) in folgender Weise zusammengestellt hat:


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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 13.01.2024

 
 

 
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