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Konzeption der Bildungsstandards

Der Nutzen von Bildungsstandards

 
BILDUNGSSTANDARDS
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Argumente für Bildungsstandards

Artelt/Riecke-Baulecke (2004, S. 48-52) nennen sechs Argumente für Bildungsstandards für Schule und Schüler.

Bildungsstandards

  1. "schaffen größere Transparenz über Anforderungen und bessere Vergleichbarkeit", indem sie einen "Orientierungsrahmen über die in der Schule zu erreichenden Ziele" vorgeben. Die so gegebene "Anforderungstransparenz" sorgt zugleich auch dafür, dass die Anforderungen vergleichbar werden.

  2. "enthalten plausible Gründe, warum welche Kompetenzen wichtig sind", indem sie in den jeweiligen Fächern "Antworten auf die Frage, warum bestimmte Anforderungen" in der Schule gestellt werden. Dadurch entsteht ein "Begründungsdiskurs", der die Frage aus Schülersicht beantwortet: Warum wird das von mir erwartet?"

  3. "zielen auf die Förderung besonders wichtiger, in Gegenwart und Zukunft unverzichtbarer Kompetenzen", in dem sie Handlungsoptionen aufzeigen und eröffnen, um Probleme der Gegenwart und der Zukunft zu bewältigen. Sie haben daher einen hohen  "Bedeutungsgehalt" für die Schüler.

  4. "liefern Ansatzpunkte für fächerverbindenden Unterricht", indem sie "eine größere horizontale Kohärenz zwischen den Fächern" herstellen und damit eine Brückenbildungsfunktion zu ansonsten voneinander isolierten Fächern besitzen. Für die Schüler schaffen sie damit "horizontale Kohärenz".

  5. "enthalten einen roten Faden für das Fach", indem sie "die spezifische Bedeutungsstruktur, den roten Faden eines Faches explizit und begründbar" machen. Die "vertikale Kohärenz" sorgt dafür, dass die Lerngegenstände aus Schülersicht aufeinander aufbauen. Dazu sorgen noch fächerspezifische Leitideen und die Differenzierung unterschiedlicher Anforderungsbereiche dafür, dass die Schülerinnen und Schüler Probleme auf unterschiedlichen Niveaustufen bewältigen können.

  6. "erfordern eine Kompetenzen fördernde Methodik sowie die Entkopplung von Lern- und Leistungssituationen", die sich in größerer Methodenvielfalt niederschlägt. Dabei zielen diese Methoden vor allem darauf, "die Aktivierung der Schülerinnen" zu verbessern, die "Aktivierung des bisher Gelernten" zu erhöhen und die "Integration des neu zu Lernenden in das eigene Handlungsrepertoire" zu ermöglichen. Diese "Angemessenheit der Methoden" muss in einer neuen Lernkultur verwirklicht werden, die vor allem auch Leistungs- und Lernsituationen klar voneinander trennen muss.

 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 13.11.2018

     
 

 
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