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Historischer Hintergrund

Zeittafel: Die Niederlande bis zum Aufstand gegen Spanien

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) - Dramatische Werke - Egmont

 
FAChbereich Deutsch
Glossar Literatur Autorinnen und Autoren Johann Wolfgang von Goethe Überblick
Biographie Werke Epische Werke Dramatische Werke  Egmont Gesamttext Didaktische und methodische Aspekte Überblick Entstehungsgeschichte des Dramas [ Historischer Hintergrund Überblick Zeittafel Die Niederlande unter der Herrschaft Karls V. Die Niederlande unter der Herrschaft Philipps II. bis zum Aufstand gegen die spanische Herrschaft ab 1566 Der historische Egmont ] Handlungsverlauf Figurenkonstellation Einzelne Figuren Rezeptionsgeschichte Aufführungsberichte und -kritiken Textauswahl   Bausteine  • Links ins Internet   Faust I Lyrische Werke  Bausteine Links ins Internet  ▪ Friedrich Schiller  ... Schreibformen Operatoren im Fach Deutsch
 

Das Reich in der frühen Neuzeit (1256-1806)
Kaiser und Reich im Spätmittelalter und der Reformationszeit (1256-1648)
Überblick
Die Häuser Habsburg und Habsburg-Lothringen bis 1806 (Genealogie)

Die nachfolgende Zeittafel gibt einen umfassenden Einblick in die Ereignisse, die zu der krisenhaften Situation im 16. Jahrhundert geführt haben. Dabei steht zunächst die Politik von Kaiser »Karl V. (geb. 1500, 1516/19-56) im Fokus, der mit seiner am Ende gescheiterten Reichspolitik und der Expansion der vom Haus Habsburg beherrschten Gebiete in Europa und der Welt, die er mit seiner Idee eines universalen katholischen Kaisertums verband, die Zeit besonders prägt. Die Konflikte, die in den Niederlanden nach seiner Abdankung bzw. seinem Tod ausbrechen, gehen auch auf seine Regierungszeit zurück, außer Italien vor allem die habsburgischen-burgundischen und späteren spanischen Niederlande immer wieder Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Spanien um die Hegemonie in Europa werden. Da es sich dabei neben dem Kampf um den rechten christlichen Glauben stets um Kriege zwischen den Häuptern der wichtigsten Dynastien in Europa handelt, die um ihrer Machtinteressen willen und wegen ihres "renaissanehafte(n) Streben(s) nach Ruhm und Ansehen" (Schilling 1994, S.23) Abertausende von Menschen in mörderischen Schlachten aufeinander hetzen, bemüht sich die Darstellung immer wieder darum, die jeweiligen Akteure zu nennen, statt mit Bezeichnungen wie z. B. "Krieg zwischen Spanien und Frankreich" den Eindruck zu erwecken, es habe sich um den Krieg der Völker bzw. Nationen gehandelt.

Die Zeittafel versteht sich dabei nicht nur als eine Chronologie der wichtigsten Ereignisse, sondern bietet mit Kommentaren dazu auch Deutungen an, die nicht so versierten Nutzerinnen und Nutzern Angebote zur Orientierung und Einordnung machen. Um die Daten auch selektiv nutzen zu können, sind zahlreiche inhaltliche Redundanzen enthalten, die beim rekurrierenden Lesen als Brücken zwischen länger auseinander liegenden Ereignissen dienen sollen.

1450 - 1492 - 1498 - 1500 - 1501 - 1503 - 1505 - 1506 - 1507 - 1508 - 1509 - 1511 - 1512 - 1513 - 1514 - 1515 - 1516 - 1517 - 1518 - 1519 - 1520 - 1521 - 1522 - 1524 - 1525 - 1526 - 1527 - 1528 - 1529 - 1530 - 1531 - 1532 - 1533 - 1534 - 1535 - 1536 - 1537 - 1538 - 1539 - 1540 - 1541 - 1542 - 1543 - 1544 - 1545 - 1546 - 1547 - 1548 - 1549 - 1550 - 1551 - 1552 - 1553 - 1554 - 1555 - 1556 - 1557 - 1558 - 1559 - 1561 - 1562 - 1563 - 1564 - 1565 - 1566 - 1567 - 1568 - 1569 - 1570 - 1571 - 1572 - 1573 -1579 - 1581 - 1584 - 1648

1450

  • »Johannes Gutenberg (1400-1468) revolutioniert mit der Verwendung von beweglichen Lettern ab 1450 die herkömmliche Methode der Buchproduktion (das Abschreiben von Hand) und löste in Europa eine Medienrevolution aus, da sich Bücher damit  wesentlich schneller, billiger und vor allem auch in größerer Zahl drucken lassen; Gutenbergs Buchdruck breitet sich schnell in Europa und später in der ganzen Welt aus ( »Ausbreitung des Buchdrucks); zwischen 1452 und 1454 entsteht seine »Gutenberg-BibelLutherbibel); dieses erste mit beweglichen Lettern gedruckte Buch in der westlichen Welt, ist nicht nur eines der wesentlichen Elemente für den Erfolg von »Martin Luthers (1483-1546) »Reformation im 16. Jahrhundert, sondern bringt auch das • Lesen als Kulturtechnik breiterer Schichten der Bevölkerung in der frühen Neuzeit langsam aber sicher voran; allerdings sind die prachtvoll gestalteten Bibeln sind nicht für den Hausgebrauch einfacher Leute gedacht, die noch lange ▪ Analphabeten bleiben; trotzdem bringt das Verfahren die allgemeine  »Alphabetisierung voran; dies gilt in besonderer Weise auch für die im 15. und 16. Jahrhundert vergleichsweise stark urbanisierten Gebiete in den Niederlanden, in denen zahlreiche Druckereien entstehen, die auch für die starke und schnelle Verbreitung der neuen reformatorischen Ideen in diesen Regionen sorgt;

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15.11 Geburt von »Eleonore von Kastilien (1498-1558), der älteren Schwester des späteren »Karl V. (geb. 1500, 1516/19-56) in »Löwen; sie ist später von 1519 bis 1521 durch Heirat mit Manuel I. (1469-1521) Königin von Portugal und von 1530-1547 als Ehefrau von »Franz I. (1494-1547, König seit 1515) französische Königin); sie wächst wie ihr Bruder »Karl zunächst unter der Obhut von »Margarete von Österreich (1480-1530) in den Niederlanden auf;

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  • 5.8. Damenfriede von Cambrai, der auf Initiative von »Margarete von Österreich (1480-1530)  und »Louise von Savoyen (1476-1531), der Mutter des französischen Königs »Franz I. (1494-1547) geschlossen wird: »Franz I. verzichtet darin auf alle Ansprüche in Italien (»Genua, »Herzogtum Mailand und »Königreich Neapel) erkennt »Karls V. Souveränität über »Artois und »Flandern an, der wiederum Karl seine Ansprüche auf das »Herzogtum Burgund verzichtet, das sich schon seit 1477 in französischer Hand befindet;; zur Bekräftigung des Vertrages heiratet Karls ältere Schwester »Eleonore (1498-1558, »1519-1521 Königin von Portugal) ǁ1530 in Paris »Franz I. und wird französische Königin;

  • erneuter Erlass eines Ketzeredikts »Karls V., der mit solchen Edikten (plakkate),12 insgesamt, schon seit 1520, ab ǁ1522 mit der Einführung der »Inquisition hart gegen die reformatorische Bewegung vorgehen lässt

  • Reichstag zu Speyer erlässt das so genannte »Wiedertäufermandat zur Bekämpfung der »radikalreformatorischen Täuferbewegung, wonach diejenigen Personen, die so genannte Wiedertaufe praktizierten oder an sich vollziehen lassen, mit dem Tod zu bestrafen seien, sofern sie sich nicht davon distanzierten und zu einer Sühneleistung bereit seien; ebenso mit dem Tode bestraft werden sollten alle Eltern, die die ihren neu geborenen Kindern die Säuglingstaufe vorenthielten; die Täufer lehnen die sonst praktizierte Kindstaufe als unbiblisch ab und propagieren stattdessen die »Erwachsenentaufe und verlangen, dass sich auch schon getaufte Christen erneut taufen lassen; sie setzten dies, wo sie die entsprechenden Machtmittel in die Hand bekommen, z. B´. im so genannten »Täuferreich von Münster 1534/35 mit allen Mittel einer theokratischen Terrorherrschaft durch; wegen ihrer Taufpraxis werden sie auch Wiedertäufer genannt; wegen ihrer kompromisslos radikalen Haltung werden Tausende Anhängerinnen und Anhänger, überall wo sie auftreten, besonders stark auch in den Niederlanden, als Opfer der Inquisition gefoltert auf unterschiedliche Art und Weise hingerichtet;

  • Reichstag von Speyer

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  • Militärische Expedition »Karls V. nach »Tunis in Nordafrika im Kampf gegen das »Osmanische Reich (Tunisfeldzug); mit der Einnahme von Tunis hofft Karl, den Osmanen den Zugriff auf das westliche Mittelmeer zu entziehen

  • nach der Eroberung von Tunis, wo Karl persönlich anwesend war, reist er nach Sizilien, besucht das »Königreich Neapel und zieht wegen seines Sieges in Tunis nach  einem Triumphzug durch Süditalien in Rom ein

  • Fall des »Täuferreich von Münster;

  • Wiedertäufer scheitern mit ihrem Versuch, in »Amsterdam die Macht an sich reißen

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  • »Lamoral Graf von Egmont (1522-1568) reist an den spanischen Hof, wo er während seine Aufenthaltes von Februar bis Anfang April den spanischen König »Philipp II., (geb. 1527, 1556-98) mehrmals trifft, sich als Wortführer der Adelsopposition in den Niederlanden positioniert und ihm seine Anliegen vorträgt; dieser lehnt jedoch, auch wenn der Besuch »Egmonts (1522-1568) im Großen und Ganzen harmonisch verläuft, die Wünsche der Niederländer ab;

  • Nach der Rückkehr Egmonts aus Spanien im April kommt es wegen der Tatsache, dass »Philipp II., (geb. 1527, 1556-98) keinerlei Zugeständnisse gemacht hat,  zu einem Aufruhr im • Staatsrat;  die Unzufriedenheit steigt noch, als der König im Mai die Hinrichtung von sechs »radikalreformatorischen »Wiedertäufern anordnet, die zuletzt ausgesetzt worden war;

  • 17.10./20.10. Unbeeindruckt von den Forderungen der niederländischen Adelsopposition besteht »Philipp II. in Briefen, die er in »Segovia verfasst, wohin er sich immer wieder einmal zurückzieht, kompromisslos auf der strengen Verfolgung der vermeintlichen Ketzerinnen und Ketzer in den Niederlanden; er setzt damit der Zurückhaltung seiner Regentin »Margarete von Parma (1522-1586) ein Ende, die deshalb zusehends unter Druck gerät;

  • Im Dezember kommt es im Umfeld der Zusammenkünfte anlässlich der Hochzeit des Sohnes von »Margarete von Parma (1522-1586) zu einem »Eidverbund (Compromis) von zwanzig Angehörigen des niederen Adels, die nach dem Scheitern von »Egmonts (1522-1568) Mission in Spanien im Frühjahr gemeinsam gegen die neuerlichen Erlasse des spanischen Königs »Philipp II. zur Intensivierung der Ketzerverfolgung auftreten wollen;

1566

  • Eine Missernte und die fehlenden Einfuhren des notwendigen Ostseegetreides wegen des schwedisch-dänischen Krieges führen in den Niederlanden zu einer Hungersnot, die von radikalen calvinistischen Predigern auch der katholischen Kirche angelastet wird; ebenso führt der Handelskonflikt mit England, der die Zufuhr von Wolle unterbricht, zu einer explodierenden Massenarbeitslosigkeit in den vom Tuchhandel und der Tuchproduktion lebenden ländlichen Gebieten;

  • 5.4. Der im Dezember 1565 gegründete »Eidverbund (Compromis) der Adeligen übergibt unter Führung von »Heinrich von Brederode (1531-1568) in einem feierlichen Zug von zweihundert unbewaffneten Adeligen, die sich fortan »Geusen (Bettler) nennen, der Statthalterin »Margarete von Parma (1522-1586) eine Petition, in der sie um Nachsicht gegenüber Andersgäubigen bitten und die Einberufung der Generalstände der Niederlande fordern; die Statthalterin sagt ein gemäßigteres Vorgehen mit zumindest vorübergehender Aussetzung der Inquisition gegen Andersgläubige zu; 

  • 30.6. In einem neuen, »Margarete von Parma (1522-1586) von zwölf Abgeordneten des niederen Adels übergebenen Gesuch fordern die »Geusen vollständige Religionsfreiheit und sprechen sich für eine Regierung der populären und einflussreichen Statthalter und niederländischen Hochadeligen »Wilhelm von Oranien (1553-1584), »Lamoral Graf von Egmont (1522-1568) und »Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn (1536-1558) aus; die Regentin und verzichtet auf Maßnahmen gegen die »Eidverbund (Compromis) der Adeligen; als Gegenleistung versprechen die Mitglieder gegen die überall zunehmenden »calvinistischen »Heckenpredigten einzuschreiten, die die Unruhen einzudämmen und Bilderstürmer zu bestrafen.

  • 10.8. Beginn des gewalttätig verlaufenden »Bildersturms radikaler »Calvinisten auf katholische Kirchen und Klöster in »Flandern, der sich in wenigen Tagen auf etliche Regionen der »Spanischen Niederlande ausweitet und neben »Flandern vor allem »Artois. »Holland, »Zeeland, »Antwerpen und »Groningen trifft; bei der Niederschlagung der Unruhen stellen sich zahlreiche hochrangige Adlige wie »Lamoral Graf von Egmont (1522-1568)  auf die Seite der Statthalterin und helfen ihr bei der letztendlich erfolgreichen Bekämpfung der Unruhen, die neben religiösen Gründen auch durch Hunger und Massenarbeitslosigkeit ausgelöst worden waren; im Auftrag des »Grafen  von Egmont erwirbt sich dabei dessen Sekretär, der niederländische Edelmann »Johannes Casembroot (1526-1568), der selbst im Ruf steht zu den Reformierten zu gehören, den Ruf, mit allen "Randalierern" kurzen Prozess zu machen, als er auf dem Weg ist, in »Oudenaarde in »Flandern die Ordnung wiederherzustellen; die Bilderstürmer sind indessen nur eine kleine Minderheit; ihren Ausschreitungen sieht die Mehrheit der gläubigen Katholiken zunächst konsterniert zu, zumal sie die Ketzerverfolgungen nicht gutheißen; dem Bildersturm fallen unzählige Kunstwerke zum Opfer;

  • 20.8. Bildersturm in »Antwerpen;

  • 22.8. Bildersturm in »Gent, der besonders stark mit der schlechten Versorgungslage zusammenhängt; dort gibt es auch die größten Schäden, weil innerhalb von 24 Stunden sieben Pfarrkirchen, eine Stiftskirche, fünfundzwanzig Klöster, zehn Krankenhäuser und sieben Kapellen geplündert und zerstört werden.

  • 23.8. Nachdem »Margarete von Parma (1522-1586) lutherische und calvinistische Predigten zulässt, löst sich der »Eidverbund der Adeligen wieder auf:

  • 24.8. Bildersturm in »Valenciennes, der von der calvinistischen Ratsmehrheit der Stadt unterstützt wird;

  • 3.9. Die Briefe, in denen »Margarete von Parma (1522-1586) dem spanischen König »Philipp II., (geb. 1527, 1556-98) ausführlich über den Bildersturm und die Unruhen in den Niederlanden berichtet, erreichen den spanischen Hof, wo sich der spanische Staatsrat aber erst am 22.9. mit der Sache befasst; »Philipp II. , für den die katholische Glaubenseinheit Grundlage der spanischen Staaträson ist, vertraut in den kontroversen Beratungen den Mitglieder des Staatsrates  weiterhin denen, die für ein hartes, militärisches Durchgreifen in den Niederlanden plädieren, weil sie andernfalls auch in den habsburgischen Besitzungen in Italien eine ähnliche Entwicklung heraufziehen sehen;

  • »Philipp II., (geb. 1527, 1556-98) überträgt »Fernando Álvarez de Toledo, 3. Herzog von Alba (1507–1582), meist nur als »Herzog von Alba bezeichnet) die Aufgabe, die (spanische) Ordnung in den Niederlande mit militärischen Mitteln wiederherzustellen; da die Truppen dafür aber noch in Italien stehen, müssen sie erst über die »Spanische Straße über die Alpenpässe und das deutsch-französische Grenzgebiet erst in die Niederlande geführt und auf dem Weg durch Anwerbung noch verstärkt werden, so dass das Heer erst Mitte des nächsten Jahres in den Niederlanden ankommt; »Herzog von Alba ist der Überzeugung die Niederlande nach seiner Ankunft an der Spitze eines entsprechend starken Heeres innerhalb eines halben Jahres zu "befrieden" und dabei mit nicht mehr als ca. 800 Exekutionen seiner dortigen Gegner auszukommen;


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  • 3.10. Treffen von »Wilhelm von Oranien (1553-1584), »Lamoral Graf von Egmont (1522-1568), »Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn (1536-1558) und »Ludwig von Nassau-Dillenburg (1538-1574), einem Anführer der »Geusen, in »Dendermonde und besprechen der Überlieferung nach Möglichkeiten zum Aufstand gegen den spanischen König; zugleich warnt »Wilhelm von Oranien vor Plänen des spanischen Königs, die Unruhen in den Niederlanden militärisch endgültig zu beenden und sich der führenden Köpfe der Adelsopposition zu entledigen;

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  • 21.3. »Herzog von Alba lässt die Generalstände (Generalstaaten), um ihnen seine Forderung nach Einführung direkter Steuern, die allein der Regierung zufließen zu präsentieren; mit dieser Neuorganisation des Finanzwesens will er der Regierung und dem spanischen König dauerhafte und eigene Finanzquellen  erschließen, die nicht von der Zustimmung der Generalstände (Generalstaaten) und der Provinzialstände abhängig sind; das traditionelle System der »Beden räumt diesen mit der Bewilligung ein gewisses Kontrollrecht ein; mit direkten Steuern; in den Provinzen regt sich schnell Widerstand, insbesondere gegen den so genannten "Zehnten", der bei jedem Verkauf von beweglichen Güter und Handelswaren direkt an den König abgeführt werden sollen; am Ende einigen sich die Provinzialstände und »Herzog von Alba darauf, dass die Stände der Regierung in den nächsten beiden Jahren eine jährliche Summe von 2 Millionen Gulden bezahlen und solange auf die Erhebung des Zehnten verzichtet werde; ǁ1571 sieht sich »Herzog von Alba angesichts der weiter vorhandenen Finanznot des spanischen Königs mit der Einziehung de "Zehnten" zu beginnen..

  • 16.7. »Herzog von Alba lässt mit einer großen Inszenierung vor dem Stadthaus in Antwerpen eine Amnestie (Generalpardon) für alle "Verbrechen" vor diesem Termin verkünden, die allerdings so viele Ausnahmen enthält, dass sie eigentlich eine Farce ist; kaum einer der Zehntausenden von ins Ausland Geflüchteten kommt deshalb in die Niederlande zurück; in einem Dekret vom 27.3.1571 droht er allen, die von dem Generalpardon keinen Gebrauch machen, eine strenge Bestrafung an;

1571

  • Angesichts der weiter vorhandenen Finanznot des spanischen Königs und des Auslaufens der Vereinbarung über die jährlichen, nach ihrer Leistungsfähigkeit quotierten Zahlungen der Provinzialstände, beginnt »Herzog von Alba mit der Einziehung des ǁ1569 noch ausgesetzten  "Zehnten", die aber 1572 nach der Zunahme des Unmuts in den Niederlanden vom spanischen König »Philipp II., (geb. 1527, 1556-98) wieder beendet wird;

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1579

1581

1584

1648

Verzeichnis der benutzten Quellen:

  • Verschiedene Einträge aus der deutschsprachigen, niederländischen und englischen Wikipedia zur niederländischen Gesichte und der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation

  • Düntzer, Heinrich (1854): Goethe's Götz und Egmont: Geschichte, Entwicklung und Würdigung beider Dramen Braunschweig 1854 (Quelle: google books)

  • Dutch Revolt, Zeittafel, Universität Leiden, https://dutchrevolt.leiden.edu/deutsch/Chronologie/Pages/default.aspx

  • Lem, Anton van der (2016): Die Entstehung der Niederlande aus der Revolte: Staatenbildung im Westen Europas, Berlin: Wagenbach 2016

  • Maissen, Thomas (2013): Geschichte der frühen Neuzeit, München: Beck 2013

  • North, Michael (2013): Geschichte der Niederlande, 4. durchges. u. aktual. Aufl., München: Beck 2013

  • Schilling, Helmut (1987): Reformation und Altes Reich 1500 - 1740, in: Mitten in Europa. Deutsche Geschichte. Berlin: Siedler Verlag 1987, S.113-200

  • Schilling, Heinz (1994): Aufbruch und Krise. Deutschland 1517-1648, Berlin: Siedler 1994 (= Siedler Deutsche Geschichte. Das Reich und die Deutschen)

  • Schilling, Heinz (2024): Karl V. Der Kaiser, dem die Welt zerbrach, 4. Aufl. München 2024

  • Vogler, Günter (2003): Europas Aufbruch in die Neuzeit 1500-1650. Stuttgart 2003

  • Wagener, Hans (1998): Johann Wolfgang Goethe. Egmont. Erläuterungen und Dokumente, revidierte Ausgabe, Stuttgart: Reclam 1998

  • Wenzelburger, K. Th. (1879): Geschichte der Niederlande bis 1555 Bd. I, Gotha 1879 (google books)
    Wenzelburger, K. Th. (1886): Geschichte der Niederlande, Bd. II, Gotha 1886 (google books)

  • Wielenga, Friso (2018): Geschichte der Niederlande, 3., überarb. und aktual. Aufl., Ditzingen: Philipp Reclam junior 2018, (= Reclams Ländergeschichten (S.15) (kindle Version)

Das Reich in der frühen Neuzeit (1256-1806)
Kaiser und Reich im Spätmittelalter und der Reformationszeit (1256-1648)
Überblick
Die Häuser Habsburg und Habsburg-Lothringen bis 1806 (Genealogie)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 01.07.2025

  
 

 
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