•
Das Reich in der frühen
Neuzeit (1256-1806)
•
Kaiser und Reich
im Spätmittelalter und der Reformationszeit (1256-1648)
•
Überblick
▪
Die Häuser Habsburg
und Habsburg-Lothringen bis 1806 (Genealogie)
Heinrich von Kleists (1777-1811)
zwischen 1802 und 1806 verfasste •
Komödie • "Der
zerbrochne Krug" nimmt auf unterschiedliche Art und Weise
auf verschiedene historische Kontexte Bezug, die damit zum •
historischen Hintergrund des
Stückes zählen. Einer dieser historischen Kontexte stellt die •
Geschichte der Niederlande im
16., 17. und 18. Jahrhundert dar.
Dazu zählt auch die Geschichte der spanischen
Niederlande, die in • Marthe Rulls
• Ekphrase bei der
Beschreibung des zerbrochnen Kruges, als sie Anklage erhebt (7.
Auftritt, V 646 -
V 678), zur Folie ihrer
vor Gericht verfolgten Strategie wird, ihre eigene und vor allem die
Ehre ihrer Tochter Eve zu verteidigen.
Der zerbrochne Krug war und ist nämlich verziert mit Abbildungen,
die im szenischen Kontext mit der Übergabe der Macht in den
spanischen Niederlanden durch Kaiser »Karl V. (geb.
1500, 1516/19-56) an seinen Sohn
»Philipp II., (geb. 1527, 1556-98) am
25.10.1555 in Brüssel.
Über dieses Momentum der Geschichte der Niederlande, die Abdankung
des Kaisers im Jahr 1555 hinweg, führt die Zeittafel bis zur
Anerkennung der Unabhängigkeit der »Republik
der Sieben Vereinigten Niederlande, der spanischen
Provinzen, die sich als »Utrechter
Union mit dem »Plakkaat
van Verlatinghe ǁ1581 für
unabhängig erklärt hatten, im »Westfälischen
Frieden ǁ1648, der den »Achtzigjährigen
Krieg (1568–1648) endgültig beendet hat.
Die nachfolgende Zeittafel gibt einen Einblick in
die Ereignisse, die zu einigen der krisenhaften Erscheinungen
geführt haben, die das 16.
Jahrhundert geprägt haben.
Dabei steht die Politik von
Kaiser »Karl V. (geb.
1500, 1516/19-56) und seinem Sohn und Nachfolger
»Philipp II., (geb. 1527, 1556-98) in den spanischen
Niederlangen im Fokus, die Reichspolitik des Kaisers wird hingegen
weitgehend ausgeblendet, da auf sie in Kleists Komödie auch nirgends
Bezug genommen wird. Eine auch diese umfassende •
Zeittafel
ist im teachSam-Arbeitsbereich zu •
Johann
Wolfgang von Goethe (1749-1832) Drama • "Egmont"
enthalten, das in den Jahren 1775 bis 1787 entstanden ist.
Die Konflikte, die in den Niederlanden
nach der Abdankung bzw. dem Tod »Karls
V. ausbrechen, gehen auch auf
seine Regierungszeit zurück, wo außer Italien vor allem die
habsburgischen-burgundischen und späteren spanischen Niederlande
immer wieder Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen
zwischen Frankreich und Spanien um die Hegemonie in Europa
werden. Da es sich dabei neben dem Kampf um den rechten
christlichen Glauben stets um Kriege zwischen den Häuptern der
wichtigsten Dynastien in Europa handelt, die um ihrer
Machtinteressen willen und wegen ihres "renaissanehafte(n)
Streben(s) nach Ruhm und Ansehen" (Schilling
1994, S.23) Abertausende von Menschen in mörderischen
Schlachten aufeinander hetzen, bemüht sich die Darstellung immer
wieder darum, die jeweiligen Akteure zu nennen, statt mit
Bezeichnungen wie z. B. "Krieg zwischen Spanien und Frankreich"
den Eindruck zu erwecken, es habe sich um den Krieg der Völker
bzw. Nationen gehandelt.
Die Zeittafel versteht sich dabei nicht nur als eine Chronologie
der wichtigsten Ereignisse, sondern bietet mit Kommentaren dazu
auch Deutungen an, die nicht so versierten Nutzerinnen und
Nutzern Angebote zur Orientierung und Einordnung machen. Um die
Daten auch selektiv nutzen zu können, sind zahlreiche
inhaltliche Redundanzen enthalten, die beim rekurrierenden Lesen
als Brücken zwischen länger auseinander liegenden Ereignissen
dienen sollen.
1498 - 1500 -
1503 -
1505 - 1507 -
1509 - 1515 -
1516 - 1517 -
1519 -
1520 - 1521 -
1522 - 1527 -
1528 -
1529 - 1530 -
1531 - 1534 -
1535 - 1537 -
1539 - 1540 -
1548 -
1549 - 1550 -
1551 - 1553 -
1554 -
1555 - 1556 -
1557 - 1558 -
1559 - 1561 -
1562 - 1563 -
1564 - 1565 -
1566 - 1567 -
1568 - 1569 -
1570 - 1571 -
1572 - 1573 -1579
- 1581 - 1584 -
1648
1498 ↑
15.11 Geburt von »Eleonore
von Kastilien (1498-1558), der älteren Schwester des
späteren »Karl V. (geb.
1500, 1516/19-56) in »Löwen;
sie ist später von 1519 bis 1521 durch Heirat mit
Manuel I. (1469-1521) Königin von Portugal und von
1530-1547 als Ehefrau von »Franz
I. (1494-1547, König seit 1515) französische Königin); sie
wächst wie ihr Bruder »Karl
zunächst unter der Obhut von »Margarete
von Österreich (1480-1530) in den Niederlanden auf;
1500
↑

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1503 ↑
1505 ↑
1507 ↑
1509 ↑
1515 ↑
1517 ↑
1519 ↑
1520 ↑
1521 ↑
1522 ↑
-
»Erbteilungsvertrag
von Brüssel (1522) der beiden Brüder
»Karl
(1519-56) und »Ferdinand
(1503-1564), der das »Haus
Habsburg in die »Österreichische
und »Spanische
Linie aufspaltet; die ehemaligen »Burgundischen
Niederlande kommen unter die Herrschaft der spanischen Habsburger;
nach der Abdankung »Karls V. im Jahr 1556 fallen
diese Länder endgültig formal an die Spanische Krone und wurden
als die spanischen Niederlande bezeichnet;
-
»Margarete
von Österreich (1480-1530) wird von »Karl
V. in ihrem Amt als Regentin der Niederlande bestätigt,
das sie ǁ1517 von Maximilian I. erstmals
übertragen bekommen hat;
-
5.7. Geburt
von »Karls
V. Tochter »Margarete von Parma
(1522-1586), die er mit der jungen flämische Zofe »Johanna
van der Gheynst (1500-1541) während eines kurzen
Liebesverhältnisses zeugt; sie wird 1529 von »Karl
V. als seine Tochter anerkannt; neben dem ǁ1547
geborenen Sohn »Juan
de Austria (1547-1578) ist sie das zweite Kind, das von
den mehreren außerehelichen Kinder, die er hat, dazu als
einziges zu seinen Lebzeiten, offiziell anerkannt wird;
ihren Namen erhält sie nach der Tante des Kaisers und seit
ihrem Geburtsjahr Regentin der, »Margarete
von Österreich (1480-1530), an deren Hof in
Mechelen sie lange lebt; seit 1531 wird sie am
Brüsseler Hof ihrer verwitweten Tante »Maria
von Ungarn (1505-1558, ab 1531 Statthalterin der
Niederlande) wie eine Prinzessin würdevoll erzogen;
unter »Karls
V. Nachfolger
»Philipp
II., (geb.
1527, 1556-98); wird »Margarete von Parma
(1522-1586) ǁ1559 Statthalterin der Niederlande,
das sie innehat, bis »Herzog
von Alba (1507–1582) der im Auftrag des spanischen
Königs die Niederlande mit Gewalt "befrieden" soll, mit
seinem Heer (ǁ1567), in Brüssel
eintrifft und die Regentin de facto entmachtet; diese bittet
»Philipp
II., (geb.
1527, 1556-98) um ihre Entlassung und verlässt, nachdem
ihrem Gesuch stattgegeben wird, beim Jahreswechsel 1567/68
die Niederlande in Richtung Italien;
-
Einführung der Inquisition in den
Niederlanden
mit ihren Sondergerichten durch »Karl V.;
1523 ↑
1527 ↑
1528 ↑
1529 ↑
-
erneuter Erlass eines Ketzeredikts
»Karls
V., der mit solchen Edikten (plakkate),12 insgesamt, schon
seit 1520, ab ǁ1522 mit der Einführung der »Inquisition
hart gegen die reformatorische Bewegung vorgehen lässt
-
Reichstag zu
Speyer erlässt das so genannte »Wiedertäufermandat
zur Bekämpfung der »radikalreformatorischen
Täuferbewegung, wonach diejenigen Personen, die so
genannte Wiedertaufe praktizierten oder an sich vollziehen
lassen, mit dem Tod zu bestrafen seien, sofern sie sich
nicht davon distanzierten und zu einer Sühneleistung bereit
seien; ebenso mit dem Tode bestraft werden sollten alle
Eltern, die die ihren neu geborenen Kindern die
Säuglingstaufe vorenthielten; die Täufer lehnen die sonst
praktizierte Kindstaufe als unbiblisch ab und propagieren
stattdessen die »Erwachsenentaufe
und verlangen, dass sich auch schon getaufte Christen erneut
taufen lassen; sie setzten dies, wo sie die entsprechenden
Machtmittel in die Hand bekommen, z. B´. im so genannten »Täuferreich
von Münster 1534/35 mit allen Mittel
einer theokratischen Terrorherrschaft durch; wegen ihrer
Taufpraxis werden sie auch Wiedertäufer genannt; wegen ihrer
kompromisslos radikalen Haltung werden Tausende
Anhängerinnen und Anhänger, überall wo sie auftreten,
besonders stark auch in den Niederlanden, als Opfer der
Inquisition gefoltert auf unterschiedliche Art und Weise
hingerichtet;
1530 ↑
-
24.2. Krönung
»Karls
V. durch Papst »Clemens VII. (1523–1534) zum »römisch-deutschen Kaiser
in
»Bologna,
der damit den von »Karl
V. seit seiner Krönung zum »römisch-deutschen
König ǁ1520 geführten Kaisertitel im
Nachhinein bestätigt; für
Karls
V. Vorstellung einer »Universalmonarchie,
wonach dem Kaiser Vorrang vor allen Königen zukam, war die
Kaiserwürde so bedeutsam, dass er – auch wenn er wie sein Großvater
»Maximilian
I. den Titel "Erwählter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches"
angenommen hatte und er seit seiner Krönung zum »römisch-deutschen
König ǁ15200 schon (de facto) Kaiser
war, krönen lässt, was keiner seiner Nachfolger mehr tut;
-
7.8. Hochzeit, der schon 1526 verabredeten Heirat, von
»Karls
V. älterer Schwester
»Eleonore
(1498-1558,
»1519-1521
Königin von Portugal) mit dem französischen König »Franz
I. (1494-1547) in Paris
-
1.12. Tod »Margaretes
von Österreich (1480-1530), die bis dahin mit einer kurzen
Unterbrechung seit ǁ1507 Statthalterin
der Niederlande ist;
1531 ↑
1534 ↑
-
23.2.
Anhänger der »radikalreformatorischen
»Wiedertäufer
unter der Führung
»Jan
Mathys (1500-1534), dem wichtigsten "Propheten" der
niederländischen Täuferbewegung, reißen in dem von
Katholiken und anderen Protestanten verlassenen »Münster
die Macht an sich und errichten auf der Grundlage eines
radikalen Umbaus der Strukturen der Stadt das »theokratische,
so genannte »Täuferreich
von Münster; die Täufer, wegen ihren Ablehnung der sonst
praktizierten Kindstaufe die
Erwachsenentaufe propagieren und verlangen, dass sich
auch schon getaufte Christen erneut taufen lassen, auch
Wiedertäufer genannt, sehen sich mit ihren
apokalyptisch-endzeitlichen Vorstellungen berufen, ihre
religiöse und sozialen Vorstellungen mit allen Mittel
durchzusetzen und stellten sich damit gegen alle
Obrigkeiten; im Juni 1535 wird die Stadt Münster nach langer
Belagerung von den Truppen des
Fürstbischofs
Franz von Waldeck (1491-1553) befreit; die unter der
Führung von »Jan
van Leiden (1509-1536), der als Johann I. den
Königstitel annimmt, das "Königreich Zion" proklamiert und
sich einen luxuriösen Hofstaat leistet, während er seine
theokratische Terror gegen alle Andersdenkenden - wer gegen
die 10 Gebote verstoßen hatte, wird hingerichtet - wüten
lässt, wird wie Hunderte seiner Anhänger hingerichtet; da »Jan
van Leiden (1509-1536) sich nicht gemäß des »Wiedertäufermandats
von 1529 bekehren lässt, wird er wie andere führende Köpfe
der Täufer auf der Basis des 1529 im »Reich
eingeführten ersten Strafgesetzbuchs, der »Constitutio Criminalis Carolina (Peinliche
»Halsgerichtsordnung)
im 1536 mit glühenden Zangen auf qualvolle Weise gefoltert
und anschließend erdolcht. Ihre von Brandwunden übersäten
Leichen wurden in eisernen Körben, den so genannten »Täuferkörben,
am Turm der »St.
Lamberti-Kirche in »Münster
zur Abschreckung aufgehängt.
-
Wiedertäufer
scheitern mit ihrem Versuch, in »Amsterdam
die Macht an sich reißen
1535 ↑
1537 ↑

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1539 ↑
1540 ↑
1548 ↑
-
25.5. »Burgundischer
Vertrag (auch: Vertrag von Augsburg) regelt die
staatsrechtliche Stellung der »(habsburgischen)
burgundischen Niederlande, der so genannten »Siebzehn
Provinzen, im Gefüge des »Heiligen
Römischen Reichs neu; »Artois
und »Flandern
werden aus der Lehensbindung an den französischen König
gelöst und den Territorien »Karls
V. angegliedert; Schaffung eines Obersten Tribunals und
einer Rechenkammer in »Mechelen,
die ausschließlich für die "Niederlande" zuständig sind; die
direkten Herrschaften »Karls
V. (»Herzogtum
Geldern, »Grafschaft
Zutphen, die Territorien »Hochstift
Utrecht, »Groningen,
Herrschaft »Overijssel
sowie die »Grafschaft
Drenthe) aus dem »Niederrheinisch-Westfälischen
Reichskreis herausgelöst und in den »Burgundischen
Reichskreis eingeordnet; dadurch unterliegt die neue
Einheit der burgundischen Erblande »Karls
V. der Rechtsprechung des »Reichskammergerichts
nicht mehr; mit der Pragmatischen Sanktion von 1549 erklärt
er sie zu einer unteilbaren Einheit und regelt damit die
Erbfolge für die burgundischen Niederlande;
-
Okt. auf
Geheiß seines Vaters »Karl
V. verlässt
»Philipp
(II., geb.
1527, 1556-98) Spanien und besucht für mehrere Jahre die
unterschiedlichen Territorien unter habsburgischer
Herrschaft. Von »Valladolid
aus reist er mit seinem Gefolge nach »Barcelona,
von da mit dem Schiff nach »Genua
und entlang der entlang der »spanischen
Straße über »Mailand,
»Tirol,
»Augsburg
und »Luxemburg
nach Mitteleuropa.; schließlich zieht er am 1. April 1549
feierlich in »Brüssel
ein.
1549 ↑
-
1. 4. Im Zuge
einer auf Geheiß seines Vaters »Karl
V. durchgeführten mehrjährigen Reise in die verschiedenen
habsburgischen Territorien zieht
»Philipp
(II., geb.
1527, 1556-98) feierlich in
Brüssel ein; dort trifft er nach sieben Jahren wieder mit
seinem Vater »Karl
V. zusammen; anschließend bereist
»Philipp
ein Jahr lang die Niederlande und kommt in Kontakt mit dem
dortigen Kulturleben, das ihn nachhaltig prägt; von den
Niederlanden aus reist Philipp am 31. Mai 1550 ins »Heilige
Römischen Reich und nimmt bis zum 14. Februar 1551 an
der Seite seines Vaters am Reichstag zu Augsburg teil; dort
kommt es auch zum Treffen mit der »österreichischen
Linie der Habsburger von Karls Bruder »Ferdinand
(1503-1564);
-
Pragmatische
Sanktion »Karls
V. bestimmt die von ihm aus den Lehensverbindungen zu
Frankreich und dem Reich herausgelösten und dem »Burgundischen
Reichskreis zugeordneten »Siebzehn
Provinzen der "Niederlande" zu einer unteilbaren Einheit
und regelt damit auch die Erbfolge;
1550 ↑
-
29.5.
Bekanntmachung des sog.»
Blutplakats in den »(habsburgischen)
burgundischen Niederlande, mit dem jede »Häresie
mit dem Tod bestraft wird; jeder wird dadurch verpflichtet,
vermeintliche Ketzer zu denunzieren; auch reuevolle
männliche »Häretiker
werden in der Folge enthauptet, Frauen lebendig begraben
und die Standhaften als Ketzer verbrannt.
1551 ↑
1553 ↑
1554 ↑
-
25.7.
»Karls
V. Sohn
»Philipp
(II., geb.
1527, 1556-98), der seit ǁ1545 verwitwet
ist, heiratet die englische Königin
»Maria I. (1516-1558, Königin ab 1555, Mary Tudor, die
Katholische), die mit dem katholischen Ehemann die
katholische Dynastie sichern und nach der Lösung der Kirche in
England von der Papstkirche in Rom im Jahr 1533
durch ihren Vater
»Heinrich VIII. (1491-1547 König ab 1509) den
»Katholizismus wieder als Staatsreligion
etablieren will; in ihrer Herrschaftszeit werden fast
dreihundert Protestanten hingerichtet, weshalb ihr die
Nachwelt neben dem Beinamen "die Katholische" auch den
Beinamen "die Blutige (Bloody Mary)" gegeben hat; ihre
Nachfolgerin als englische Königin, die Tochter der 1536
enthaupteten »Anne
Boleyn (1501/07-1536, ab 1533 Königin) und Heinrichs VIII.,
»Elisabeth I. (1533-1603, Königin seit 1558, Elizabeth Tudor),
macht diese religionspolitischen Maßnahmen wieder
rückgängig;
-
Zerstörung der
Stadt und des von »Karls
V. Statthalterin »Maria
von Ungarn (1505-1558) häufig besuchten
Renaissanceplastes von »Binche
in der niederländischen »Provinz
Hennegau, deren Herzogtitel »Karl
V. führt, und des »Schlosses
von Mariemont durch französische Truppen.
1555 ↑
-
22.10.
Abdankung des von Krankheit gezeichneten »Karl
V. in »Brüssel einer
Reihe wohl gut durchdachter, einander folgenden und auf
einander bezogenen Schritte; zunächst übergibt er seinem
Sohn, den er zuvor nach Brüssel beordert und über das
Abdankungszeremoniell informiert, die Großmeisterwürde des »Orden
des Goldenen Vlieses, in den er selbst bald nach seiner
Geburt ǁ1501 aufgenommen
worden war;
-
25.10. »Karl
V. übergibt die Herrschaft über die Niederlande an
seinen Sohn und Nachfolger »Philipp
II., (geb. 1527, 1556-98);
-
Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn
(1536-1558), Mitglied des »Ordens des Goldenen Vlieses,
wird Statthalter in »Geldern
und »Zutphen;
er ist während der Regentschaft von »Margarete
von Parma (1522-1586, Statthalterin 1559-1567) in den »spanischen
Niederlanden Mitglied des •
Staatsrates, verbündet sich ǁ1563
u. a. mit
»Lamoral Graf Egmont (1522-1568), dem Statthalter in »Artois
und »Flandern,
gegen Bischof »Antoine
Perrenot de Granvelle (1517-86, seit 1661 Kardinal), der
im Auftrag
»Philipps II.,
(geb. 1527, 1556-98) die schon von »Karl
V. begonnene Neuorganisation der Bistümer im Land
durchsetzen und den antireformatorischen Repressionskurs des
spanischen Königs mit der Verschärfung der »Spanischen
Inquisition in den Niederlanden auch dann garantieren
soll, wenn sich die Regentin darin zögerlicher zeigen
sollte; als der »Herzog
von Alba (1507–1582), der mit dem Auftrag, die gegen die
spanische Willkürherrschaft gerichtete Opposition des
Hochadels auszuschalten und den fortwährenden Unruhen im
Land ein Ende zu machen, ǁ1567 mit
seinem Heer nach »Brüssel
kommt, wird der »Graf
von Hoorn ebenso wie »Graf Egmont
gefangen gesetzt und ǁ1568 hingerichtet.
1556 ↑
1557 ↑
1558 ↑
1559 ↑
-
3. 4. nach
dem spanischen Sieg über Frankreich in der »Schlacht
von Saint-Quentin (ǁ1557) beendet
der »Friede
von Cateau-Cambrésis zwischen dem spanischen König
»Philipp
II., (geb.
1527, 1556-98) und dem französischen König »Heinrich
II. (1519-1559. König seit 1547) für längere Zeit die
militärische Auseinandersetzung zwischen dem »Haus
Habsburg und dem Haus »Valois-Angoulême;
-
Neueinteilung
der niederländischen Bistümer; unter der Federführung von Bischof »Antoine
Perrenot de Granvelle (1517-86, seit 1661 Kardinal) wird
im Auftrag
»Philipps II.,
(geb. 1527, 1556-98) die schon von »Karl
V. begonnene Neuorganisation der Bistümer im Land
vorgenommen; die siebzehn Provinzen werden dabei in
drei Erzbistümer und diese wiederum in 15, diesen
Kirchenprovinzen untergeordnete Bistümer, so genannte »Suffragandiözesen,
aufgeteilt; aus kirchlicher Sicht war die Neueinteilung
organisatorisch ein Fortschritt, zumal die neu gebildeten
Erzbistümer zusammen in etwa das Territorium der siebzehn
Provinzen umfasst; in den Niederlanden selbst stößt die
Neuorganisation auf Ablehnung und den Widerstand
unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen; einer der
Gründe ist der damit einhergehende Einflussverlust des
bisher lokal organisierten Klerus, weil ähnlich wie bei der
neuen Regierungselite, die mehr und mehr aus ausgebildeten
Juristen besteht, ein Erzbischof fortan eine theologische
Universitätsausbildung vorweisen muss und nicht einfach
aufgrund seiner Zugehörigkeit zum niederländischen Hochadel
das Amt antreten darf; zudem gehen dem Adel, da die die
Klöster (z. B. die reiche »Benediktinerabtei »Affligem) bei
der Neuorganisation den Bistümern inkorporiert werden, viele
Pfründe verloren; in anderen Bevölkerungsschichten
befürchtet man, dass die von »Granvelle (1517-86),
der bei der Reform »Erzbischof
von Mechelen wird und als Kardinal den kirchlichen
Primat in den Niederlanden erhält, die zentralisierte
Kirchenorganisation und seine sehr einflussreiche Stellung
dazu benutzt, um die spanische Repressionspolitik ganz im
Sinne seines spanischen Königs
»Philipp
II., (geb.
1527, 1556-98) gegenüber »Lutheranern,
»Wiedertäufern
und »Calvinisten
weiter zu verschärfen und mit der allgemein verhassten »Inquisition
noch härter gegen vermeintliche Ketzerinnen und Ketzer
vorzugehen;
-
»Wilhelm von Oranien (1553-1584) aus dem »Haus
Oranien-Nassau wird •
Statthalter von
»Holland und
»Zeeland;
-
»Philipp
II., (geb.
1527, 1556-98) reist nach Spanien ab, um sich dort nach der
Abdankung seines Vaters »Karl
V (1556) als neuer König anerkennen zu
lassen und das wegen der prekären Finanznot am Rande einer
Rebellion stehende Land unter Kontrolle zu halten; er
besucht die Niederlande nie wieder; während sein Vater das
Herrschaftsgebiet als so genannter »Reisekönig
regiert, allein 12 Mal reist er in seiner Regierungszeit in
die Niederlande, regiert sein Sohn von seiner Residenz in
Spanien in »El
Escorial in der Nähe von Madrid, wo er sich bis zum
Abschluss der Bauarbeiten 1584 eine monumentale
Klosterresidenz errichten lässt, die als größter »Renaissancebau
der Welt gilt; bei seiner Abreise lässt
»Philipps II.,
(geb. 1527, 1556-98) in den Grenzgebieten zu Frankreich
trotz des »Friedens
von Cateau-Cambrésis mit dem Erzrivalen ca. 3.000
spanische Soldaten zurück, um sie offenbar für Einsätze
anderswo bereit zu halten; die oft plündernden spanischen
Soldaten sind für die Niederländer ein besonderes Ärgernis,
weil sie das Gefühl haben, von den Spaniern besetzt zu sein,
und zugleich für diese Besetzung finanziell aufkommen
müssen; im Januar ǁ1561 werden die Truppen angesichts der
wachsenden Unzufriedenheit schließlich auf Rat der neuen
Regentin »Margarete von Parma (1522-1586)
zurückgezogen;
-
»Margarete von Parma (1522-1586),
die illegitime, aber schon 1529 von »Karl
V. als Tochter anerkannte, Halbschwester
»Philipps II.,
(geb. 1527, 1556-98) und Schülerin von »Ignatius von
Loyola (1491-1556), der 1534 den »Jesuitenorden
gründet, wird Generalstatthalterin (Regentin) in den Niederlanden (bis
1567); die seit etwa einem
Vierteljahrhundert eingerichteten Regierungsinstitutionen (•
Staatsrat, •
Geheimer Rat
und •
Finanzrat),
die dem darin vertretenen niederländischen Hochadel eine
gewisse Mitregierung ermöglicht, behält der König bei;
allerdings hatten sich, z. B. im •
Staatsrat, zum
Unmut der er niederländischen Hochadeligen die
Kräfteverhältnisse schon eine Weile lang dadurch verschoben,
dass zusehends der habsburgischen Verwaltung zugehörige
Juristen zu Mitgliedern berufen wurden; bei der Abdankung »Karls
V. von seiner Herrschaft in den Niederlanden (1555)
stellen sie schon fünf Mitglieder, während die Adeligen es
auf sieben Staatsräte bringen; zudem wird die das
alltägliche Regierungsgeschäft mehr und mehr in die Hände
des •
Geheimen
Rats gelegt, der nur aus Berufsbeamten und
Rechtsgelehrten besteht; mit seiner Entscheidung »Margarete von Parma (1522-1586)
zur Regentin zu bestellen, brüskiert
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98) die niederländischen Hochadeligen,
die sich selbst Hoffnung gemacht hatten, Generalstatthalter
(Regent) der Niederlande zu werden;
1561
↑
-
Jan.
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98) zieht die nach dem »Frieden
von Cateau-Cambrésis (1559) in den
Niederlanden verbliebenen ca. 3.000 spanischen Soldaten
angesichts der zunehmenden Unzufriedenheit der Niederländer
darüber, dass sie die oftmals plündernden Soldaten nicht nur
aushalten, sondern auch finanziell zu unterhalten hatten,
zurück;
-
23.6. Die
niederländischen Statthalter und Hochadeligen »Wilhelm von Oranien (1553-1584) (»Holland und
»Zeeland)
»Lamoral
Graf von Egmont (1522-1568), (»Artois
und »Flandern)
sowie
Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn
(1536-1558) (»Geldern
und »Zutphen)
schreiben etwa ein halbes Jahr nach der Ernennung von »Antoine
Perrenot de Granvelle (1517-86, seit 1661 Kardinal) zum
»Erzbischof
von Mechelen einen Brief an den spanischen König
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98), in dem sie sich darüber
beschweren, dass dieser sie mehr und mehr von der ihnen
zustehenden Mitregierung ausgeschlossen habe;
1563 ↑
-
11.3.»Wilhelm von Oranien (1553-1584), »Lamoral
Graf von Egmont (1522-1568) und »Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn
(1536-1558) schreiben nach ihrem Beschwerdebrief von ǁ1561
erneut einen Brief an den spanischen König
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98), in dem sie gegen die Politik »Granvelles(1517-86, seit 1661 Kardinal),
des »Erzbischofs
von Mechelen protestieren, um dessen Entlassung bitten
und sich weigern, weiterhin im Staatsrat Verantwortung für
die seit der Erbteilung von ǁ1556
zwischen österreichischen und spanischen Habsburgern an das
spanische Königreich gefallenen »spanischen
Niederlande zu übernehmen; am Ende des Jahres müssen
alle ihre Bediensteten, angeblich aus Spargründen, mit einer
Livree aus einfachem grauen Stoff bekleiden, auf deren Ärmel
auf eine Idee »Egmonts
hin, eine Narrenkappe als Anspielung auf den »Kardiinalshut
(galero) »Granvelles
als Symbol der Kritik an »Granvelle
gestickt ist; die niederländischen Hochadeligen, zu einer Liga nach französischem Vorbild (»Ligue
du Bien public, 1465) zusammengeschlossen, beschließen,
sich künftig im •
Staatsrat abzustimmen, um die Macht der spanischen
Regentin zurückzudrängen und zu einer gemeinsamen Regierung
von König und Adel zu kommen;
-
4.12. Ende
des ǁ1545 erstmals tagende und seit dem
Beginn des vorigen Jahres wieder zusammengetretenen
»Konzils
von Trient
1564 ↑
-
13.3. »Antoine
Perrenot de Granvelle (1517-86, seit 1661 Kardinal) wird
angesichts des zunehmenden Unmuts über ihn im ganzen Land
auf Gesuch der Regentin »Margarete von Parma (1522-1586)
beim spanischen König
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98) aus den Niederlanden abberufen und
verlässt das Land; 1584 wird er zum »Erzbischof
von Besançon gewählt;
-
Die
zeitweilig aus dem niederländischen •
Staatsrat
ausgetretenen niederländischen Hochadeligen »Wilhelm von Oranien (1553-1584)), »Lamoral
Graf von Egmont (1522-1568) und »Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn
(1536-1558) nehmen wieder an seinen Beratungen teil,
stellen aber schnell fest, dass sich an dem harten
Repressionskurs der spanischen Regentin bei der in den
Niederlanden über alle Konfessionsgrenzen hinweg
verabscheuten Ketzerverfolgung nichts ändert:
-
25.7. Tod von
Kaiser »Ferdinand
I. (1503-1564), dem jüngeren Bruder und Nachfolger von »Karl V. (geb.
1500, 1516/19-56) in Wien; da
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98) schon auf die Kaiserwürde
verzichtet hat, wird der Sohn Ferdinands
»Maximilian (II.) (1527–1576),
der seit 1548 mit der
ältesten Tochter von »Karl
V., »Maria
von Spanien (1528–1603) verheiratet ist, Kaiser des »Heiligen
Römischen Reiches
-
31.12 »Wilhelm von Oranien (1553-1584) missbilligt in einer Rede im Staatsrat
die Praxis, das die Fürsten über die Religion ihrer
Untertanen bestimmen und plädiert damit in Anerkennung des
religiösen Status quo, dem Vorhandensein von orthodoxen
Katholiken, nur dem äußeren Anschein nach noch Katholiken,
die sich innerlich von der Kirche abgesetzt hatten, »Calvinisten
und »Wiedertäufern
im Land, für die Religionsfreiheit in den
Niederlanden; außer dem Ende der von
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98) strikt geforderten Unterdrückung
der Protestanten und größerer Mitsprache verlangen die
Hochadeligen auch die Wiederaufnahme des Krieges gegen
Frankreich, den
»Philipp
II. allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht in Erwägung
zieht;
1565 ↑
-
»Lamoral
Graf von Egmont (1522-1568) reist an den spanischen Hof,
wo er während seine Aufenthaltes von Februar bis Anfang
April den spanischen König
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98) mehrmals trifft, sich als
Wortführer der Adelsopposition in den Niederlanden
positioniert und ihm seine Anliegen vorträgt; dieser lehnt
jedoch, auch wenn der Besuch »Egmonts (1522-1568)
im Großen und Ganzen harmonisch verläuft, die Wünsche der
Niederländer ab;
-
Nach der
Rückkehr Egmonts aus Spanien im April kommt es wegen der
Tatsache, dass
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98) keinerlei Zugeständnisse gemacht
hat, zu einem Aufruhr im •
Staatsrat;
die Unzufriedenheit steigt noch, als der König im Mai die
Hinrichtung von sechs »radikalreformatorischen
»Wiedertäufern
anordnet, die zuletzt ausgesetzt worden war;
-
17.10./20.10.
Unbeeindruckt von den Forderungen der niederländischen
Adelsopposition besteht
»Philipp
II. in Briefen, die er in
»Segovia
verfasst, wohin er sich immer wieder einmal zurückzieht,
kompromisslos auf der strengen Verfolgung der vermeintlichen
Ketzerinnen und Ketzer in den Niederlanden; er setzt damit
der Zurückhaltung seiner Regentin »Margarete von Parma (1522-1586)
ein Ende, die deshalb zusehends unter Druck gerät;
-
Im Dezember
kommt es im Umfeld der Zusammenkünfte anlässlich der
Hochzeit des Sohnes von »Margarete von Parma (1522-1586)
zu einem
»Eidverbund
(Compromis) von zwanzig Angehörigen des
niederen Adels, die nach dem Scheitern von »Egmonts (1522-1568)
Mission in Spanien im Frühjahr gemeinsam gegen die
neuerlichen Erlasse des spanischen Königs
»Philipp
II. zur Intensivierung der Ketzerverfolgung auftreten
wollen;
1566 ↑
-
Eine
Missernte und die fehlenden Einfuhren des notwendigen
Ostseegetreides wegen des schwedisch-dänischen Krieges
führen in den Niederlanden zu einer Hungersnot, die von
radikalen calvinistischen Predigern auch der katholischen
Kirche angelastet wird; ebenso führt der Handelskonflikt mit
England, der die Zufuhr von Wolle unterbricht, zu einer
explodierenden Massenarbeitslosigkeit in den vom Tuchhandel
und der Tuchproduktion lebenden ländlichen Gebieten;
-
5.4. Der im
Dezember 1565 gegründete »Eidverbund
(Compromis) der Adeligen übergibt unter Führung von »Heinrich
von Brederode (1531-1568) in einem feierlichen Zug von
zweihundert unbewaffneten Adeligen, die sich fortan »Geusen (Bettler) nennen,
der Statthalterin »Margarete von Parma (1522-1586)
eine Petition, in der sie um Nachsicht gegenüber
Andersgäubigen bitten und die Einberufung der Generalstände
der Niederlande fordern; die Statthalterin sagt ein gemäßigteres Vorgehen mit zumindest vorübergehender
Aussetzung der Inquisition gegen Andersgläubige zu;
-
30.6. In
einem neuen, »Margarete von Parma (1522-1586)
von zwölf Abgeordneten des niederen Adels übergebenen Gesuch
fordern die »Geusen vollständige Religionsfreiheit und
sprechen sich für eine Regierung der populären und
einflussreichen Statthalter und niederländischen
Hochadeligen »Wilhelm von Oranien (1553-1584), »Lamoral
Graf von Egmont (1522-1568) und »Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn
(1536-1558) aus; die Regentin und verzichtet auf
Maßnahmen gegen die »Eidverbund
(Compromis) der Adeligen; als Gegenleistung versprechen
die Mitglieder gegen die überall zunehmenden
»calvinistischen »Heckenpredigten
einzuschreiten, die die Unruhen einzudämmen und
Bilderstürmer zu bestrafen.
-
10.8. Beginn
des gewalttätig verlaufenden »Bildersturms
radikaler »Calvinisten
auf katholische Kirchen und Klöster in »Flandern,
der sich in wenigen Tagen auf etliche Regionen der »Spanischen
Niederlande ausweitet und neben »Flandern
vor allem »Artois.
»Holland,
»Zeeland,
»Antwerpen
und »Groningen
trifft; bei der Niederschlagung der Unruhen stellen sich
zahlreiche hochrangige Adlige wie »Lamoral
Graf von Egmont (1522-1568) auf die Seite der
Statthalterin und helfen ihr bei der letztendlich
erfolgreichen Bekämpfung der Unruhen, die neben religiösen
Gründen
auch durch Hunger und Massenarbeitslosigkeit ausgelöst
worden waren; im Auftrag des »Grafen
von Egmont erwirbt sich dabei dessen Sekretär, der
niederländische Edelmann »Johannes
Casembroot (1526-1568), der selbst im Ruf steht zu den
Reformierten zu gehören, den Ruf, mit allen "Randalierern"
kurzen Prozess zu machen, als er auf dem Weg ist, in »Oudenaarde
in »Flandern
die Ordnung wiederherzustellen; die Bilderstürmer sind indessen nur eine
kleine Minderheit; ihren Ausschreitungen sieht die Mehrheit
der gläubigen Katholiken zunächst konsterniert zu, zumal sie
die Ketzerverfolgungen nicht gutheißen; dem Bildersturm
fallen unzählige Kunstwerke zum Opfer;
-
20.8.
Bildersturm in »Antwerpen;
-
22.8.
Bildersturm in »Gent,
der besonders stark mit der schlechten Versorgungslage
zusammenhängt; dort gibt es auch die größten Schäden, weil
innerhalb von 24 Stunden sieben Pfarrkirchen, eine
Stiftskirche, fünfundzwanzig Klöster, zehn Krankenhäuser und
sieben Kapellen geplündert und zerstört werden.
-
23.8. Nachdem
»Margarete von Parma (1522-1586)
lutherische und calvinistische Predigten zulässt, löst sich der
»Eidverbund der Adeligen
wieder auf:
-
24.8.
Bildersturm in »Valenciennes,
der von der calvinistischen Ratsmehrheit der Stadt
unterstützt wird;
-
3.9. Die
Briefe, in denen »Margarete von Parma (1522-1586)
dem spanischen König
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98) ausführlich über den Bildersturm
und die Unruhen in den Niederlanden berichtet, erreichen den
spanischen Hof, wo sich der spanische Staatsrat aber erst am
22.9. mit der Sache befasst;
»Philipp II.
, für den die katholische Glaubenseinheit
Grundlage der spanischen Staaträson ist, vertraut in den
kontroversen Beratungen den Mitglieder des Staatsrates
weiterhin denen, die für ein hartes, militärisches
Durchgreifen in den Niederlanden plädieren, weil sie
andernfalls auch in den habsburgischen Besitzungen in
Italien eine ähnliche Entwicklung heraufziehen sehen;
-
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98) überträgt »Fernando
Álvarez de Toledo, 3. Herzog von Alba (1507–1582), meist
nur als »Herzog
von Alba bezeichnet) die Aufgabe, die (spanische)
Ordnung in den Niederlande mit militärischen Mitteln
wiederherzustellen; da die Truppen dafür aber noch in
Italien stehen, müssen sie erst über die
»Spanische
Straße über die Alpenpässe und das deutsch-französische
Grenzgebiet erst in die Niederlande geführt und auf dem Weg
durch Anwerbung noch verstärkt werden, so dass das Heer erst
Mitte des nächsten Jahres in den Niederlanden ankommt; »Herzog
von Alba ist der Überzeugung die Niederlande nach seiner
Ankunft an der Spitze eines entsprechend starken Heeres
innerhalb eines halben Jahres zu "befrieden" und dabei mit
nicht mehr als ca. 800 Exekutionen seiner dortigen Gegner
auszukommen;

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-
3.10. Treffen
von
»Wilhelm von Oranien (1553-1584), »Lamoral
Graf von Egmont (1522-1568), »Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn
(1536-1558) und
»Ludwig von Nassau-Dillenburg (1538-1574), einem Anführer
der »Geusen, in
»Dendermonde und besprechen der Überlieferung nach
Möglichkeiten zum Aufstand gegen den spanischen König;
zugleich warnt »Wilhelm
von Oranien vor Plänen des spanischen Königs, die Unruhen
in den Niederlanden militärisch endgültig zu beenden und sich
der führenden Köpfe der Adelsopposition zu entledigen;
1567 ↑
-
Jan.
»Tournai,
wo sich nach der Niederlage viele französische »Hugenotten
angesiedelt hatten und das sich den Erlassen
»Philipps II.,
(geb. 1527, 1556-98) zur Ketzerverfolgung
widersetzt, wird, nachdem es sich Ende Oktober des vorigen
Jahres weigert, eine spanische Garnison aufzunehmen, von
Truppen »Margarete von Parma (1522-1586)
eingenommen;
-
»Wilhelm von Oranien (1553-1584), »Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn
(1536-1558) »Heinrich
von Brederode (1531-1568) verweigern die von »Margarete von Parma (1522-1586)
geforderte Erneuerung des Treueschwurs, mit dem sie sich
der Loyalität des Hochadels vergewissern will;
-
13.3. Ein
vergleichsweise kleines Heer aufständischer »calvinistischer
»Geusen wird bei
»Oosterweel
von den Truppen »Margarete von Parmas (1522-1586) geschlagen;
-
14.3. Aufruhr in
»Antwerpen
wird von »Antoon
von Stralen (1521-1568), dem Bürgermeister Stadt, niedergeschlagen;
auf der Flucht vor »Herzog
von Alba wird er am 9.9. gefasst, ins Gefängnis
geworfen, im Februar 1568 als Rebell vor den »Rat
der Unruhen (Blutrat) gebracht, der ihn foltern lässt,
sein Eigentum beschlagnahmen lässt und ihn am 24.9.1568 im
Kastell von Vilvoorde enthaupten lässt.
-
»Valenciennes,
das sich wie
»Tournai,
der Regentin widersetzt, wird von Truppen »Margarete von Parmas (1522-1586) erobert;
-
April:
»Wilhelm von Oranien (1553-1584) verlässt die Niederlande und zieht
sich auf die »Dillenburg,
den Stammsitz des »oranischen
Zweigs des »Hauses
Naussau in dem souveränen Fürstentum zurück;
-
28.8. »Fernando
Álvarez de Toledo, 3. Herzog von Alba (1507–1582), meist
nur als »Herzog
von Alba bezeichnet, zieht an der Spitze seines Heeres
in »Brüssel
ein und entmachtet damit die Regentin »Margarete von Parma (1522-1586),
die ihm noch auf seinem Vormarsch Briefe geschrieben hatte,
dass sie die Lage wieder unter Kotrolle habe und sein Heer
daher nicht mehr benötigt werde; in den ersten Wochen nach
seiner Ankunft wartet er ab, um möglichst viele
Oppositionelle in seine Falle zu locken;
-
Anfang
September: Einsetzung des »Rat
der Unruhen (Blutrat), in den neben spanischen Beamten
auch einige niederländische Adelige berufen werden, die
allerdings an seinen Beratungen nie teilnehmen und schon
bald auch ihre weitere Mitarbeit verweigern; der von den
Niederländern bald als »Blutrat
bezeichnete Rat ersetzt im Grund genommen die bis dahin
vorhandene Gerichtsbarkeit; da »Herzog
von Alba alle, die an den Unruhen des vorigen Jahres
beteiligt gewesen waren, des Hochverrats bezichtigt, muss er
bei der Aburteilung seiner Gegner auf keinerlei Privilegien
Rücksicht nehmen; dass Alba seine Verfolgung der
Andersgläubigen als Kampf gegen Rebellen ausgibt, soll wohl
auch die lutherisch-protestantischen Fürsten im benachbarten
Heiligen Römischen davon abhalten, in den Konflikt
einzugreifen; der Blutrat verhängt in der Folgezeit Tausende
von Todesurteilen, von denen 1037 tatsächlich vollstreckt
werden (viele zum Tode Verurteilte fliehen rechtzeitig ins
benachbarter Ausland). In weit über 10.000 Fällen verlieren
Verurteilte ihren gesamten Besitz, was dem spanischen
Regiment »Herzog
von Albas Finanzquellen erschließt, die der in ständiger
Finanznot befindlichen Herrschaft der spanischen Habsburger
beim Unterhalt der spanischen Truppen, die von den
Niederländern zusehends als Besatzungsarmee gesehen werden,
zugute kommen;
-
9.9. »Lamoral
Graf von Egmont (1522-1568), der den in diesem Jahr den
von der Regentin »Margarete von Parma (1522-1586)
geforderten neuerlichen Treueschwur geleistet hat, und »Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn
(1536-1558) werden von »Herzog
von Alba unter einem Vorwand aus ihren Provinzen nach »Brüssel
gelockt und für einige Monate in »Gent
eingekerkert; ihnen wird vom »Rat
der Unruhen (Blutrat) Hochverrat und
Majestätsbeleidigung vorgeworfen, beides Vergehen auf die
die Todesstrafe steht,
-
13.9. »Margarete von Parma (1522-1586)
verlässt, nachdem der spanische König
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98) sie auf eigenen Wunsch hin von
ihrer Statthalterschaft entbindet, die Niederlande und
begibt sich in das italienische
»Parma;
mit ihr verlassen in der Folgezeit Zehntausende, meistens
einfache Leute, die Anhänger des neuen Glaubens sind die
Niederlande Richtung Deutschland oder England; andere
flüchten in die Wälder Flanderns (Waldgeusen) oder auch auf
das hohe Meer »Wassergeusen), um von dort als Seeräuber noch
eine längere Zeitlang alle Schiffe zu kapern, derer sie Herr
werden können;
1568 ↑
-
Jan. »Lamoral
Graf von Egmont (1522-1568) und »Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn
(1536-1558) werden vom »Rat
der Unruhen (Blutrat) mit der Anklage wegen Hochverrats
konfrontiert, erhalten aber weder Schreibzeug um sich zu
verteidigen und dürfen kaum mit ihren Anwälten sprechen;
beide weisen die Anklage entschieden zurück; Egmonts Ehefrau
seit ǁ1544
und Mutter seiner »12 Kinder,
»Sabine
von Pfalz-Simmern (1528-1578) aus dem
Haus Wittelsbach die wegen der Beschlagnahmung
des Besitzes ihres Mannes verarmt, wendet sich vergeblich an
den spanischen König
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98), an den »Herzog
von Alba, an Kaiser »Maximilian
(II.) (1527–1576) und zahlreiche Ritter
des »Ordens des Goldenen Vlieses,
der, so seine Bestimmungen, die ihm angehörigen Mitglieder
eigentlich nur der Gerichtsbarkeit der Gesamtheit seiner
Mitglieder unterwirft, zugunsten ihres Mannes und des »Grafen
von Hoorn (1536-1558), die beide zum Orden gehören,
Partei zu ergreifen;
-
23.5. Die beiden Brüder »Wilhelms von Oranien (1553-1584) »Ludwig von Nassau-Dillenburg (1538-1574)
und »Adolf
von Nassau (Oranien) (1540-1568) schlagen ein spanisches
Heer in der »Schlacht
bei Heiligerlee, die zu den ersten Schlachten des »Achtzigjährigen
Krieges (1568–1648) zählt; dieser Krieg endet erst ǁ1648
mit dem »Westfälischen
Frieden, der der
»Republik der Vereinigten Niederlande, die sich schon
1581 offiziell von dem spanischen Königsreich lossagt,
endgültig die Unabhängigkeit von den »spanischen
Habsburgern bringt;
-
28.5. »Herzog
von Alba lässt den Palast des Grafen Culemborg in »Brüssel
in dem ǁ1566 der Verbund der
»Geusen
geschlossen worden war, bis auf die Grundmauern abreißen;
-
1.6. »Herzog
von Alba lässt auf dem Pferdemarkt von »Brüssel
die ersten 19 niederländischen Adeligen hinrichten;
-
5.6.
»Lamoral
Graf von Egmont (1522-1568) und »Philipp von Montmorency, Graf von Hoorn
(1536-1558), die drei Tage zuvor wegen Hochverrats und
Majestätsbeleidigung vom »Rat
der Unruhen (Blutrat) zum Tode verurteilt und danach von
»Gent
nach »Brüssel
gebracht worden waren, werden beide auf dem Markplatz (»Grote
Markt) öffentlich
enthauptet und ihre abgeschlagenen Köpfe auf Pfählen
aufgespießt und zur Schau gestellt;
-
21.7. nach
der spanischen Niederlage in der »Schlacht
bei Heiligerlee werden die
»Geusen
unter »Ludwig von Nassau-Dillenburg (1538-1574),
die vorübergehend die Stadt »Groningen
einnehmen in der »Schlacht
von Jemgum in Ostriesland von nachrückenden Truppen »Herzog
von Albas geschlagen; 7.000 Soldaten der Geusen
verlieren ihre Leben, weil der spanische Heerführer auch
alle Verwundeten als Rebellen und nicht als Soldaten, die
keinen Anspruch auf Gnade hätten, töten lässt; im Anschluss
an die Schlacht wird die Grafschaft »Groningen
tagelang von den Truppen »Herzog
von Albas geplündert, dessen Söhne aber gerade noch
verhindern, dass alle Frauen und Kinder aus Jemgum
die sich in ein örtliches Kloster geflüchtet hatten,
verbrennen;
-
»Wilhelm von Oranien (1553-1584)
stößt an der Spitze eines 30.000 Mann starken Heeres
Richtung »Brüssel
vor, kann »Herzog
von Alba, der in der Hoffnung, dass »Wilhelm von Oranien (1553-1584)
seine Truppen nicht längere Zeit bezahlen kann, nicht zu
einer Schlacht bewegen; als »Wilhelm von Oranien (1553-1584)
mit seinem
Heer Brabant erreicht, wagen es die dortigen Städte aus
Angst vor »Herzog
von Alba nicht, ihn zu unterstützen und in ihre Städte
hereinzulassen; »Wilhelm von Oranien (1553-1584)
lässt daraufhin das neutrale »Lüttich,
allerdings erfolglos, belagern, zieht weiter nach »Namur
und in den »Hennegau
und löst sein Heer nach der gescheiterten Invasion im
Dezember auf französischem Boden wieder auf, zumal auch die
zugesagte Hilfe der französischen Hugenotten, die vom Süden
her die fest in der Hand des »Herzogs
von Alba befindlichen Provinzen ausbleibt; dies und de
Tatsache, dass seine militärische Operation keinen
allgemeinen Volksaufstand auslöst, führt letzten Endes zu
ihrem Scheitern;
-
25.8. »Herzog
von Albas »Rat
der Unruhen (Blutrat) lässt »Antoon
von Stralen (1521-1568), der ǁ1566
noch die Unruhen in Antwerpen niedergeschlagen hat, nach schweren Folterungen im »Kastell von Vilvoorde, das zum Gefängnis umfunktioniert
wird, mit dem Schwert enthaupten;
-
14.9. »Johannes
Casembroot (1526-1568), der Sekretär des »Grafen
von Egmont, wird vom »Rat
der Unruhen (Blutrat), der ihn am 9.9.1567 festnehmen
und foltern lässt, um von ihm mögliche geheime Pläne seines
Herrn zu erfahren, zum Tode verurteilt und
im »Kastell
von Vilvoorde hingerichtet; ǁ1566
war er noch im Auftrag
seines Herrn bei der Niederschlagung der Unruhen in »Flandern
besonders kompromisslos vorgegangen;
1569
↑
-
21.3. »Herzog
von Alba lässt die Generalstände (Generalstaaten), um
ihnen seine Forderung nach Einführung direkter Steuern, die
allein der Regierung zufließen zu präsentieren; mit dieser
Neuorganisation des Finanzwesens will er der Regierung und
dem spanischen König dauerhafte und eigene Finanzquellen
erschließen, die nicht von der Zustimmung der Generalstände
(Generalstaaten) und der Provinzialstände abhängig sind; das
traditionelle System der »Beden
räumt diesen mit der Bewilligung ein gewisses Kontrollrecht
ein; mit direkten Steuern; in den Provinzen regt sich
schnell Widerstand, insbesondere gegen den so genannten
"Zehnten", der bei jedem Verkauf von beweglichen Güter und
Handelswaren direkt an den König abgeführt werden sollen; am
Ende einigen sich die Provinzialstände und »Herzog
von Alba darauf, dass die Stände der Regierung in den
nächsten beiden Jahren eine jährliche Summe von 2 Millionen
Gulden bezahlen und solange auf die Erhebung des Zehnten
verzichtet werde; ǁ1571 sieht sich »Herzog
von Alba angesichts der weiter vorhandenen Finanznot des
spanischen Königs mit der Einziehung de "Zehnten" zu
beginnen..
-
16.7. »Herzog
von Alba lässt mit einer großen Inszenierung vor dem
Stadthaus in Antwerpen eine Amnestie (Generalpardon) für
alle "Verbrechen" vor diesem Termin verkünden, die
allerdings so viele Ausnahmen enthält, dass sie eigentlich
eine Farce ist; kaum einer der Zehntausenden von ins Ausland
Geflüchteten kommt deshalb in die Niederlande zurück; in
einem Dekret vom 27.3.1571 droht er allen, die von dem
Generalpardon keinen Gebrauch machen, eine strenge
Bestrafung an;
1571
↑
-
Angesichts
der weiter vorhandenen Finanznot des spanischen Königs und
des Auslaufens der Vereinbarung über die jährlichen, nach
ihrer Leistungsfähigkeit quotierten Zahlungen der
Provinzialstände, beginnt »Herzog
von Alba mit der Einziehung des ǁ1569
noch ausgesetzten "Zehnten", die aber 1572 nach der
Zunahme des Unmuts in den Niederlanden vom spanischen König
»Philipp II.,
(geb. 1527, 1556-98) wieder beendet wird;
1572 ↑
1573 ↑
1579 ↑
1581 ↑
1584 ↑
1648 ↑
Verzeichnis der
benutzten Quellen:
-
Verschiedene
Einträge aus der deutschsprachigen, niederländischen und
englischen Wikipedia zur niederländischen Gesichte und der
Geschichte des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation
-
Düntzer,
Heinrich (1854): Goethe's Götz und Egmont: Geschichte,
Entwicklung und Würdigung beider Dramen Braunschweig 1854
(Quelle: google books)
-
Dutch Revolt,
Zeittafel, Universität Leiden,
https://dutchrevolt.leiden.edu/deutsch/Chronologie/Pages/default.aspx
-
Lem, Anton van der (2016):
Die Entstehung der Niederlande aus der Revolte: Staatenbildung im Westen
Europas, Berlin: Wagenbach 2016
-
Maissen, Thomas (2013):
Geschichte der frühen Neuzeit, München: Beck 2013
-
North, Michael (2013):
Geschichte der Niederlande, 4. durchges. u. aktual. Aufl., München: Beck
2013
-
Schilling, Helmut (1987): Reformation und Altes Reich 1500 -
1740, in:
Mitten in Europa.
Deutsche Geschichte. Berlin: Siedler Verlag 1987, S.113-200
-
Schilling, Heinz (1994):
Aufbruch und Krise. Deutschland 1517-1648, Berlin: Siedler 1994 (=
Siedler Deutsche Geschichte. Das Reich und die Deutschen)
-
Schilling, Heinz (2024):
Karl V. Der Kaiser, dem die Welt zerbrach, 4. Aufl. München 2024
-
Vogler,
Günter (2003): Europas Aufbruch in die Neuzeit 1500-1650.
Stuttgart 2003
-
Wagener, Hans
(1998): Johann Wolfgang Goethe. Egmont. Erläuterungen und
Dokumente, revidierte Ausgabe, Stuttgart: Reclam 1998
-
Wenzelburger,
K. Th. (1879): Geschichte der Niederlande bis 1555 Bd. I,
Gotha 1879 (google books) Wenzelburger, K. Th. (1886): Geschichte der Niederlande, Bd.
II, Gotha 1886 (google books)
-
Wielenga, Friso (2018):
Geschichte der Niederlande, 3., überarb. und aktual. Aufl., Ditzingen:
Philipp Reclam junior 2018, (= Reclams Ländergeschichten (S.15) (kindle
Version)
• Geschichte der Niederlande vom
16. bis 18. Jahrhundert
•
Überblick •
Zeittafel:
Die Niederlande im Kampf gegen die spanischen Habsburger
•
Die
Burgundischen Niederlande unter Karl V. (1515-1556)
•
Die Niederlande unter der Herrschaft Philipps II. bis zum
Aufstand gegen die spanische Herrschaft ab 1566
•
Das Goldene Zeitalter der
Niederlande im 17. Jahrhundert
•
Der Niedergang der Niederlande im
18. Jahrhundert
Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:
21.12.2025
|