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teachSam-YouTube-Playlist Dramatische Texte und Theater
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teachSam YouTube-Playlist: Heinrich von Kleist "Der
zerbrochne Krug"
Der
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Neunte Auftritt (•
Text) in
▪ Heinrich von Kleist (1777-1811) •
Komödie • ›Der zerbrochne
Krug‹ kann in die nachfolgenden drei Abschnitte gegliedert werden.
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Adam drängt auf einen Vergleich
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Adam schlägt dem Gerichtsrat •
Walter das Verfahren, noch ehe •
Eve ausgesagt hat, mit einem Vergleich zu beenden. Mit dem
Einwand, dass die Sache ja noch gar nicht aufgeklärt sei, lehnt
dieser dies jedoch ab und will von Adam wissen, ob er etwa schon ein
Urteil gefällt habe. Adam erklärt, für ihn sei entweder Lebrecht
oder Ruprecht der Täter gewesen, das gebe ihm die Philosophie ein.
Walter weist ihn deshalb zurecht und hält ihm vor, dass ein
solches Urteil völlig aus der Luft gegriffen sei und Adam die
Befragung fortsetzen müsse.
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Adam muss sich
beugen, weiß aber, dass er am Ende der Aussage Eves u. U. als der
eigentliche Schuft dastehen kann.
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Einflussnahme Adams auf Eve und Gerangel vor ihrer Aussage
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Bevor •
Eve selbst zu Wort kommt, versucht •
Adam noch einmal Einfluss auf sie
zu nehmen. Er ermahnt sie, nicht zu vergessen, dass sie vor dem
Richterstuhl Gottes stehe, wo sie bestimmte Teile der Wahrheit, aber nichts vorbringen solle, was nicht zur
Sache gehöre. Zugleich appelliert er an ihre Vernunft, die ihr sage,
dass ein Richter immer ein Richter sei. Er erinnert sie daran, wenn
sie in seinem Sinne aussage, werde alles so kommen, wie sie es sich
wünsche. Andernfalls aber, wenn sie außer Ruprecht und Lebrecht
einen dritten Namen ins Spiel bringen, werde man ihr dies weder
glauben und Ruprecht werde der Schwerenot verfallen.
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Walter hält das von Adam Gesagte für wirres Zeug und gibt ihm
noch einmal zu verstehen, dass er nach diesem Prozess keinen
weiteren mehr als Richter führen werde.
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Marthe Rull will, dass •
Eve jetzt endlich ihre Aussage macht und will von mit harschen
Worten endlich von ihr wissen, wer es gewesen ist. Weil •
Marthe Rull weiter Druck macht, fordert •
Adam sie dazu, •
Eve nicht weiter zu bedrängen und ruft, weil sich auch •
Ruprecht seinem Befehl zu schweigen nicht beugt, sondern sich
mehrmals mit wütenden Äußerungen einmischt, nach dem Büttel, um ihn
zum Schweigen zu bringen.
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Noch einmal ermahnt • Marthe Rull
ihre Tochter, von der sie verlangt, die Wahrheit zu sagen. Sie
zitiert dazu ihren verstorbenen Mann, der ihr vor seinem Tod noch
den Auftrag gegeben habe, •
Eve einen ordentlichen Mann zu besorgen, wenn dies aber nicht
gelinge und •
Eve stattdessen eine entehrte junge Frau und Metze werde, er
sich vor Scham im Grab herumdrehen werde. Eve solle in seinem
Andenken und gemäß dem 4. Gebot erklären, ob sie Lebrecht, Ruprecht
oder einen Dritten in ihre Kammer eingelassen habe.
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Die Aussage Eves
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Zu Beginn ihrer
Aussage macht •
Eve •
Ruprecht Vorwürfe, dass er sich in dieser schwierigen Situation
nicht hinter sie gestellt und im Vertrauen darauf, dass sie schon
Gründe für ihre Behauptung habe, ihm das Zerbrechen des Kruges
anzulasten, die Schuld dafür auf sich genommen habe. Stattdessen
habe er die Geschichte mit Lebrecht erfunden, die vollkommen haltlos
sei. Sie deutet zwar an, dass sie mit einem einzigen Wort die Sache
aufklären könne, dies ihn aber ins Verderben stützen würde.
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Auf erneute Nachfrage
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Walters, ob •
Ruprecht den Krug zerbrochen habe, verneint sie dies erstmals
und bringt damit ihre Mutter • Marthe Rull
in Rage.
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Als •
Adam der jungen Frau dann in den
Mund legt, zu bestätigen, dass es Lebrecht gewesen sei, verwehrt sie
sich dagegen und erklärt, dass er der Dorfrichter den Flickschuster
doch selbst tags zuvor nach Utrecht gesandt habe, eine Aussage, die
•
Ruprecht, der ihn bei seinem Aufbruch noch gesehen habe,
bestätigt wird.
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Gerichtsrat •
Walter will sich daraufhin von •
Eve den Tathergang genau berichten lassen, wird aber von •
Adam gebeten, aus Rücksicht auf
die junge Frau, die sich ohnehin für das Vorgefallene schäme, darauf
zu verzichten. Doch Walter lehnt dies ab.
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Eve ist aber nicht bereit, ihr Geheimnis vor Gericht
preiszugeben und bittet deshalb um Nachsicht.
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Für ihre Mutter • Marthe Rull,
die den Pranger auf ihre Tochter zukommen sieht, ist dies
inakzeptabel. Sie droht ihrer Tochter, wenn sich herausstellen
sollte, dass ein Dritter in ihrer Kammer gewesen sei, sie endgültig
fallen zu lassen. Selbst hält sie unbeirrt daran fest, dass Ruprecht
der Täter sei. Dazu bringt sie einen neuen Verdacht vor. Sie
mutmaßt, dass •
Ruprecht ihre Tochter zur gemeinsamen Flucht vor seinem Einzug
zum Militärdienst habe verleiten wollen.
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Gerichtsrat •
Walter will zunächst davon nichts wissen. Um ihre Behauptung,
dass Ruprecht der Täter gewesen sei, zu beweisen, verlangt • Marthe Rull,
dass • Frau Brigitte, eine Tante •
Ruprechts als Zeugin vernommen werde. Sie habe nämlich in der
Vornacht •
Ruprecht und •
Eve um halbelf, bevor jener die Zimmertüre eingetreten habe,
gehört, wie beide sich miteinander unterhalten und im
Liebesgeplänkel miteinander zu Gange gewesen seien.
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Das wiederum bringt •
Veit Tümpel in Rage, der sich
von seinem Sohn hintergangen sieht. Sollte seine Schwester •
Brigitte die Behauptung Marthe
Rulls bestätigen, dann gehe er davon aus, dass •
Ruprecht und •
Eve unter einer Decke steckten und Eve ein schändliches
Geheimnis von beiden nur deshalb nicht preisgebe, weil sie Ruprecht
schonen wolle.
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Veit Tümpel zieht aus der
Tatsache, dass sein Sohn am Abend zuvor seine Sachen gepackt habe,
den Schluss, dass dieser offenbar tatsächlich vor dem Militärdienst
habe fliehen wollen. Eigentlich sei er vor Gericht nur erschienen,
um das Verlöbnis seines Sohnes mit •
Eve offizielle aufzulösen. Jetzt aber müsse sich mit seiner
vollen Zustimmung sein Sohn eben wegen Fahnenflucht und Verräterei
verantworten.
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Als •
Adam dem Gerichtsrat •
Walter den Vorschlag macht, den Prozess zu vertagen oder ggf.
auch zu beenden, erhält er von diesem die Anweisung fortzufahren und •
Frau Brigitte vorzuladen.
Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:
30.12.2025
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