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Im
Verlauf des Gesprächs mit dem •
Gerichtsrat Walter in der •
Variant-Fassung des 12.
Auftritts in • Heinrich von Kleists
Lustspiel • "Der zerbrochne Krug"
über das Angebot Walters an • Eve,
mit von ihm zur Verfügung gestellten Geld,
Ruprecht vom Militärdienst
freizukaufen, vollzieht Eve nach anfänglicher Weigerung einen
erstaunlichen und ziemlich abrupt verlaufenden Sinneswandel, der ihr
Vertrauen in den Gerichtsrat als Person und in die von ihm
repräsentierten staatlichen Institutionen wieder herstellt. (»
–
«)
In einem inneren Monolog bringt Eve zum Ausdruck, was ihren
Sinneswandel beim Anblick der Münzen ausgelöst hat. Berücksichtige
dabei auch, was das Antlitz des Königs, das auf die Münze geprägt
ist, dabei ausmacht.
"Ist das... wirklich
sein Gesicht? Der König selbst, geprägt auf kaltem Silber, mit
ernster Stirn und wachem Blick. So fest, so still – und doch spricht
es zu mir. Keine leeren Versprechungen, kein verlogenes Lächeln wie
bei Adam. Nur Würde. Ordnung. Wahrheit.
Walter sagt, dieser
Kopf bürgt für seine Worte – als hätte ein König, der über Länder
herrscht, mir armen Mädchen versprochen, dass Recht geschieht. Und
zum ersten Mal... glaube ich es. Nicht nur wegen des Goldes, sondern
weil etwas daran anders ist. Fester. Reiner.
Adam hat mir ein
Schreiben gezeigt, das voller Lügen war, ein erfundener
Königsbefehl, der nur Angst und Scham in mir gesät hat. Doch dieser
Münzkopf – er täuscht nicht. Er sieht mich nicht an, aber ich fühle
mich angesehen. Als würde er sagen: Du darfst hoffen. Du darfst
glauben. Dir wird nicht wieder Unrecht geschehen.
Vielleicht ist nicht
jeder, der Macht hat, so wie Adam. Vielleicht gibt es doch
Gerechtigkeit – wenn selbst ein König sein Bildnis in meine Hand
legt, still, ohne Worte, und es mehr sagt als jedes Versprechen.
Dann... ja. Dann will ich sprechen. Die Wahrheit sagen. Und glauben,
dass es diesmal gehört wird."
(ChatGPT)
Überarbeite diesen Monolog für eine Bühneninszenierung im
Sprachstil der Komödie von Kleist.
Gerne! Hier ist der überarbeitete innere Monolog Eves, angepasst
an den Sprachstil von Heinrich von Kleists Der zerbrochene Krug –
also im leicht archaisierten, gehobenen und zugleich emotionalen
Tonfall, wie er der Komödienform bei Kleist entspricht. Der Text
eignet sich für eine Theaterszene, eventuell als gesprochenes Aside
(Selbstgespräch auf der Bühne):
»Eve (für sich, die Münze betrachtend):
Welch edles Antlitz blickt mir da entgegen,
des Königs Bildnis, eingeprägt in Gold,
so ernst, so still – und dennoch spricht es laut
zu meinem Zweifel, meinem bangen Herzen.
Nicht wie des Richters Worte, falsch und weich,
mit süßem Trug und schwarzer List vermengt –
nein, dies Gesicht trägt einen Zug von Recht,
von Ordnung, die nicht wankt vor dunklem Spiel.
Was flüstert mir dies kalte Erz? Es sagt:
„Vertrau, o Kind, nicht allen, doch dem Einen,
der nicht mit List, nicht mit Gewalt regiert,
doch durch das Recht die Herzen sicher leitet.“
Der Richter log – das Siegel war gefälscht,
und jede Zeile Trug und Tränen wert.
Doch dieses Haupt auf blankem Rund bezeugt:
Der Herr von Utrecht steht zu seinem Wort.
Wenn selbst der König mir sein Bildnis reicht,
als Pfand der Wahrheit, in des Rates Händen,
wie könnt ich länger schweigen? Wie nicht reden,
da Gerechtigkeit in Gold mir zugesprochen?
So will ich’s tun! Was Nacht mir aufgeladen,
will ich nun lösen mit der Stimme Licht.
Und mag der Weg auch hart und voller Blicke –
so steh ich doch, gestützt von dieser Münze,
und spreche aus, was lange still in mir.«
(ChatGPT)
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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:
16.02.2026
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