▪
Vergleich der Urfassung (1808) und der Fassung der Buchausgabe
(1811)
Die
▪
Dramenhandlung in
•
Heinrich von Kleists (1777-1811) •
Drama • "Der zerbrochne
Krug" weist eine
▪
analytische Struktur
auf, "eine Technik, in der die im Auftakt präsentierte Situation im
weiteren Verlauf der szenischen Handlung sukzessive in ihren
Bedingungen beleuchtet wird" und "der Ausgang [...] somit
bereits vorgezeichnet [ist]." (Boehnisch
2012, S.137)
Die Story
erstreckt sich, wenn man die Informationen über die Zeit, die •
Adam (»)
und sein Schreiber • Licht (»)
schon am Dorfgericht in Huisum bzw. Justizamt tätig sind, über
10 Jahre. Wenn man diese Angaben aus Gründen der Ökonomie
ausschließt und sich allein auf die Ereignisse der der
dramatischen Handlung vorausgehenden Nacht konzentriert, geht es
um zwei, wenn man die Informationen zu
Ruprechts Einberufung (»)
und dem Auftreten des Gerichtsrates
Walter in Holla (»)
mit einbezieht um wenige Tage.

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Die oben stehende
Darstellung konzentriert sich auf die für die analytische Dramenhandlung
wesentlichen Elemente der Vorgeschichte, die aber noch weitere Details
(z. B. die
Angaben von Veit Tümpel) umfasst, die hier allerdings nicht als handlungsrelevant eingeschätzt
werden.

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Insgesamt gesehen wird
die Vorgeschichte über fast das ganze Drama hinweg nach und nach, aus
jeweils verschiedenen Perspektiven der maßgeblich am Geschehen
beteiligten Figuren enthüllt. Durch die Aussage von
•
Frau Brigitte
im 11. Auftritt wird
enthüllt, dass es sich bei dem nächtlichen Besucher in der Kammer •
Eves definitiv um den
Dorfrichter •
Adam handelt, was diesen
veranlasst, sofort die Flucht anzutreten. Die Frage, was sich genau in
dieser Nacht abgespielt hat, wie es dazu gekommen ist und wer dafür
gesorgt hat, dass der Krug zu Bruch gegangen ist, wird hingegen erst
durch die Aussagen, die •
Eve im
12. Auftritt bzw. mit erheblich mehr Details
im Varianten, der ursprünglichen Langfassung der
Komödie, macht, deutlich.