Die Figurenkonstellation der Komödie • ›Der zerbrochne
Krug‹ von •
Heinrich von Kleist (1777-1811) lässt sich auf der
Grundlage eines eher statisch wirkenden,
qualitativen Merkmals, nämlich der sozialen Zugehörigkeit zu
einer bestimmten Figurengruppe darstellen. In diesem Fall kann man
hauptsächlich zwei Gruppen voneinander unterscheiden. Die eine
Gruppe umfasst alle Akteur*innen, die im engeren Bereich des
Gerichts agieren, vereinfacht hier Gerichtswelt genannt. Die zweite
Gruppe bilden die Figuren, die bei Gericht die dörfliche
Gemeinschaft von Huisum repräsentieren (Dorfwelt).

Zugleich kann man das Personal, ob nach •
qualitativen oder quantitativen Kriterien in •
Haupt-, Neben- und
Randfiguren einteilen. Ferner lassen sich eine Reihe von •
Backstage characters identifizieren, die. ohne dass sie als
Figuren auftreten, in der Rede von auftretenden Figuren vorkommen.
Eine derartige
Darstellung der Figurenkonstellation in •
Heinrich von Kleists (1777-1811) Komödie • ›Der zerbrochne
Krug‹ bildet allerdings die dynamischen
Interaktionsstrukturen, die such aus den oben dargestellten
personalstrukturierenden Kriterien nicht ab.
Um die
Dynamik der Figurenkonstellation
mit zu •
visualisieren eignen sich handschriftliche oder auch digital
erstellte Strukturskizzen nach dem Muster einer ▪
Concept
Map, die der Visualisierung der Dynamik der Figurenbeziehungen Raum
lässt.