Studierende der Literaturwissenschaft an der Leibniz-Universität in
Hannover haben (2023?) den • 6. Auftritt,
als •
Marthe Rull in Begleitung
ihrer Tochter •
Eve und gemeinsam mit • Veit Tümpel und seinem Sohn
•
Ruprecht die Gerichtsstube des Dorfrichters •
Adam in Husium betreten,
ihrer »Hörspieldadaption
inszeniert. (22:35 - 26:39, ca. 4 min) Dabei haben die Studierenden
in ihrem selbstorganisierten Hörspielprojekt das Stuck mit "einigen
Handlungsänderungen und Gender Switches das Thema aktualisiert.
(Anja Dolatta, Textbearbeitung)"
Runa Janson, die •
Marthe Rull spricht, hat dabei
von ihren Erfahrungen wie folgt berichtet:
"Es war sehr spaßig, Frau Marthe zu sprechen, besonders und vor
allem, weil sie eigentlich nur flucht und ich sie deswegen mehr oder
weniger durchgehend aufgebracht und sehr laut gesprochen habe (zum
Glück hatte ich mir viele Hustenbonbons eingepackt). Worte wie ›Schubiak‹,
›Hornvieh‹ und prollige Drohungen wie ›Dir weis’ ich noch einmal,
wenn wir allein sind, die Zähne!‹ werde ich eindeutig in mein
Repertoire aufnehmen müssen. Spannend finde ich, dass diese Wut sich
beständig wechselnd gegen unterschiedliche Figuren richtet, je
nachdem welche Frau Marthe gerade als den*die Schuldige*n ausgemacht
hat, besonders wenn es ihre eigene Tochter ist. Letztlich scheint
sie jedoch ihren zerbrochenen Krug wichtiger zu finden, als das
Schicksal ihrer Tochter und ist damit eine interessante, weil
ambivalente Figur."