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Rezeptionsgeschichte

Goethes Aufführung am Weimarer Hoftheater 1808

Heinrich von Kleist (1777-1811)Der zerbrochne Krug

 
FAChbereich Deutsch
Glossar Literatur Autorinnen und Autoren ▪ Heinrich von Kleist (1777-1811) Überblick Biografie Erzählende Texte Dramatische Texte Überblick Der zerbrochne Krug Gesamttext (Rechercheversion) Didaktische und methodische Aspekte Überblick Historischer Hintergrund • Literaturgeschichtlicher Kontext Entstehungsgeschichte
Stoffgeschichte Komposition des DramasHandlungsverlauf Figurenkonstellation Einzelne Figuren Sprachliche Form Weitere Aspekte der Analyse [ Rezeptionsgeschichte Überblick Goethes Aufführung am Weimarer Hoftheater (1808)Langfassung (1802ff.) und Buchausgabe (Kurzfassung, 1811)Von der traditionellen zur feministischen Perspektive bei der InszenierungFreiburger Inszenierung 2025 TextauswahlBausteineFragen und Antworten (KI)Links ins Internet ] Interpretationsansätze Bausteine Textauswahl Fragen und Antworten (KI) Links ins Internet Sonstige Texte BausteineLinks ins Internet ...   Schreibformen Rhetorik Filmanalyse ● Operatoren im Fach Deutsch
 

Heinrich von Kleist (1777-1811) stellte sein Drama • ›Der zerbrochne Krug‹ im Frühjahr des Jahres 1807 fertig, das ursprünglich ja einmal als ein Beitrag zu einer Art • "Dichterwettstreit" im Hause von »Heinrich Zschokke (1771-1848) in Bern geplant gewesen war, zu dem er sich gemeinsam mit anderen Schriftstellern beim Anblick des Kupferstichs von »Jean Jaques Le Veau (1729-1786), den dieser nach einem verschollenen Gemälde «Le juge, ou la cruche cassée» von »Louis-Philibert Debucourt (1755 - 1832) hatte anregen lassen.

Nach Abschluss der Handschrift wurde Kleist im Januar 1807 auf seiner Reise nach Berlin, die er nach der Niederlage Preußen gegen »Napoleon I. (1769-1821) (»Schlacht bei Jena und Auerstedt 1807) in Begleitung einiger verabschiedeter preußischer Offiziere unternahm, als Spion verhaftet und in die Jura-Festung »Fort de Joux bei »Pontarlier gebracht. Von dort kam er im April in das Kriegsgefangenenlager »Chalons-sur-Marne, wo er nach dem »Frieden von Tilsit im Juli 1807 freikam, nach »Dresden zog, wo er  fortan als freier Schriftsteller lebte.

Kleists Freund, »Adam Müller von Nittersdorf (1779-1829), der ein bekannter Publizist der Zeit war und 1808 mit Kleist gemeinsam die Zeitschrift Phöbus herausbrachte, sandte den Zerbrochnen Krug an »Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) nach Weimar, der u. a. das dortige »Weimarer Hoftheater leitete.

Goethe zeigte sich interessiert und antwortete Müller in einem sehr verbindlichen • Brief während seiner Reise nach Karlsbad (25.5.-10.9-1807) am 28. August 1807. Er fand lobende Worte für Kleists Talent und zeigte sich willens, das Manuskript mit nach Weimar zu nehmen, "in der Hoffnung Ihrer Erlaubnis, und sehen, ob etwa ein Versuch der Vorstellung zu machen sei." Gleichzeitig  fügte er hinzu, glaube er für den Richter Adam "einen vollkommen passenden Schauspieler" zu besitzen.

Als Goethe das Stück am 2.3.1808 auf der Bühne des Weimarer Hoftheaters zur Aufführung brachte, hatte er den Einakter Kleists in drei Akte mit zwei Pausen eingeteilt. Zudem wurde das Stück in einer langen Fassung gespielt. Dazu gehörte der • 12. Auftritt mit seinen 514 Versen, die heute als ›Variant‹ bezeichnet werden. Diese wurden später auf 56 Verse reduziert.

Über die Gründe für diese ungünstige Aufnahme wird bis heute diskutiert. Als unpassend muss man empfinden, dass der Theaterabend mit einer Oper, Der Gefangene, begonnen und mit der Uraufführung von Kleists Drama fortgesetzt wurde. Das Lustspiel ​war in drei Akte geteilt; zwei Pausen unterbrachen den Ablauf.

An dem Theaterabend, an dem Kleists Stück aufgeführt wurde, wurde nicht nur dieses Lustspiel gespielt. Möglicherweise war dies eine Folge der Weigerung des Weimarer Herzogs zurückzuführen, dem Rat Goethes zu einer Trennung von Schauspiel und Oper zu folgen. (vgl. Brauneck 2012, S.251)

In den dreieinhalb Stunden von 18.00 Uhr bis gegen 21.30 Uhr erwartete die Besucherinnen und Besucher daher vor Kleist Stück zunächst die Oper in einem Akt Der Gefangene von »Della Maria. Das Publikum, das außer den allseits beliebten Opern und Singspielen ansonsten vor allem bürgerliche Rührstücke von »August Wilhelm Iffland (1759-1814) und »August von Kotzebue (1761-1819), zu sehen bekam, konnte sich also auf einen unterhaltsamen Theaterabend einstellen.

Das entsprach den Anweisungen von Goethes Herrn und Gönner, dem Herzog »Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757-1828), der Goethe zunächst gegen dessen Willen 1791 zum Direktor des Hoftheaters gemacht hatte. Goethe behielt dieses Amt bis zu seiner Entlassung durch den Herzog im Jahr 1817 wegen "einer für ihn äußerst ärgerlichen Auseinandersetzung mit dem Herzog und dessen Mätresse, der Schauspielerin »Caroline Friederike Jagemann (1777-1848). (vgl. Brauneck 2012, S.250)

Der Herzog, der sich nicht scheute selbst in Goethes dichterisches Schaffen einzugreifen, wenn ihm etwas nicht passte. So geschehen im Zusammenhang mit Goethes Schauspiel »"TorquatoTasso" (1790, uraufgeführt 1807) in dem der Herzog, ganz Vertreter des absolutistischen »Ancien Régime, "einen Beitrag zur bürgerlichen Emanzipation (witterte)" ebd., S.252). Cal August bestand hinsichtlich des Hoftheaters auf Respektierung seiner eigenen Vorlieben und die Berücksichtigung der Erwartungshaltung "des Hotheaterpublikums auf gefällige Unterhaltung". (ebd.) Insgesamt gesehen sah sich Goethe während seiner ganzen Zeit als Theaterdirektor "zu einem leidvollen Spagat zwischen der von ihm und Schiller vorgedachten ›ästhetischen Erziehung‹ und den Erwartungen des Herzogs." (ebd., S.251) Insbesondere seine Freiheit, den Spielplan des Theaters nach eigenem Ermessen zu gestalten war durch eine vom Herzog berufene Theaterkommission deutlich eingeschränkt. Unter ihrer Aufsicht sorgte Goethe dementsprechend dafür, dass vor allem die oben schon erwähnten ›spielbaren Stücke‹ mit den üblichen zeitgenössischen ›Glättungen‹ auf die Bühne kamen. Seine eigenen Stücke, die er ohnehin nur ungern auf die Bühne des Weimarer Hoftheater brachte, spielten hier jedenfalls "nur eine Nebenrolle und kamen, soweit sie überhaupt im Spielplan auftauchten, selten über eine oder zwei Aufführungen hinaus." (ebd., S.251)


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Auch wenn der Theaterzettel der Uraufführung den Namen des Autors unterschlägt, hatte sich bis zum 2. März 1808 wohl bei den meisten herumgesprochen, dass mit dem Verlorenen Krug das Stück eines jüngeren und vergleichsweise unbekannten Autor seine Uraufführung erleben sollte.

Darüber, weshalb Goethe das Stück Kleists in drei Akte einteilte, kann im Grunde nur spekuliert werden. Vielleicht war ihm als einfach Theaterpraktiker klar, dass bei einer Spieldauer des Stücks von mindestens anderthalb Stunden klar war, dass das Publikum • in einem solchen Fall Pausen wünschte, zumal zuvor ja schon die Oper Der Gefangene gegeben worden war. Andererseits passte ihm wohl auch nicht ins Konzept, wie Kleist mit den gängigen Formprinzipien des klassischen Dramas in seiner Komödie umsprang. (vgl. Schulz 2011, S.372)

Die Probenarbeit zu der in seiner Langfassung mit dem sehr langen • 12. Auftritt (• ›Variant‹) zur Aufführung gebrachten Version dürfte wohl dem von Goethe entwickelten "Inszenierungsstil von großer Künstlichkeit, symbolischem Anspruch und maßvoller, streng choreographierter Bewegungsführung" (Brauneck 2012, S.247) gefolgt sein. Kaum vorstellbar, dass seine "Abkehr vom Natürlichkeitspostulat" (ebd.), das er nach »August Wilhelm Ifflands (1759-1814) Gastauftritt als Schauspieler in Weimar kennen und schätzen gelernt hatte, ausgerechnet bei der Inszenierung des Kleist-Stückes eine untergeordnete Rolle gespielt hat und von ihm, wie von vielen seiner späteren Nachfolger "als praller Bauernschwank" (Blamberger 2011, S.255 kindle edition) inszeniert wurde, bei dem "die Aufmerksamkeit des Zuschauers (...) ganz auf das Genrebild gelenkt (wird), auf die Schlaf-, Wohn- und Amtsstube des Richters, auf flatternde Hühner, fette Würste und dralle Mägde im Trachtenkleid, die toben, keifen und zetern." (ebd., S.258-259 kindle edition). Allerdings gibt es wohl keine Quellen, die genaueren Aufschluss über das Bühnenbild der Weimarer Uraufführung geben.

Goethe, der sich, wenn er gewollt hätte, wahrscheinlich die Freiheit hätte nehmen können, die überlange Evchen-Szene der ›Variant‹-Fassung zu kürzen oder umzuarbeiten, beließ es jedenfalls dabei und legte mit der Darstellerin von Evchen »Beate Elsermann, verh. Lortzing (1787-1831) mehrere Sonderproben ein, bis deren Spiel und Vortrag zu seinen Vorstellungen passte. (vgl. Buck (Hg.) Goethe-Handbuch 1996, Bd. 2, S.39)

Doch der erfahrene Theaterdirektor erlebte am Abend des 2. März 1808 mit der Uraufführung in von Kleists Zerbrochnem Krug ein Fiasko. Das Stück fiel beim Publikum rundum durch und wurde am Ende "ausgetrommelt", d. h. ausgebuht. Es kam sogar zu einem Vorfall im Theater, wie es dort offenbar noch nie vorgekommen war. Was sich ereignete, war dem Bericht von »Eduard Franz Genast (1797-1866) zufolge, der sehr viel später (1862/66) • über die Weimarer Aufführung berichtete, so unerhört, dass selbst Herzog »Carl August intervenierte: "ein herzoglicher Beamter hatte die Frechheit, das Stück auszupfeifen." Der Herzog duldete dies nicht und ließ den Pfeifer kurzerhand für drei Tage im Arrest festsetzen. Angeblich soll Goethe für die Reaktion des auf diese Weise sein Missfallen ausdrückenden Zuschauers sogar selbst Verständnis gehabt haben.

Woran dies gelegen hat, hat die Forschung bis heute beschäftigt. Die vielstimmige Ablehnung, die ihm zuteil wurde, sorgte zunächst einmal dafür, dass es in Weimar kein weiteres Mal aufgeführt wurde und es auch eine vergleichsweise lange Zeit benötigte, bis es anderswo wieder auf die Bühne kam und sich nach und nach auf allen Bühnen des Landes etablieren konnte.

Was die Erzieherin und spätere Gesellschaftsdame der sächsischen »Prinzessin Karoline Luise von Sachsen-Weimar-Eisenach (1786-1816) »Henriette von Knebel (1755-1815) an ihren Bruder 5. März 1808 über den Zerbrochnen Krug in Weimar • in einem Brief geschrieben hat, bringt zum Ausdruck, wie sich das Publikum der Aufführung "in seinen idealen Träumen empfindlich [...] gestört sah" ( Siegen 1876, S. XVIII) , als es "einen Schwank von der Keckheit und Derbheit" (ebd.) des Zerbrochnen Krugs vorgesetzt bekam.

"Ein fürchterliches Lustspiel, was wir am vorigen Mittwoch haben aufführen sehen und was einen unverlöschbaren unangenehmen Eindruck auf mich gemacht hat und auf uns alle, ist der zerbrochne Krug von Herrn von Kleist in Dresden, Mitarbeiter des charmanten Phöbus*. Wirklich hätte ich nicht geglaubt, daß es möglich wäre, so was Langweiliges und Abgeschmacktes hinzuschreiben. Die Prinzeß [»Caroline Louise von Sachsen-Weimar-Eisenach 1786-1816] meint, daß die Herrens von Kleist gerechte Ansprüche auf den Lazarusorden** hätten. Der moralische Aussatz*** ist doch auch ein böses Übel. Ich glaube, bei diesen Herrens hat sich das Blut, was sie im Krieg erhalten haben, alles in Tinte verwandelt.«
(Sembdner (Hg.) 1977, Lebensspuren, Nr. 244, zit. Sembdner 1982, S. 96)

Während »Henriette von Knebel (1755-1815) die Schuld am Misserfolg in einer bemerkenswert stilisiert wirkenden moralischen Attitüde mit dem Hinweis auf den Lazarus-Orden allein der moralischen Unzulänglichkeit der "Herrens Kleist" in die Schuhe schiebt, sieht man dies in dem Bericht der • Allgemeinen Deutschen Theater-Zeitung, Leipzig, vom 11. März 1808 differenzierter und bemängelt vor allem die Längen des dritten Aktes und bescheinigt dem Verfasser des insgesamt uninteressanten Stücks fehlende Fähigkeiten zur Dramatisierung seines durchaus brauchbaren Sujets.

In der literarisch-kulturellen Zeitschrift Zeitung für die elegante Welt (1801-1859). Leipzig, erschien am 14. März 1808 bläst der Kritiker in das gleiche Horn, indem er die insgesamt ausgesprochene Handlungsarmut des Stücks tadelt. Bemerkenswerter Weise klingt auch eine gewisse Kritik an Goethes Einteilung in drei Akte durch, die das Stück unnötig in die Länge gezogen habe, bis "dem sonst sehr geduldigen Publikum der Geduldfaden endlich ganz riß, und gegen den Schluß ein solcher Lärm sich erhob, daß keiner imstande war, von den ellenlangen Reden auch nur eine Silbe zu verstehn."  Dahinter stehe aber auch eine Theaterpolitik, die Poeten auf der Bühne Raum gebe,  erzählt, die "glauben, dem Publikum alles bieten zu können" und "meinen, es müsse sich schon geehrt fühlen, wenn man sich nur herablasse, ihm etwas zum Besten zu geben.« (Sembdner (Hg.) 1977, Lebensspuren, Nr. 248a, zit. Sembdner 1982, S. 99)

Ob darüber hinaus auch die mangelhafte schauspielerische Leistung des Ensembles bzw. einzelner Mitglieder für die Weimarer Blamage verantwortlich gewesen sind, lässt sich von heute aus schwer ermessen. So trägt der sehr viel später (1862/66) entstandenen Darstellung von »Eduard Franz Genast (1797-1866), der • über die Weimarer Aufführung berichtete, was sein Vater ihm erzählt hatte, ausgerechnet der Darsteller des Dorfrichters Adam, »Heinrich Becker (1770-1822), dem Ersten Schauspieler des Ensembles, von dem Goethe noch ein halbes Jahr zuvor in seinem Brief an »Adam Müller von Nittersdorf (1779-1829) so überzeugt gesprochen hatte, die Hauptschuld an der missglückten Inszenierung. Sein Vortrag  sei "so breit und langweilig" gewesen, "daß selbst seine Mitspieler die Geduld dabei verloren. Trotz allen Rügen Goethes bei den Proben war er aus seinem breitspurigen Redegang nicht herauszubringen, und den kurzen Imperativ bei ihm anzubringen, wäre wahrlich ganz in der Ordnung gewesen, denn das Zerren und Dehnen war nicht zu ertragen."

Kleist, der entgegen seiner Pläne, an der Aufführung nicht teilnehmen konnte, machte Goethe und seine Bearbeitung des Stücks für das Desaster auf der Bühne des Hoftheaters verantwortlich. Er soll sogar mit dem Gedanken gespielt haben, zumal er Goethe die ganze Schuld gab, • Goethe dafür zum Duell zu fordern.

Für Goethe war dies, so die • Überlieferung von »Johann Daniel Falk (1768-1836), nicht nur eine unangebrachte und gänzlich inakzeptable Überreaktion des tief verletzten Kleist, sondern, offenbar im Einvernehmen mit • Friedrich Schiller (1759-1805), habe er ihm "eine schwere Verirrung der Natur, die den Grund ihrer Entschuldigung allein in einer zu großen Reizbarkeit der Nerven oder in Krankheit finden kann" (») unterstelt. In diesem "Krankheits-Verdikt", das weit über das Ästhetische und Literarische hinausging und auf die Person Kleists zielten, trafen "Goethes Urteile über Kleist und über die • Romantik zusammen. »Das Klassische nenne ich das Gesunde und das Romantische das Kranke,« sagt er zu Eckermann am 2. April 1829. Über Kleist im Jahr 1826: »Mir erregte dieser Dichter, bei dem reinsten Vorsatz einer aufrichtigen Teilnahme, immer Schauder und Abscheu, wie ein von Natur schön intentionierter Körper, der von einer unheilbaren Krankheit ergriffen wäre« (NR 274)" (Grathoff 2000a, S.210)

Unter das Zerwürfnis zwischen beiden, das sich schon vor der Uraufführung des Zerbrochnen Krugs in Weimar angedeutet hatte, setzte Goethe mit seinem Krankheits-Verdikt jedenfalls auch Jahre nach dem Ereignis und dem Tod Kleists einen inhaltlich mehr als fragwürdigen, aber endgültigen Punkt. Zum Teil aufgegriffen wurde das Krankheits-Verdikt Goethes später von dem marxistischen Literaturkritiker »Georg Lukács (1885-1971), der wohl sein • Dekadenz-Verdikt über Kleist zum Teil von Goethes Krankheits-Verdikt abgeleitet hat.( vgl. ebd.)

Als Reaktion auf die negativen Urteile über die Weimarer Inszenierung durch das Publikum und einiger Kritiker veröffentlichte Kleist im März 1808 einige Fragmente aus dem Lustspiel (1., 6. und 7. Auftritt) in der gemeinsam mit »Adam Müller von Nittersdorf (1779-1829) ​herausgegebenen Zeitschrift Phöbus. Ein Journal für die Kunst. Darin gab er der Hoffnung Ausdruck, dass sich die Leser dadurch selbst sein Bild darüber machen könnten, warum "das Stück auf der Bühne von Weimar verunglückt ist". Allerdings dürfte die Wirkung dieses Rechtfertigungsversuches eher gering gewesen sein.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 11.01.2026

 
 

 
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