| Auch das Schöne muss sterben! Das Menschen und Götter bezwinget, |
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| Nicht die eherne Brust rührt es dem stygischen
Zeus |
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| Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher, |
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| Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück
sein Geschenk |
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| Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die
Wunde,
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5 |
| Die in den zierlichen Leib grausam der Eber
geritzt |
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| Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter, |
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| Wann er am skäischen Tor fallend sein Schicksal
erfüllt |
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| Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus, |
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| Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn |
10 |
| Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle, |
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| Dass das Schöne vergeht, dass das Vollkommene
stirbt |
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| Auch ein Klagelied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich; |
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| Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab |
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