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Dramatische Texte

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Literarische Gattungen
Terminologie: Gattungen und Gattungsbegriffe
Gattungskonzepte
Gattungen und Gattungsbegriffe im schulischen Literaturunterricht

Dramatische Texte und ihre Analyse sind ein umfangreiches Teilgebiet der Literaturwissenschaft. In der ▪ traditionell normativen Gattungstrias nehmen sie neben den ▪ epischen (erzählenden, narrativen) und ▪ lyrischen Texten einen von den anderen Gattungen ziemlich klar unterscheidbaren Platz ein.

Dabei ist die Vielfalt dramatischer Texte außerordentlich hoch und hat zu einer großen Zahl von Versuchen geführt, die Vielzahl der Dramen nach unterschiedlichen Kriterien, z.B. nach dem Ausgang des dramatischen Geschehens, nach dem Aufbau bzw. der Komposition von Dramen, nach der Anzahl und Art der Darsteller, nach den darin zum Ausdruck kommenden Ideen, nach der Ursache des dramatischen Konflikts, nach der Stoffwahl etc. einzuteilen. Über den Wert derartiger Einteilungen kann man unterschiedlicher Ansicht sein. Aus diesem Grund stellen wir hier in einer ▪ Word Cloud einfach unsystematisch Begriffe vor, die solchen Systematisierungsansätzen entnommen sind, um das Umfeld des Begriffs Drama ein wenig abzustecken.


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Die Problematik von Gattungsbegriffen

Gattungsbegriffe haben es bekanntlich in sich: Sie beschäftigen namhafte Dichter und Philosophen seit der griechischen Antike. Heute beschäftigt sich die Gattungstheorie als Teildisziplin der Literaturwissenschaft mit allen Fragen die im Zusammenhang mit Gattungsfragen aufgeworfen werden. Sie beschäftigt sich u. a. mit der Analyse unterschiedlicher Gattungskonzepte und versucht mit normativen und ▪ nicht-normative Konzepten Ordnung in ▪ historische Gattungen zu bringen und ▪ systematische Gattungsbegriffe für die Analyse zu entwickeln. Dabei stehen für die Fachwissenschaft heutzutage aber auch Fragen im Raum, wohin sich die (wissenschaftliche) Dramenanalyse nach dem Ende der Gattungskonventionen hinbewegen soll, wenn sich die Entwicklungen des zeitgenössischen Dramas "(nicht mehr) mit den Kategorien der traditionellen Dramenästhetik (...) fassen ließen." (vgl. Drewes 2012, S.166)

Es gibt viele miteinander konkurrierende Ansätze, um dramatische Texte zu klassifizieren

Die verschiedenen Ansätze, mit denen Gattungen mehr oder weniger systematisch bis dahin sortiert wurden, sind "historisch nach ganz uneinheitlichen Unterscheidungskriterien und Allgemeinheitsgraden entstanden" (Fricke 2010b, S.10)

Lange galt die dramatische Gattung, wie z. B. noch bei dem deutschen Philosophen »Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) als "die höchste Stufe der Poesie und der Kunst überhaupt, weil sie "die Objektivität des Epos mit dem subjektiven Prinzipe der Lyrik in sich vereinigt." (Hegel, Vorlesungen über die Ästhetik III,, zit. n.: Allkemper/Eke 22006, S.111)

Leicht machen es einem dramatische Texte nicht, wenn man versucht, "die Fülle von je anders strukturierten Spielvorlagen" (Graff 1996, S.308) in eine systematische Ordnung zu bringen. Meist kommt dabei, selbst wenn die Kategorien noch so allgemein gehalten sind, nur eine unvollständige Aufzählung heraus, die sich an immer wieder neuen Texten abarbeiten, die nicht in das idealtypische Schema passen.

So hilft es u. U. also weiter, wenn "als Grundlage aller szenischen Texte die implizite Absicht ihrer Aufführbarkeit und das historisch variierende Verhältnis von Text oder Literatur zur Bühne problematisiert" (ebd.) bzw. reflektiert wird. Eines ist dabei unverzichtbar: "Der dramatische Text muss stets in einem Verhältnis zur Bühne und ihrer Praxis gedacht werden." (ebd., S. 311)

Auf eine Darstellung der "Untiefen" der  ▪ Gattungsproblematik, in denen man als nicht hochspezialisierter Wissenschaftler auf diesem Terrain ohnehin nur "dilletieren" kann, wird in diesem Arbeitsbereich, der sich vor allem der Analyse von ▪ Strukturen dramatischer Texte verschreibt, weitgehend verzichtet. 

Das heißt aber nicht, dass ▪ Gattungsfragen keine Rolle spielen. Hier stehen sie aber vor allem unter einer ▪ literaturdidaktischen Perspektive. Wenn Gattungsfragen in diesem Arbeitsbereich erscheinen, wie z. B. im Zusammenhang mit der ▪ Tragödie werden sie in ihrem historischen Kontext betrachtet, wie z. B. im Fall der ▪ antiken griechischen Tragödie, der ▪ Tragödientheorie von Aristoteles (um 335 v. Chr.) oder Lessings (1729-1781)  Mitleidstheorie.

Im Rahmen der Analyse dramatischer Texte wird auch den Aspekten von Dramaturgie und Inszenierung soweit Beachtung geschenkt, wie sie im Literaturunterricht von Bedeutung sind.

Eine Darstellung ▪ dramendidaktischer Modelle rundet die hier zusammengestellten Analysekategorien ab, die aber nur bis zu einem gewissen Grad in die ▪ schulische Analyse und Interpretation dramatischer Texte Eingang finden müssen. Das Methodenrepertoire zur szenischen Erarbeitung von Dramentexten zielt dabei auf die unmittelbare Unterrichtsarbeit mit dramatischen Texten.

Gert Egle. zuletzt bearbeitet am: 16.07.2020

 
 

 
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