Das
▪ Drama der
geschlossenen Form weist im Hinblick auf die dramaturgischen
Formparameter von Handlung, Personal, Raum, Zeit, Sprache und
Komposition eine bestimmte idealtypische Form. Mit dem ▪
Drama der offenen Form
stellt es einen der beiden grundlegenden •
Formtypen des Dramas (Klotz 1960)
dar.Sie stellen
jeweils eine "unterschiedliche Ausgestaltung
der dramaturgischen Formparameter von Handlung, Personal, Raum,
Zeit, Sprache und Komposition" (Boehnisch
2012, S. 138) dar.
Grundsätzlich darf diese Konstruktion von Idealtypen allerdings
nicht so verstanden werden, als ob sich damit die tatsächliche
Vielfalt von Dramenformen erfassen ließe
Die Idealtypen dienen heutzutage unter Beachtung der dem Modell innewohnenden
"Tendenz zur mechanistischen Antithetik" (Pfister
1977, S. 319) als Analyseraster und Beschreibungsmodelle der
Dramenanalyse, auf die immer wieder auch im •
Literaturunterricht
bei der
Interpretation dramatischer Texte zurückgriffen wird.
Dabei kommt
auch immer wieder das ▪
drei- bzw. fünfaktige Strukturmodell
zum Einsatz, mit dem
Gustav Freytag (Technik des Dramas,
1863), einer normativen Tradition folgend, deduktiv "allgemeingültige
Regeln für den Handlungsablauf eines dramatischen Textes zu
formulieren versucht hat". (Pfister
1977, S. 319)