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Didaktische und methodische Aspekte

Bildungsstandards

Erzählende Texte Formen erzählender Texte Kurzgeschichte

 
FAChbereich Deutsch
Glossar
Literatur: ▪ Autorinnen und Autoren Gattungen Erzählende Texte Überblick Lesen erzählender Texte (Inferenzbildung und Situationsmodelle) Strukturen erzählender Texte Formen erzählender Texte Fabel Gleichnis Kurzgeschichte [ Didaktische und methodische Aspekte ÜberblickKompetenzen und (Lern-)Ziele Bildungsstandards (Ba-Wü) ] Überblick Typologisierungsansätze Merkmale So interpretiert man eine KurzgeschichteTextauswahl Parabel Dramatische Texte Lyrische Texte Literarische Zweckformen  Literaturgeschichte Motive der Literatur Grundlagen der Textanalyse und Interpretation Literaturunterricht Schreibformen  Operatoren im Fach Deutsch
 

In den verschiedenen Bildungsplänen der Bundesländer sind • Kurzgeschichten als Gegenstände des • Literaturunterrichts vorwiegend in den Klassen 7-10 verortet. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie nicht auch mit anderen und höheren Erwartungen an ihre Analyse Gegenstand des Unterrichts in der Sekundarstufe II sein können.

So nennt der »Bildungsplan (2016) für das Gymnasium in der 9./10. Klasse bei seinen Standards für inhaltsbezogene Kompetenzen zu »literarischen Texten als Textgrundlage "Gedichte (darunter Sonette); Prosatexte (Kurzprosa, insbesondere Kurzgeschichten und Parabeln, Romane, Novellen und sonstige Erzählungen); Dramen; Filme; Texte des Barock, der Auf­klärung, des Sturm und Drang und des Expressionismus" vor (Hervorh. d. Verf.) (»Pdf-Download)

Die Schülerinnen sollen dazu – hier zur Verdeutlichung auf Kurzgeschichten fokussiert –

  • auf der Grundlage ihres bis dahin erworbenen • Textanalysewissens auch Kurzgeschichten mit Hilfe eines zunehmend differenzierten Fachvokabulars in ihren besonderen Ausdrucksformen beschreiben und dabei Zusammenhänge zwischen Inhalt und Form herstellen können.

  • Gattungsmerkmale heranziehen und Texte aspektorientiert miteinander vergleichen können

  • sich mit der prinzipiellen Mehrdeutigkeit von literarischen Texten auseinandersetzen können

  • durch ihre Beschäftigung mit den fiktionalen Figuren, Lebensentwürfen und Lebenswerten (auch aus verschiedenen literaturgeschichtlichen Epochen) sich mit vielfältigen Formen der Alterität auseinandersetzen können und damit auch zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und Lebenswelt gelangen

  • die Texte zielgerichtet durch analytische und produktionsorientierte Methoden erschließen können

  • sowohl schriftlich als auch mündlich ein plausibles Textverständnis formulieren können, ihr eigenes Textverständnis reflektieren und  damit ihre Fähigkeiten bei der Interpretation erweitern. Dadurch entwickeln sie auch ihr ästhetisches Urteilsvermögen und stärken ihre kulturelle Kompetenz.

  • die erworbenen Kompetenzen zum Verfassen auch längerer Texte und Aufsätze nutzen und in verschiedenen Kommunikationssituationen einbringen können.

Die einzelnen Bildungsstandards (Bildungsplan Ba-Wü 2016, Jgst. 9 und 10)

Die Schülerinnen und Schüler können

Zugang zu Texten gewinnen

(1) unterschiedliche Lesetechniken und Methoden der Texterschließung sicher anwenden

(2) ihren Leseeindruck und ihr erstes Textverständnis erläutern, begründen und sich damit auseinandersetzen

(3) Inhalte von Texten exzerpieren, textbezogen erläutern und zusammenfassen; dazu aussage- kräftige Textbelege auswählen

(4) Textinhalte und Textstrukturen visualisieren (zum Beispiel Grafik, Schaubild, Tabelle

Texte analysieren

(5) Textanalyse und Interpretation unterscheiden; die Begriffe Fiktionalität, Text, Intertextualität, Textanalyse und Interpretation erläutern und bei der eigenen Textanalyse verwenden

(6) Fiktionalität erkennen und in ihrer jeweiligen Erscheinungsform reflektieren

(7) das Thema eines Textes bestimmen und benennen

(8) wesentliche Elemente eines Textes (Handlungsverlauf, Figuren und Figurenkonstellation, Raum- und Zeitgestaltung, Motive, Symbole, zentrale Konflikte, Handlungsmotive literarischer Figuren, Handlungsstruktur und Kommunikationsformen) bestimmen und in ihrer Funktion sowie in ihrem Wirkungsgefüge analysieren

(9) eine aspektorientierte Analyse durchführen

(10) Fachbegriffe zur formalen Beschreibung von Texten verwenden: – Autor, Erzähler, Erzählperspektive, Erzählform, Erzählhaltung, Erzählstruktur, Erzählzeit und erzählte Zeit, innere und äußere Handlung, offener Schluss, Erzählerbericht, Redewiedergabe in direkter, indirekter, erlebter Rede und innerem Monolog, Erzähltempora, Vorausdeutung und Rückblende – [...]

(11) sprachliche Gestaltungsmittel beschreiben und auf ihre Funktion hin untersuchen

(12) Komik, Ironie, Satire und Parodie erkennen und analysieren

(13) literarische Gattungen definieren und deren Merkmale für das Textverstehen nutzen (mindestens Gedicht, Roman, Novelle, Kurzgeschichte, Parabel, Essay, Tragödie, Komödie, bürgerliches Trauerspiel)

Texte interpretieren

(14) komplexere Deutungen eines Textes entwickeln und formulieren und das eigene Textverständnis erläutern, auch mithilfe von Deutungshypothesen

(15) Vorwissen, Kontextwissen und Leseerfahrung gezielt für ihr Textverstehen nutzen

(16) für ihr Textverstehen einschlägige Quellen (Lexika, Wörterbücher, Internet, Sach- und Fachliteratur) nutzen

(17) mit handlungs- und produktionsorientierten Verfahren ein plausibles Textverständnis herausarbeiten und vertiefen

(18) literarische Figuren charakterisieren, dabei direkte und indirekte Formen der Charakterisierung berücksichtigen; Figurenkonstellationen beschreiben und analysieren

(19) Verstehensschwierigkeiten und Leerstellen benennen und für den Interpretationsprozess nutzen

(20) die Mehrdeutigkeit von literarischen Texten erkennen und erläutern

(21) die Wirkung eines Textes beschreiben und begründen (Textteile und Textganzes)

Texte kontextualisieren

(22) zwischen textinternen und textexternen Bezügen unterscheiden

(23) eigene und fremde Lebenswelten differenziert vergleichen (Alterität; auch in Bezug auf kulturelle, ethnische, religiöse oder weltanschauliche Prägungen, persönliche Einschränkungen oder Behinderungen, geschlechtliche Identitäten oder sexuelle Orientierungen)

(24) Texte inhaltlich und formal vergleichen, auch solche unterschiedlicher Textsorten beziehungs- weise medialer Darstellung, dabei sinnvolle und ergiebige Vergleichsaspekte herausarbeiten und ihr Textverständnis unter Berücksichtigung von Textvergleichen präzisieren

(25) - (27) [...]

Texte werten

(28) Texte kriterienorientiert beurteilen (zum Beispiel in Form von Rezensionen)

(29) sich exemplarisch mit Rezensionen auseinandersetzen

(30) die Bedeutsamkeit eines Textes für die eigene Person reflektieren und Textinhalte mit eigenen Erfahrungen vergleichen

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 14.05.2025

   
 

 
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