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Laut-Buchstaben-Zuordnung

Überblick

 

In der Schreibung der deutschen Sprache sind Buchstaben und Sprachlaute einander zugeordnet. Die Regeln der (neuen) Rechtschreibung im Bereich der Laut-Buchstaben-Zuordnung zielen dabei darauf ab, auf der Grundlage des Stammprinzips dafür zu sorgen, dass in möglichst allen Wörtern einer bestimmten Wortfamilie der gleiche Wortstamm geschrieben wird. Dabei ist maßgebend, ob ein bestimmtes Wort heutzutage zu einer bestimmten Wortfamilie gehört oder nicht.
Vereinfacht gesagt bedeutet Stammprinzip, dass Wörter so geschrieben werden wie die, mit denen das Wort "verwandt" ist. Dabei beruht diese Verwandtschaft auf dem gleichen Wortstamm.

Die wesentlichen Bereiche der Laut-Buchstaben-Zuordnung, die im Rahmen der Rechtschreibreform 1996 z. T. neu geregelt worden sind, betreffen:

 

Die Regeln der amtlichen Rechtschreibung zur Laut-Buchstaben-Zuordnung
Erläuterungen und Beispiele)

Im amtlichen Regelwerk zur deutschen Rechtschreibung befassen sich 32 der insgesamt 112 Regeln mit der so genannten Laut-Buchstaben-Zuordnung. Im amtlichen Regelwerk wird das  phonetische Alphabet benutzt. Dies ist mit HTML nicht vollständig möglich. Aus diesem Grund wird hier das SAMPA Alphabet (Speech Assessment Methods Phonetic Alphabet) verwendet.

1 Vokale »

1.1 Grundlegende Laut-Buchstaben-Zuordnungen »»

§ 1: Als grundlegend im Sinne dieser orthographischen Regelung gelten die folgenden Laut-Buchstaben-Zuordnungen. »»

(1) Kurze einfache Vokale

Laute Buchstaben Beispiele
[a] a ab, Alter, warm, Bilanz
[E], [e] e enorm, Endung, helfen, fett, penetrant, Prozent
[@] e Atem, Ballade, gering, nobel
[I], [i] i immer, Iltis, List, indiskret, Pilot
[O], [o] o ob, Ort, folgen, Konzern, Logis, Obelisk, Organ
[2], [9] ö öfter, Öffnung, wölben, Ökonomie
[U], [u] u unten, Ulme, bunt, Museum
[Y], [y] ü Küste, wünschen, Püree

(2) Lange einfache Vokale

Laute Buchstaben Beispiele
[a:] a artig, Abend, Basis
[e:] e edel, Efeu, Weg, Planet
[E:] ä äsen, Ära, Sekretär
[i:] ie (in einheimischen Wörtern:) Liebe, Dieb
i (in Fremdwörtern:) Diva, Iris, Krise, Ventil
[o:] o oben, Ofen, vor, Chor
[2:] ö öde, Öfen, schön
[u:] u Ufer, Bluse, Muse, Natur
[y:] ü üben, Übel, fügen, Menü, Molekül

(3) Diphthonge

Laute Buchstaben Beispiele
[aI] ei eigen, Eile, beiseite, Kaleidoskop
[aU] au auf, Auge, Haus, Audienz
[OY] eu euch, Eule, Zeuge, Euphorie

1.2 Besondere Kennzeichnung der kurzen Vokale

§ 2: Folgt im Wortstamm auf einen betonten kurzen Vokal nur ein einzelner Konsonant, so kennzeichnet man die Kürze des Vokals durch Verdopplung des Konsonantenbuchstabens. »»

§ 3: Für k und z gilt eine besondere Regelung:
(1) Statt kk schreibt man ck.
(2) Statt zz schreibt man tz. »»

§ 4: In acht Fallgruppen verdoppelt man den Buchstaben für den einzelnen Konsonanten nicht, obwohl dieser einem betonten kurzen Vokal folgt. »»

§ 5: In vier Fallgruppen verdoppelt man den Buchstaben für den einzelnen Konsonanten, obwohl der vorausgehende kurze Vokal nicht betont ist. »»

1.3 Besondere Kennzeichnung der langen Vokale

§ 6: Wenn einem betonten einfachen langen Vokal ein unbetonter kurzer Vokal unmittelbar folgt oder in erweiterten Formen eines Wortes folgen kann, so steht nach dem Buchstaben für den langen Vokal stets der Buchstabe h. »»

§ 7: Das h steht ausnahmsweise auch nach dem Diphthong [aI]. »»

§ 8: Wenn einem betonten langen Vokal einer der Konsonanten [l], [m], [n] oder [r] folgt, so wird in vielen, jedoch nicht in der Mehrzahl der Wörter nach dem Buchstaben für den Vokal ein h eingefügt. »»

§ 9: Die Länge von [a:], [e:] und [o:] kennzeichnet man in einer kleinen Gruppe von Wörtern durch die Verdopplung aa, ee bzw. oo. »»

§ 10: Wenige einheimische Wörter und eingebürgerte Entlehnungen mit dem langen Vokal [i:] schreibt man ausnahmsweise mit i. »»

§ 11: Für langes [i:] schreibt man ie in den fremdsprachigen Suffixen und Wortausgängen -ie, -ier und -ieren. »»

§ 12: In Einzelfällen kennzeichnet man die Länge des Vokals [i:] zusätzlich mit dem Buchstaben h und schreibt ih oder ieh. »»

1.4 Umlautschreibung bei [E]

§ 13: Für kurzes [E] schreibt man ä statt e, wenn es eine Grundform mit a gibt. »»

§ 14: In wenigen Wörtern schreibt man ausnahmsweise ä. »»

§ 15: In wenigen Wörtern schreibt man ausnahmsweise e. »»

1.5 Umlautschreibung bei [OY]

§ 16: Für den Diphthong [OY] schreibt man äu statt eu, wenn es eine Grundform mit au gibt. »»

§ 17: In wenigen Wörtern schreibt man ausnahmsweise äu. »»

1.6 Ausnahmen beim Diphthong [aI]

§ 18: In wenigen Wörtern schreibt man den Diphthong [aI] ausnahmsweise ai. »»

1.7 Besonderheiten beim e

§ 19: Folgen auf -ee oder -ie die Flexionsendungen oder Ableitungssuffixe -e, -en, -er, -es, -ell, so lässt man ein e weg. »»

1.8 Spezielle Laut-Buchstaben-Zuordnungen in Fremdwörtern

§ 20: Über die bisher dargestellten Laut-Buchstaben-Zuordnungen hinaus treten in Fremdwörtern auch fremdsprachige Zuordnungen auf. In den folgenden Listen sind nur die wichtigeren angeführt. »»

  • (1) Fremdsprachige Laut-Buchstaben-Zuordnungen

  • (2) Doppelschreibungen

§ 21: Fremdwörter aus dem Englischen, die auf -y enden und im Englischen den Plural -ies haben, erhalten im Plural ein -s. »»

2 Konsonanten

2. 1 Konsonanten: Grundlegende Laut-Buchstaben-Zuordnungen

§ 22: Als grundlegend im Sinne dieser orthographischen Regelung gelten die folgenden Laut-Buchstaben-Zuordnungen. »»

  • (1) Einfache Konsonanten

  • (2) Konsonantenverbindungen

2.2 Auslautverhärtung und Wortausgang -ig

§ 23: Die in großen Teilen des deutschen Sprachgebiets auftretende Verhärtung der Konsonanten [b], [d], [g], [v] und [z] am Silbenende sowie vor anderen Konsonanten innerhalb der Silbe wird in der Schreibung nicht berücksichtigt. »»

§ 24: Für den Laut [ç] schreibt man regelmäßig g, wenn erweiterte Formen am Silbenanfang mit dem Laut [g] gesprochen werden. »»

2.3 Besonderheiten bei [s]

§ 25: Für das scharfe (stimmlose) [s] nach langem Vokal oder Diphthong schreibt man ß, wenn im Wortstamm kein weiterer Konsonant folgt. »»

§ 26: Folgt auf das s, ss, ß, x oder z eines Verb- oder Adjektivstammes die Endung -st der 2. Person Singular bzw. die Endung -st(e) des Superlativs, so lässt man das s der Endung weg. »»

2.4 Besonderheiten bei [S]

§ 27: Für den Laut [S] am Anfang des Wortstammes vor folgendem [p] oder [t] schreibt man s statt sch. »»

2.5 Besonderheiten bei [N]

§ 28: Für den Laut [N] vor [k] oder [g] im Wortstamm schreibt man n statt ng. »»

2.6 Besonderheiten bei [f] und [v]

§ 29: Für den Laut [f] schreibt man v statt f in ver- (wie in verlaufen) sowie am Anfang einiger weiterer Wörter. »»

§ 30: Für den Laut [v] schreibt man in Fremdwörtern regelmäßig und in wenigen eingebürgerten Entlehnungen v statt w. »»

2.7 Besonderheiten bei [ks]

§ 31: Für die Lautverbindung [ks] schreibt man in einigen Wortstämmen ausnahmsweise chs bzw. ks statt x. »»

2.8 Spezielle Laut-Buchstaben-Zuordnungen in Fremdwörtern

§ 32: Über die bisher dargestellten Laut-Buchstaben-Zuordnungen hinaus treten in Fremdwörtern auch fremdsprachige Zuordnungen auf. In den folgenden Listen sind nur die wichtigeren angeführt. »»

  • (1) Fremdsprachige Laut-Buchstaben-Zuordnungen

  • (1.1) Einfache Konsonanten

  • (1.2) Konsonantenverbindungen

  • (2) Doppelschreibungen

 

      
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