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Darstellungsformen von Alltagsargumentationen

Freie Argumentationsskizze

 
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Eine Argumentationsskizze zu einem Text erstellen

Eine freie Argumentationsskizze erstellen

Strukturen von Alltagsargumentationen lassen sich auf verschiedene Art Weise darstellen.

Während eine Argumentationstabelle oder ein Argumentationsdiagramm mit seiner Baumstruktur in ihrer Form eher festgelegt sind, können die Strukturen einer Argumentation mit Hilfe einer freien Argumentationsskizze in frei gewählter Form visualisiert werden.

Funktion der Argumentationsskizze

Mit dem Begriff Argumentationsskizze bezeichnen wir eine mit verschiedenen graphischen oder typographischen Elementen visualisierte Darstellung einer Argumentation.

Die Argumentationsskizze stellt ein Hilfsmittel dar, um

  • die explizit geäußerten sprachlichen Argumentationssignale zu erkennen

  • den argumentativen Zusammenhang der gemachten Äußerungen zu erfassen

  • die Argumentation, soweit möglich, hierarchisch strukturiert darzustellen

Sie hat vor allem die Funktion, die einzelnen Elemente einer Argumentation zu identifizieren.

Die Argumentationsskizze basiert dabei neben der Kenntnis von Grundstrukturen der Argumentation (z. B. einfache Argumentation, erweiterte Argumentation) auch auf dem Wissen über Strukturwörter, bestimmte Sprechakte und entsprechende Formulierungen, die den argumentativen Zusammenhang der Aussagen herstellen bzw. signalisieren.

Fehlen in einem Text, was im Übrigen gar nicht so selten ist, solche expliziten Signale, kann die Erstellung einer Aussagenliste ein geeignetes Mittel sein, um über die genaue Erarbeitung des Textinhalts den argumentativen Zusammenhang der Aussagen zumindest in ihren Grundzügen zu "rekonstruieren".

Alltagsargumentationen nicht "auf die Goldwaage legen"

Dabei ist natürlich nicht daran gedacht, dass man überall und jederzeit Argumentationen, Alltagsargumentationen schon gar nicht, auf die "Goldwaage“ einer solchen Argumentationsanalyse stellt. Und vielfach ist es ja auch so, dass solche Auseinandersetzungen, wie wir aus der Kommunikationspsychologie wissen, nicht auf der Sachebene allein geklärt werden können.
Und doch gibt es Situationen, in denen ein geschärfter Blick darauf, was eigentlich in einer strittigen Angelegenheit wirklich vorgebracht und vor allem wie es jeweils begründet wird, von großer Bedeutung ist. Gerade die Kommunikationspsychologie hat hier wesentliche Beiträge zu einem tieferen Verständnis der Probleme geliefert

Die Gestaltung einer Argumentationsskizze

Wie eine Argumentationsskizze im Einzelnen gestaltet wird, bleibt dem jeweiligen Schreiber überlassen.

Außerdem hängt dies von verschiedenen textexternen und textinternen Faktoren ab., z. B. von der Textlänge, Klarheit und Verständlichkeit der Argumentation, Übersichtlichkeit der Argumentationsschritte, Grad der sprachlichen Ausführung der einzelnen Argumentationsschritte, Möglichkeiten zur (phototechnischen) Reproduktion bestimmter Textpassagen etc.

Zunächst einmal sollte der Kopf der Argumentationsskizze die gängigen Angaben zu dem Autor/Sprecher der analysierten Argumentation enthalten, damit die Skizze auch in einer späteren Phase der Arbeit dem entsprechenden Text bzw. der entsprechenden Textstelle zugeordnet werden kann.

  • Autor

  • Titel

  • Erscheinungsort und –datum

  • Seite

Die weitere Gestaltung der Argumentationsskizze ist vergleichsweise frei.

Folgende Darstellungsgesichtspunkte wurden z. B. in der nachfolgenden Argumentationsskizze berücksichtigt.

  • Eine Argumentationsskizze stellt die Argumentation - soweit möglich - in gegliederter Form dar.

  • Die in einem Text identifizierten Thesen/Behauptungen stellen die erste Gliederungsebene dar.

  • Argumente, stehen auf der zweiten Gliederungsebene und sind dementsprechend eingerückt.

  • Beweise/unmittelbare Stützungen des Argumentes stehen auf der dritten Gliederungsebene und sind noch eine weitere Position eingerückt.

  • Beispiele stehen auf der vierten Gliederungsebene und werden noch einmal eingerückt.

  • Schlussfolgerungen/Thesen stehen dann wieder auf der ersten Gliederungsebene.

Die Darstellung einer Argumentation in Form einer Argumentationsskizze könnte auch dem allgemeinen Argumentationsschema der erweiterten Argumentation folgen, so wie es im folgenden Beispiel dargestellt wird.

Entscheidend ist dabei natürlich auch, dass es gelingt den funktionalen Bezug von Aussagen im Rahmen einer Argumentationen sichtbar zu machen.

  • Wie für die anderen Darstellungsformen von Alltagsargumentationen auch, eignet sich die freie Argumentationsskizze häufig nicht zur Darstellung komplexer Argumentationen, zumal manche Argumente ausführlicher als in ein zwei griffigen Stichwörtern zusammengefasst werden müssen.

  • Auf der anderen Seite zwingt sie auch nicht, sämtliche Aussagen einer Argumentation einer bestimmten Darstellungsform zu unterwerfen. So ist es also bei einer Argumentationsskizze ohne weiteres zulässig, dass einzelne Aussagen bzw. Argumentationen sich aus verschiedenen Gründen nicht so ohne weiteres in das Konzept einer Gesamtargumentation fügen lassen.

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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 16.05.2019

     
 

 
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