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Formen des Storyboards

Überblick

 
 
  Es gibt schlichtweg keine Form des Storyboards als Ganzes, das allen verschiedenen filmischen Produktionsansprüchen Genüge leisten kann. Gerade deshalb ist es wichtig, dass sich alle Beteiligten (z. B. Storyboardzeichner, Drehbuchautor, Regisseur etc.) über die äußere Form, den Inhalt sowie über den Stellenwert des Storyboards für den weiteren  Produktionsprozess verständigen.

Ein Storyboard basiert auf der linearen Bildreihenfolge und muss die für die einzelnen Einstellungen nötigen Informationen klar strukturiert, übersichtlich und auf das Nötige begrenzt liefern.

Am besten eignen sich dazu Formblätter, die man sich selbst am PC entwerfen und erstellen kann, aber ebenso gut kann man dafür auch auf vorgefertigte Vorlagen (z. B. Karteikarte, Standardformat) zurückgreifen.
Solche Vorlagen unterscheiden sich vor allem in der Größe des Scribbles, also der Skizze der späteren Einstellung, und den im Storyboard festgehaltenen Informationen zur Handlung, Dialogen, Einstellungs- bzw. Kameraperspektive, Kamerabewegungen, Ton etc.
Am besten eignet sich eine Loseblattsammlung, da das Storyboard in der Praxis eines längeren Produktionsprozesses häufig überarbeitet bzw. verändert werden muss. Dies geschieht auch noch durch Einfügen weiterer Einstellungen bzw. weiterer Sribbles im Storyboard und ist an sich nichts Außergewöhnliches. Andererseits ist der bewusste Verzicht auf bestimmte Einstellungen, die einem zu einem bestimmten Zeitpunkt der Entwicklung der gezeichneten Fassung des Drehbuchs nicht mehr nötig erscheinen, der häufiger beschrittenere Weg. Jedenfalls ist, so betont Daniela Mair (2005), ein Storyboard eigentlich erst fertig, wenn nichts mehr weggelassen werden kann.

Form und Gestaltungselemente eines Storyboards können von Filmprojekt zu Filmprojekt verschieden ausfallen.

  • Wer die meisten Daten, die zu einer Einstellung gehören, in sein Storyboard aufnehmen will, und dazu noch eine längere Storyboard-Entwicklung einplant, ist u. Umständen mit einem Storyboard im DIN A5-Karteikartenformat gut bedient, das vergleichsweise flexibel handhabbar ist. Dabei wird für jede Einstellung eine eigene Karteikarte mit Scribble angelegt.

  • In der schulischen Film- und Fotoarbeit im weiteren Sinne (also bei Videoprojekten ebenso wie bei bei Fotostorys bzw. Fotoromanen), sowie für textproduktive Aufgabenstellungen im Literaturunterricht, bei denen es um die visuelle Gestaltung von Textvorlagen geht, ist das Standardformat wohl die geeignete Form.

Neben diesen Printformen gibt es reichlich Möglichkeiten zur digitalen Storyboardgestaltung, die den anspruchsvollen Amateur und den professionellen Storyboardzeichner zufrieden stellen können. Für den Schulbereich gibt es z. B. ein von Atomic Learning Inc. als Freeware zur Verfügung gestelltes Programm namens Storyboard Pro, das sich ganz hervorragend für schulische Videoprojekte eignet. Das Programm, das von Bill Bierden, entwickelt worden ist, ist derzeit allerdings nur in englischer Fassung zu erhalten, aber wird von einem englischsprachigen Tutorial auf der Webseite flankiert, das von Schülerinnen und Schülern Ende der Sekundarstufe I und der S II wohl verstanden werden kann. Das Programm kann als komprimierte ZIP-Datei (6,9 MB) von der Webseite von Atomic Learning heruntergeladen und auf dem eigenen Rechner installiert werden.


Screenshot aus Videotutorial zu Stoyboard Pro

vgl. auch Storyboards zu Gabriele Wohmanns Kurzgeschichte: Der Antrag (Schülerarbeit)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 28.08.2016

 
      
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