N
 

Home
Nach oben
Zurück
Weiter
 

 

l_n.jpg (771 Byte) 

Glossar

Fachbegriffe für den Deutschunterricht

A B C D E F G H I J K L M - O P Q R S T U V W X Y Z

 
Nacherzählung
Nachricht
Nachträge
Nahperspektive

Namengebung 
Narrated monologue
Narrativer Text
Narrativik
Narratologie
Nationalliteratur 
Natürliches Gespräch
Nebenfigur 
Nebenhandlung
Nebensatz 
Nebentext  
Nebentext, auktorialer
Neologismus 
Neufassungen
Neutrale Erzählperspektive

Neutrales Erzählen

Neutrale Erzählsituation
Neuversionen-Schreiber
Nicht-fiktionale Texte
Nicht-lineares Erzählen
Nicht-Responsivität
Nicht-zerlegendes Schreiben
Niederschrift 
Nomen 

Nominaldefinition 
Nominalisierung 
Nominalstil
Nonresponsivität
Nonverbale Kommunikation
Normative Aussage
Normative Texte
Notation
Notebook, collective 
Novelle 
Null-Konfiguration

 
 
Nacherzählung
1. schulische Schreibform; Form der Erzählung; Ausgangspunkt der Erzählung ist kein eigenes Erlebnis (vgl. Erlebniserzählung) oder der Inhalt eines Bildes, sondern ein Erzähltext; als Schreibform im Kontext des textnahen Lesens mehr als bloße Textreproduktion, Vorform der Interpretation  über die weitgehend am Inhalt orientierte Freizeitlektüre hinaus; lesedidaktisches Ziel: Verbesserung der Kompetenz sinnerfassenden Lesens; als mündliches Nacherzählen über die reine memorierende Textwiedergabe hinausgehende vom Interesse des Erzählers geprägte Aneignung eines Textes sowie eine klare Adressatenorientierung am jeweiligen Zuhörer; als schriftliche Nacherzählung, zwischen Textaneignung und Interpretation positioniert, Anspruch nach sprachlich-stilistischer Gestaltung; Probleme: wenn zu sehr an wörtlicher Übernahme, Gedächtnisleistung orientiert: Tendenz zur Reproduktion 2. alltagsübliche Form der Wiedergabe von Erzählungen, Berichten, Gesprächen Dritter, an denen andere innerlich teilhaben sollen - vgl. schulische Schreibformen, Erlebniserzählung, Inhaltsangabe, textnahes Lesen, statarisches Lesen
 
Nachricht
1. Mitteilung 2. tatsachenbetonte Darstellungsform des Journalismus, nach bestimmten Regeln (Lead-Stil u.ä.) gestaltete aktuelle Information über Ereignisse, Sachverhalte und Argumente; vollständig gibt sie Antwort auf die folgenden W-Fragen: Wer-was-wann-wo-warum-wie; Formen: harte Nachrichten (hard news) und weiche Nachrichten (soft news) - vgl. journalistische Darstellungsformen
     
  Nachträge
Revisionsklasse bei der sequenziellen Textrevision (Überarbeitung) von Texten, deren Revisionshandlungen sich überwiegend auf die Buchstabenebene beziehen und überwiegend kleinere kosmetische Korrekturen am Schriftbild und/oder Streichungen und Ergänzungen umfassen - vgl. Revision, Textrevision, sequenzielle Revision, Revisionsklasse, Revisionsebene, Revisionshandlungen, Schreibprozess
 
 
Nahperspektive
vgl. Fernperspektive, Standort des Erzählers
 
Namengebung (im literarischen Text)
Lautmalerische (onomatopoetische), sprechende, klassifizierende o.ä. Namen
Beispiel: Der preußisch-pflichtbessene Amtsvorsteher von Wehrhahn in Gerhart Hauptmanns Komödie "Der Biberpelz"
 
Narrated monologue
engl. Bezeichnung von D. Cohn 1978 für erlebte Rede - vgl. erlebte Rede
     
  Narrativer Text
engl. narrativ = erzählend; vgl. epischer Text
 
     
  Narrativik
vgl. Erzähltheorie
 
     
  Narratologie
vgl. Erzähltheorie
 
 
Nationalliteratur
schriftliche Texte, die in einer bestimmten Nationalsprache abgefasst sind;
     
  Natürliches Gespräch
Gespräch, das real in gesellschaftliche Funktionsabläufe eingelassen ist bzw. diese begründet; Typen: spontane (natürliche) Gespräche (unvorbereitet); arrangierte Gespräche (vorbereitet) - vgl. Gespräch, Gesprächsanalyse, arrangiertes Gespräch, spontanes Gespräch
 
 
Nebenfigur
1. Im dramatischen Text auftretende Figuren des Personals, die sich z. T. nur ein einziges Mal sprachlich äußern oder stumme Figuren oder Figurengruppen darstellen (vgl. Pfister 1977, S.225) - vgl. Drama, Dramentheorie, Figur, Personal, backstage character
     
  Nebenhandlung
Strukturbegriff der Dramenanalyse; quantitativ und/oder funktional einer dominierenden Haupthandlung bzw. Handlungssequenz graduell untergeordnete Handlung, von der für die Haupthandlung neue Entwicklungsimpulse ausgehen oder die durch Korrespondenz- oder Kontrastbezüge die Haupthandlung verdeutlicht oder relativiert; S; - vgl. Pfister 1977, S.286f.) - vgl. Nebenhandlung, Handlung - vgl. Handlung, Haupthandlung
 
 
Nebensatz
unter dem Aspekt der Satzverbindung unselbständiger Satz, der von einem Haupt-  oder einem Nebensatz abhängig ist - vgl. Satzverbindungen, Hauptsatz, Satzgefüge, Untersatz 
 
Nebentext
Textschicht des dramatischen Textes, die bei der Inszenierung eines dramatischen Textes nicht gesprochen wird: Dramentitel, Epigraphe, Widmungsschriften, Vorwörter, Personenverzeichnis, Akt- und Szenenmarkierungen, Bühnenanweisungen zur Szenerie und zum Verhalten einer Figur; Abgrenzung vom Haupttext, der die gesprochene dramatische Rede enthält; Unterscheidung von Haupt- und Nebentext geht auf »Roman Ingarden (1893-1970) zurück und wurde von Manfred Pfister (1977, S.35f.) wieder aufgegriffen - vgl. Haupttext, Drama, auktorialer Nebentext, dramatische Rede,
     
  Nebentext, auktorialer
vgl. Auktorialer Nebentext
 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Neologismus
Wortneuschöpfung
Beispiel: Technologiepark, Podcast,
     
  Neufassungen
- vgl. Reformulierungen
 
 
Neutrale Erzählperspektive
vgl. neutrales Erzählen
 
Neutrales Erzählen
epische Darstellungstechnik; Form der Er-Erzählung, die von keiner Perspektive einer Figur geprägt ist; keine Innensicht; ohne spürbare Erzählerfigur und ohne Einmischungen jedweder Art durch den Erzähler bzw. die Erzählinstanz - vgl. Erzählperspektive, Erzählsituation, auktoriales Erzählen, personales Erzählen
Beispiel: Die Vorstandssitzung des FC Ringersbergen befasste sich mit dem anstehenden Rechenschaftsbericht. Der Vorsitzender, Hans Rosenhaus, lobte die zuverlässige Haushaltsüberwachung durch den Kassenwart Thomas Kurz.
 
Neutrale Erzählsituation
vgl. neutrales Erzählen 
     
  Neuversionen-Schreiber
nach Ortner (2000, S.346ff.) Schreibtyp, der in der Verfolgung einer den Schreibprozess zerlegenden Schreibstrategie (=zerlegendes Schreiben) eine aktivitätszerlegendes Vorgehen bevorzugt; a) Merkmale: u einem bestimmten Schreibimpuls bzw. einer Idee werden verschiedene Textvarianten verfasst; (Mehrversionen-Schreiber) b) Schreibdidaktische Bedeutung: Neufassung schreiben, statt einen Text in mühevoller Kleinarbeit zu überarbeiten - vgl. Schreibstrategie, zerlegendes Schreiben, aktivitätszerlegendes Schreiben, produktzerlegendes Schreiben, Mehrversionen-Schreiber), Versionen-Schreiben,
 
     
  Nicht-fiktionaler Text
auch: Gebrauchstexte, Sachtexte pragmatische oder expositorische Texte genannt; Texte, die im Unterschied zu den fiktionalen Texten (literarische Texte) von zweckgebundenen Anlässen oder Gegenständen ausgehen und einen nachprüfbaren Bezug zur außersprachlichen Realität besitzen - vgl. fiktionaler Text, Gebrauchstext, pragmatischer Text, Sachtext, Gebrauchstext
 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Nicht-lineares Erzählen
Eine Geschichte wird durch Rückwendungen und Vorausdeutungen in ihrem sukzessiven, chronologischen Zeitablauf (lineares Erzählen) unterbrochen.
     
  Nicht-Responsivität
in der Gesprächslinguistik Bezeichnung für die Art und das Ausmaß der inhaltlichen Anknüpfung an einen initiierenden Gesprächsbeitrag (initiierender Akt) des Gesprächspartners, bei der Sprecher im respondierenden Akt weder auf den Inhalt noch auf die Intentionen des im initiierenden Akt Gesagten zurückkommt (Schwitalla (1976, S.92) -  vgl. Nonresponsivität, Nicht-Responsivität, initiierender Akt, Respondierung, Responsivität, respondierender Akt
 
     
  Nicht-zerlegendes Schreiben
auch: Schreiben in einem Zug; nach Ortner (2000, S.346ff.) Bezeichnung für eine Schreibstrategie, bei der ein Text ohne längeres Nachdenken niedergeschrieben wird; Schreibprozess  wird nicht in einzelne Schritte zerlegt (=zerlegendes Scheiben); stattdessen einphasige  Ad-hoc-Gestaltung des Textes, die durch additives Nebeneinander kontinuierliche und vergleichsweise schnell vonstatten geht;  ermöglicht; Schreibdidaktische Bedeutung: lange Zeit für den den traditionellen Schulaufsatz bestimmend; heute findet es sich in verschiedenen Formen des kreativen Schreibens wieder - vgl. zerlegendes Scheiben, Schreibstrategie,
 
 
Niederschrift
1. synonym für Protokoll 2. allgemein: schriftliche Abfassung eines Textes 
 
Nomen
veränderliche Wortart; auch: Substantiv, Hauptwort, Dingwort, (derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Wortarten, veränderliche Wortarten, Nominalstil 
 
Nominaldefinition
Begriffserläuterung, die die "ursprüngliche Bedeutung" des Wortes umschreibt und keine besonderen Begriffsinhalte und Begriffsmerkmale erwähnt; Aussagen, über die "richtige" bzw. "übliche" Verwendung eines sprachlichen Ausdrucks in der Metasprache. - vgl. Definition, Realdefinition, lexikalische Definition,
Beispiele: Die Linguistik ist eine Wissenschaft, die Sprache erforscht. - Ein Sonett ist eine Gedichtform, die aus 14 Versen besteht, die entweder aus 2 Quartetten und aus 2 Terzetten oder aus 3 Quartetten und einem abschließenden Reimpaar besteht.
 
Nominalisierung
auch: Substantivierung; Bildung eines Substantivs (Nomens) aus einem Wort einer anderen Wortart - vgl. Nominalstil
Beispiele: das Grün, das Tauchen, das Ich, 
 
Nominalstil
auch: Substantivstil; sprachliche Äußerungen, in denen Nominalisierungen überwiegen; meist komprimiert wirkende Sätze, aber auch häufig schwerer verständlich als im Verbalstil abgefasste Sätze - vgl. Verbalstil, Nominalisierung, Amtssprache, 
Beispiel: Die Zustimmung des Fürsorgeberechtigten müssen - statt - Der Fürsorgeberechtigte muss zustimmen 
     
  Nonresponsivität
vgl. Nicht-Responsivität
 
     
  Nonverbale Kommunikation
häufig synonym für Körpersprache; Sammelbegriff und nicht zuletzt deshalb auch in gewisser Hinsicht fragwürdig; Abgrenzung zwischen Verhalten und (zielbewusstem) Handeln nicht immer möglich; im Allgemeinen alle Arten von Signalen, die in der menschlichen Kommunikation eingesetzt werden und dabei nicht zur Sprache gehören oder zusätzlich zur Sprache verwendet oder rezipiert werden; i. e. S.  Körpersprache eines Individuums; i. w. S. auch Signale wie Geruch, Kleidung, Accessoires; Klassifikation nach funktionalen oder kanalorientierten Gesichtspunkten   - vgl. Kommunikation, akustische Kommunikation haptische Kommunikation, olfaktorische Kommunikation, taktile Kommunikation, visuelle Kommunikation, Körpersprache
 
     
  Normative Aussage
Aussage, die eine moralische, ethische, gesellschaftliche, politische usw. Forderung beinhaltet; normative Aussagen beziehen sich auf Wertvorstellungen und Normen, die von Menschen mit unterschiedlichen Interessen auch in unterschiedlichem Maße akzeptiert werden (können); sie bezeichnen ein Sollen; normative Aussagen können mit dem Hinweis auf eine übernatürliche oder sonst wie autoritäre Weisung begründet werden; meistens wird die Anwendung der normativen Aussagen aber damit begründet, dass sie aufgrund bestimmter gesetzmäßiger Zusammenhänge eine bestimmte Folge nach sich zieht; die Haltbarkeit normativer Thesen hängt davon ab, für wie wahrscheinlich das Eintreten der behaupteten positiven oder negativen Folgen einer Norm bzw. deren Nichteinhaltung gehalten werden (Konklusionen)   (vgl. Bayer 1999, S.158, 237) - vgl. deskriptive Aussage, Argumentation, Argumentationstheorie
Beispiel: Man soll niemanden betrügen.
 
     
  Normative Texte
Texttyp bzw. Textklasse  zu der Textsorten zählen, die "explizit bindende Regeln des Verhaltens und Geltens aussprechen". (Große 1976, S.29f.) - vgl. Texttyp, Textklasse, Textart, Textsorte,
 
     
  Notation
h: System von Zeichen und Symbolen einer Metasprache bzw. Fachsprache, z. B. Zeichensysteme bei der Transkription im Zusammenhang mit der Gesprächsanalyse - vgl. Gesprächsanalyse, Transkriptionssystem, Partiturnotation, Textnotation,
 
 
Notebook, collective
vgl. Collective Notebook
 
Novelle
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Erzählung 
 
Nullkonfiguration
vgl. leere Konfiguration

pfote_bl.gif (897 Byte)

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

     

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de