teachSam- Arbeitsbereiche:
Arbeitstechniken - Deutsch - Geschichte - Politik - Pädagogik - PsychologieMedien - Methodik und Didaktik - Projekte - So navigiert man auf teachSam


deu.jpg (1524 Byte)

 
l_z.jpg (807 Byte)

Glossar

Fachbegriffe für den Deutschunterricht

 

 

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y

 

 

 

 

Zäsur
Zeichen
Zeichentheorie
Zeitdeckung
Zeitdehnung
Zeitgestaltung
Zeitraffung  
Zeitungskarikatur
Zerdehnte Kommunikation
Zerlegendes Schreiben
Zieldrama 
Zielsetzungskompetenz
Zitat

Zitieren
Zitieren, sinngemäßes

Zitieren, wörtliches
zit. n. 
Zug
Zuhören 
Zuhören, aktives 

 

Zuhören, aufnehmendes 
Zuhören, umschreibendes 
Zusammenfassen
Zusammenfassung
Zusammensetzung
Zwei-Bahnen-Modell des Lesens
Zwei-Bahnen-Modell des Schreibens
Zweiversler
Zwei-Wege-Modell des Lesens
Zwei-Wege-Modell des Schreibens
Zweckform, literarische
Zyklus

Navigationshinweise für die Nutzung des Glossars

  • Sind die Einträge / Stichworte fett und blau markiert, führen sie als Textlinks zu den Themen- und Informationsseiten von teachSam, auf denen Sie mehr darüber erfahren können.

  • Ist ein Wort im Text, der zu einem Eintrag / Stichwort gehört, ebenfalls fett und blau markiert, gilt das Gleiche.

  • Andere blau markierte Textlinks führen zu anderen Einträgen im Glossar selbst oder zum Quellen- und Literaturverzeichnis.

 
Zäsur
Syntaktisch, metrisch oder lautlich (z.B. durch das Zusammentreffen von zwei Hebungen) bedingter Einschnitt innerhalb eines Verses (vgl. Burdorf 1995, S.66) Einschnitt innerhalb eines Verfußes, (z.B. durch ein Wort), so dass dieser Versfuß auf zwei Wörter verteilt werden muss; beim Alexandrinervers festliegender Einschnitt nach der dritten Hebung (= Mittelzäsur), die meist die antihetische Gestaltung von Gedanken unterstreichen soll, aber mitunter auch bei Verwendung des Alexandrinerverses auch absichtlich und durchaus kunstvoll überspielt werden kann (vgl. Burdorf 1995, S.67) - Vers, Versmaß, Alexandrinervers
Beispiel:
Du siehst, wo du siehst, // nur Eitelkeit auf Erden,
Was dieser heute baut, // reißt jener morgen ein ...
(Andreas Gryphius, Es ist alles eitel)
 
Zeichen
allgemeine Zeichendefinition: etwas steht für etwas anderes (aliquid stat pro aliquo); Zeichen können einem Zeichenbenutzer etwas präsent machen, ohne selbst dieses etwas zu sein; vgl. Semiotik, sprachliche Zeichen, ikonische Zeichen, indexikalische Zeichen, symbolische Zeichen,
 
Zeichentheorie
vgl. Semiotik

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Zeitdeckung
Mittel der Erzähltechnik; Das erzählte Geschehen und das Vorlesen einer Geschichte dauern etwa gleich lang (Erzählzeit = erzählte Zeit) - vgl. Zeitgestaltung, Erzählzeit, erzählte Zeit; Zeitdehnung, Zeitraffung, szenische Darstellung, Sekundenstil
 
Zeitdehnung
Mittel der Erzähltechnik; Das (Vor)Lesen einer Geschichte dauert deutlich länger als das Geschehen selbst. (Erzählzeit > erzählte Zeit); Mittel der Zeitdehnung: Einschübe des auktorialen Erzählers; mehrmalige zeitdeckende Darstellung eines einmaligen Vorganges; analysierende Detailbetrachtungen (Zeitlupe)

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Zeitgestaltung
im literarischen Text: Gesamtheit der  Mittel, mit denen in einem literarischen Text ein Geschehen oder eine Handlung zeitlich situiert wird; im epischen Text: Erzählzeit, erzählte Zeit; Zeitdeckung, Zeitdehnung, Zeitraffung - vgl. erzähltechnische Mittel
 
Zeitraffung
Mittel der Erzähltechnik; Vorlesen einer Geschichte dauert deutlich kürzer als das Geschehen selbst. (Erzählzeit < erzählte Zeit); Formen: sukzessive Raffung, iterativ-durative Raffung; - vgl. Zeitgestaltung, durative Raffung, iterative Raffung, sukzessive Raffung, Ereignisbericht, Gedankenbericht, Redebericht, 
 
Zeitungskarikatur
vgl. Pressekarikatur

Zerdehnte Kommunikation
in einer zerdehnten Kommunikation sind der Sender und Hörer räumlich und zeitlich voneinander getrennt mit der Folge, dass die Wirkung des Kommunikats erst nach einer zeitlichen Verschiebung eintritt; Varianten: a) in der mündlichen Kommunikation wird die Kopräsenz von Sender und Hörer dadurch zeitlich zerdehnt, dass z. B. ein Bote die Mitteilung des eigentlichen Senders hört, im Gedächtnis speichert und zu einem späteren Zeitpunkt dem Empfänger der Botschaft an einem anderen Ort überbringt; b) in der schriftlichen Kommunikation wird der Bote durch eine schriftliche fixierte Botschaft, einen geschriebenen Text, ersetzt, in dem die Mitteilung gespeichert ist; Problem: Sender bei der schriftlichen zerdehnten Kommunikation hat keine Kontrolle beim Schreiben, wie der Empfänger (Rezipient Hörer, Leser) den Text versteht;  um bis zu einem gewissen Grade gewährleisten zu können, dass der Empfänger des Textes, diesen in der beabsichtigten Weise versteht, muss sich dieser klar, präzise und verständlich ausdrücken, d. h. sprechakttheoretisch ausgedrückt, insbesondere den propositionalen Gehalt seiner Aussagen mit den entsprechenden sprachlichen Mitteln sichern. (vgl. Ehlich 1983) - vgl. Kommunikation

 
Zerlegendes Schreiben
nach Ortner (2000, S.346ff.) Sammelbegriff für Schreibstrategien, die den Schreibprozess entweder in bestimmte Aktivitäten wie z. B. Stichwortlisten, Gliederungsentwürfe, Konzeptfassungen u. ä. m. zerlegen (= aktivitätszerlegendes Schreiben) oder das Schreibprodukt so aufteilen (zerlegen), dass bis hin zu einer Art Puzzle-Prinzip einzelne Textteile verfasst (z. B. Einleitung, Schluss) und am Ende erst zusammengesetzt werden (= produktzerlegendes Schreiben); dem aktivitätszerlegenden und dem produktzerlegendes Schreiben lassen sich jeweils eine Anzahl von Schreibtypen zuordnen, die im Rahmen ihrer jeweiligen Grundorientierung unterschiedliche Schreibstrategien verfolgen. - vgl. Schreibstrategie, aktivitätszerlegendes Schreiben, produktzerlegendes Schreiben, nicht-zerlegendes Schreiben,
 
Zieldrama
auch: synthetisches Drama oder Entfaltungsdrama; Dramentyp, dessen streng aufgebaute Bühnenhandlung  im Gegensatz zum analytischen Drama auf eine an das Dramenende verlegte Katastrophe zusteuert - vgl. Drama, analytisches Drama 
 
Zielsetzungskompetenz
Teilkompetenz der allgemeinen Schreibkompetenz, die auf die Frage antwortet: Warum und für wen schreibe ich?; im einzelnen gehören dazu bestimmte Operationen des Schreibprozesses wie Erfassung des Schreibanlasse und Klärung der Schreibsituation, Verstehen der Schreibaufgabe, Klärung der Schreibfunktion und Schreibmotivation, Setzen eines ersten Schreibzieles, ggf. Kontrolle von Unlustgefühlen, Leserantizipation; - vgl. Schreibkompetenz, inhaltliche Kompetenz, Strukturierungskompetenz, Formulierungskompetenz
 
Zitat
wörtliche oder sinngemäße Übernahme oder Wiedergabe einer Wendung eines Satzes, Verses oder auch einer längeren Textpassage, eines Filmausschnittes etc. oder auch eines mündlichen Ausspruches in ein anderes Werk (oder die mündliche Rede); nötig ist die Quellenangabe: mit Angabe des Verfassers, des Erscheinungsortes und Erscheinungsdatums und der Seite (manchmal auch Titel); Quellennachweis häufig in Form von Fuß- oder Endnoten, aber auch im Text möglich - vgl. Zitieren, Literaturverzeichnis, Beleg, Belegstelle
 
Zitieren
auch: Zitation; wörtliche oder sinngemäße Übernahme oder Wiedergabe schriftlicher oder mündlicher Äußerungen von anderen - vgl. Zitat, sinngemäßes Zitieren, wörtliches Zitieren, Quellenangabe, Quellennachweis, Literaturverzeichnis, Exzerpieren, Redewiedergabe, direkte Rede, indirekte Rede, Anführungszeichen,
 
Zitieren, sinngemäßes
vgl. sinngemäßes Zitieren
 
Zitieren, wörtliches
vgl. wörtliches Zitieren
 
zit. n.
Abkürzung für: zitiert nach; Hinweis beim Zitieren in der Quellenangabe; wird verwendet, wenn ein Zitat nicht aus einer Originalquelle (Originaltext) zitiert wird
 
Zuhören
Verhalten des Empfängers einer Nachricht in der Kommunikation; Formen: aktives Zuhören, aufnehmendes Zuhören, "Ich-verstehe"-Zuhören, umschreibendes Zuhören (vgl. Weisbach 1994
 
Zug
in der Gesprächsanalyse auf Goffman (1974) zurückgehende Bezeichnung für eine verbale Handlungseinheit, die nicht mit dem von Searle und Austin geprägten Begriff Sprechakt identisch ist; ebenso ist der Zug (engl. move, in dt. Übersetzung "Schritt") nicht mit einer auditiv zusammenhängenden Äußerungssequenz eines Sprechers gleichzusetzen, zumal in einem Gesprächsbeitrag mehrere Züge vorkommen können und manche Äußerungen wie z. B. das hörerseitige Kontaktsignal nur redebegleitend sind (vgl. Schwitalla 1979, S.96f.); im Übrigen aber auch häufig als Akt bezeichnet- vgl. Gesprächsanalyse, initiierender Akt  (initiierender Zug)
Beispiele:
Paul grüßt Erna.  - Mit dem Vollzug des Grußes erwartet Paul, dass Erna ihn wiedergrüßt. - Antje fragt Claudia etwas. - Nach der Äußerung ihrer Frage erwartet Antje, dass Erna mit ihrem nächsten Gesprächsbeitrag darauf antwortet oder zumindest eine Reaktion zeigt, z. B. eine Rückfrage stellt
 
Zuhören, aktives
vgl. aktives Zuhören
 
Zuhören, aufnehmendes
vgl. aufnehmendes Zuhören
 
Zuhören, umschreibendes
vgl. umschreibendes Zuhören 
 
Zusammenfassen
1. mit dem Operator "Zusammenfassen" (Afb I + Afb II)  wird verlangt, dass wesentliche Inhalte, Aussagen und Zusammenhänge komprimiert, strukturiert und fachsprachlich richtig dargestellt werden. In Baden-Württemberg darunter die sachbezogene, strukturierte, komprimierte, auf Wesentliches ausgerichtete Wiedergabe von Texten bzw. einzelner Textaspekte verstanden. 2. daneben der modifizierte Operator "thesenartig zusammenfassen" (Afb I + Afb II), der auf eine bestimmte Form der Textwiedergabe zielt, nämlich den Text auf zentrale Textaussagen (Hauptthesen ggf. Nebenthesen) zu reduzieren und diese in vollständigen Sätzen zu formulieren formulieren. 3. Operatoren, die häufig ebenso im Zusammenhang mit dem Zusammenfassen bzw. dem Wiedergeben eines Textes stehen, sind die Operatoren Skizzieren und Paraphrasieren
 
Zusammenfassung
1. Oberbegriff für alle Arten von Texten, die einen Ausgangstext (Primärtext) mit unterschiedlichen Textkondensationsstrategien auf das Wesentliche komprimieren; in diesem Sinne auf dieser Webseite synonym mit dem Begriff Textwiedergabe verwendet; 2. Begriff zur Bezeichnung von Textwiedergaben/Zusammenfassungen pragmatischer Texte (Gebrauchstexte) in Abgrenzung von dem Begriff Inhaltsangabe, der vor allem der Wiedergabe von literarischen Texten vorbehalten bleiben soll (so z. B. Fritzsche 2005) 3. in der angloamerikanischen Tradition so genannter summary (ähnlich wie der Begriff des Resümee (Résumé oder auch des Abstracts),  Wiedergabe der wesentlichen Gedanken und Probleme einer längeren Abhandlung oder eines längeren Berichts am Anfang oder am Schluss, um den Leser über den Inhalt des Textes zu informieren; sachlich-objektiver Stil, zusammenhängender, referierender Text in Art der Inhaltsangabe; häufig auch in mehreren Sprachen 4. als Resümee häufig die Bezeichnung für einen Teiltext, mit dem eine vorangegangene Darstellung noch einmal zusammengefasst wird - vgl. Textwiedergabe, Inhaltszusammenfassung, Inhaltsangabe, Abstract, Précis, strukturierte Textwiedergabe,
 
Zusammensetzung
1. allgemein: Art und Weise, wie ein Ganzes zusammengesetzt ist; 2. Begriff aus der Wortgrammatik: Bezeichnung für die Wortbildung bzw. Wortneubildung aus selbständigen Wörtern;  die Z. ist eine der Unterarten der Wortbildung zu denen noch die Ableitung und die Kurzformenbildung gehören; sie können miteinander kombiniert werden; bestehend aus 2 Elementen: Bestimmungswort und Grundwort, das am weitesten rechts steht von den zur Wortbildung benutzten Wörtern;  - vgl. Wortzusammensetzung, Wortbildung, Kompositum, Grundwort, Bestimmungswort,
Beispiele: Beziehungsstatus, altersschwach, knöcheltief, Kniescheibenbruch, sturmreif, überengagiert, übertreiben
 
Zweiversler
vgl. Distichon

Zwei-Bahnen-Modell des Lesens
vgl. Zwei-Wege-Modell des Lesens

Zwei-Bahnen-Modell des Schreibens
vgl. Zwei-Wege-Modell des Schreibens

Zwei-Wege-Modell des Lesens
Bez. für ein kognitives Verarbeitungsmodell des Lesens, das besonders in der »Neuropsychologie, Lesediagnostik und der Lesetherapie verwendet wird; Annahme, dass es beim Lesen bei der Wortverarbeitung zwei grundlegend verschiedene Verarbeitungswege gibt, die parallel aktiviert werden und in seriellen Varianten des Modells völlig unabhängig voneinander ablaufen; der jeweilige Weg, der dabei eingeschlagen wird, wird auch als Route bezeichnet (segmentale Leseroute, lexikalische Leseroute); zwei Verarbeitungswege: segmentales Lesen und lexikalisches Lesen; zum Zuge kommt, welche Route, abhängig vom eingehenden Stimulus, das Ergebnis des Leseprozesses am schnellsten liefern kann; (vgl. Costard o. J. S.2) - vgl. Lesen, lexikalisches Lesen segmentales Lesen, segmentale Leseroute, lexikalische Leseroute

Zwei-Wege-Modell des Schreibens
auch: Zwei-Bahnen-Modell des Schreibens; Bez. für ein kognitives Verarbeitungsmodell des Schreibens, das besonders in der »Neuropsychologie, verwendet wird; analog zum Zwei-Wege-Modell des Lesens - vgl. Zwei-Bahnen-Modell des Schreibens

 
Zweckform, literarische
vgl. Literarische Zweckform
 
Zyklus
Sammlung von Werken, die zwar aus selbständigen Einzeltexten besteht, aber dennoch ein zusammengehöriges Ganzes bilden; manchmal reicht zur Bezeichnung als Zyklus auch eine mehr oder weniger zufällige, thematisch motivierte Zusammenstellung von Texten aus; im strengeren Sinn wird von Texten, die zu einem Zyklus gehören sollen, verlangt, dass sie ein bestimmtes Grundthema haben; Beispiele: Goethes "Römische Elegien", Heinrich Heines "Buch der Lieder" 

pfote_bl.gif (897 Byte)

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 
  Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA)
Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von
externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de
-
CC-Lizenz