Home
Nach oben
Zurück
Weiter
 

 

Württemberg zur Zeit Carl Eugens (1728-93)

Fürst und Land

Der Dualismus von Herrschaft und Land in Württemberg

 
 
Das Herzogtum Württemberg ist in der Regierungszeit (1744-1793) von Herzog Carl Eugen (1728-93) einer der etwa 1.8000 souveränen Einzelstaaten, die, politisch souverän, unter der losen Klammer des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation zusammengefasst sind.
Nach dem Zerfall der mittelalterlichen »»Staufermacht nach dem Tode Friedrichs II. (1250) kommt es im südwestdeutschen Raum zu einer besonders ausgeprägten territorialen Zersplitterung "mit einer Unzahl selbständiger und quasi-selbständiger Territorien". (Wehling 1991, S.15). Von den zahlreichen selbständigen Gebieten hat bis zur Arrondierung der zahlreichen Gebilde zu zwei, bzw. einschließlich Hohenzollern, zu drei Staaten unter »Napoleon Bonaparte (1769-1821) nur das Herzogtum Württemberg die Qualität eines Staates, bleibt aber mit seinen 9.000 Quadratkilometern Fläche eine Macht dritten Ranges. (vgl. Fenske 1981, S. 15f.)

 

Die territoriale Zersplitterung im Südwesten hat aber durchaus auch seine Vorteile, denn sie bedeutet auch "Machtbegrenzung und ein Mehr an Partizipation" und das nicht nur in den zahlreichen Reichsstädten, sondern auch in den geistlichen und weltlichen Territorien. (vgl. Wehling 1991, S.16) Fast im ganzen Südwesten können die Untertanen ihren Herrschaften nach dem Bauernkrieg von 1525 Verträge abringen, die die Machtverteilung zwischen den Fürsten und der Landschaft, vertreten in den Landständen, förmlich festlegen. Zu einer solchen vertraglichen Regelung kommt es auch in Württemberg.
Hier in Württemberg wollen Fürst und Ehrbarkeit nach dem gescheiterten Bauernaufstand des »Armen Konrad (1514)  gemeinsam gegen solche sozialen Unruhen vorgehen. (vgl. Hölzle 1931, S.4) In der vertraglichen Abgrenzung der Rechte beider Seiten, die Ritterschaft bringt sich in diesen Prozess nicht ein, entsteht auch in Württemberg jener besondere Dualismus von Herrschaft und Landschaftt, der bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (1806) den Südwesten kennzeichnet. Die Landschaft, das sind die vertragschließenden Körperschaften der Stände, neben dem Herzog die Gesamtheit der Städte und Ämter und die Äbte bzw. die Prälaten der Klöster bzw. nach Einführung der Reformation verweltlichten Klosterämter.
Die wesentlichen politischen Strukturen, die aus diesem Dualismus erwachsen, entstehen schon ca. zweihundert Jahre bevor Carl Eugen (1728-93) das Licht der Welt erblickt. Im Jahr 1514 erreichen nämlich die Landstände ein Mitspracherecht, das sonst im Reich seinesgleichen sucht. Der württembergische Landtag, der Mitte des 15. Jahrhunderts entsteht, verabschiedet in Tübingen 1514 nach dem Bauernaufstand des Armen Konrad einen Vertrag zwischen dem Herzog, der Landschaft (Gesamtheit der Städte und Ämter) und den Prälaten, der die Machtverhältnisse zwischen Herzog und Landschaft bis ans Ende des 18. Jahrhunderts prägt. Die Prälaten und die Landschaft erklären sich in dem Vertrag bereit, ihren Beitrag zur Verringerung der herzoglichen Schulden zu leisten. Als Gegenleistung verbrieft ihnen der Herzog folgende Rechte:

  • Steuerbewilligung

  • Zustimmungsrecht bei Veräußerung von Landesteilen

  • Zustimmungsrecht bei Hauptkriegen

  • Grundrechte der Freizügigkeit und Gewährleistung von Person und Eigentum vor Willkür

Ausdrücklich sieht der Tübinger Vertrag 1514 vor, dass neue Herzöge diese Rechte jeweils neu zu verbriefen haben. Außerdem muss der Herzog das Recht der Landstände zur Beteiligung an der Gesetzgebung in gewissem Umfang anerkennen. (vgl. Fenske 1981, S.17f.)
In einer Verordnung vom April 1515 wird festgelegt, dass die Landtagsfähigkeit für Städte und Ämter auf die Stadtmagistrate übergeht. Aus jeder Stadt soll, so sieht es das Wahlverfahren vor, ein (bürgerlicher) Amtmann, ein Vertreter des Gerichts und ein Vertreter des Rats berufen werden. Für die Prälaten und Ritter aus den reichsritterlichen Besitzungen hält man an den herkömmlichen ungeschriebenen Verfahren fest.

1520/21 entsteht die so genannte Ausschussverfassung, die 1554 ergänzt wird. Zwei Ausschüsse sind seitdem an der Regierung beteiligt.

Allerdings repräsentiert der württembergische Landtag nur einen Teil der württembergischen Bevölkerung. Die Mitspracherechte, die er in der Politik erlangt, bleiben auf die städtische Oberschicht beschränkt. Nur etwa 60 der ca. 1200 württembergischen Dörfer erlangen die Landstandschaft und es dauert bis ans Ende des 18. Jahrhunderts, ehe sie über Gemeindeversammlungen und Amtsversammlungen einen gewissen Einfluss auf den Landtag erhalten. Dessen ungeachtet kommen in den Landtagen nicht nur die Interessen der Städte zum Ausdruck, denn dazu sind die Verbindungen von Stadt und Amt in der Regel zu eng. (vgl. ebd., S.18)

Die landständische Verfassung Württembergs stellt allerdings noch keinen Verfassungsstaat im modernen Sinne dar und der württembergische Herzog ist auch keineswegs ein Vorläufer der konstitutionellen Monarchie des späten 19. Jahrhundert. In Württemberg stehen sich Landesherr und Landschaft anders gegenüber als ein konstitutioneller Monarch und ein aus allgemeinen und gleichen Wahlen hervorgehendes Parlament. Insbesondere die Landschaft und ihre Institutionen sehen im Herzogtum Württemberg keinen Staat im übergeordneten Sinne. Für sie ist Württemberg "vielmehr ein »Land«, eine ältere, gewissermaßen gewachsene Gestalt des Gemeinwesens", die "nicht auf einem politischen System, sondern auf örtlicher, landsmannschaftlicher Zusammengehörigkeit, auf der Gemeinsamkeit von Handel und Wandel, auf der Gleichheit von Überlieferung und Herkommen" beruht. (Storz 1981, S.33) Zudem ist für sie das Gemeinwesen vor allem ein Kostenunternehmen. Genau so verstehen es wohl auch die Verfasser des Tübinger Vertrags, denen es vor allem darum geht, fürstlicher Misswirtschaft einen Riegel vorzuschieben.
Die Landschaft und ihre Vertreter verstehen sich und ihre Aufgabe zuallererst als Interessenvertretung von Behörden, die von einer vergleichsweise geringen Anzahl von Familien, meist über mehrer Generationen hinweg, personell besetzt werden. Wer die Landstandschaft erlangt, gehört zu einer politisch und sozial bevorrechtigen Gruppe. Die große Mehrheit des Volkes wird daher auch nur mittelbar von ihr vertreten. Fürst und Land ist ein schon im Tübinger Vertrag angelegter "Antagonismus", der von diesem Vertragswerk zugleich aber auch in geordnete Bahnen kanalisiert werden soll. Auf der einen Seite der herzogliche Landesherr mit seiner Regierung, dem Initiative und die Bewältigung landespolitischer Aufgaben allein obliegen. Auf der anderen Seite setzt das Recht zur Geld- bzw. Steuerbewilligung, das allein in die Hände der Landschaft gelegt ist, einem eigenmächtigen Vorgehen des fürstlichen Monarchen enge Grenzen, und macht die Landschaft "durch ihre finanzielle Präpotenz zur Nebenregierung" (ebd.) wird, die sich indessen am politischen Tagesgeschäft bei der Lösung von landespolitischen Aufgaben nicht beteiligt. So liegt zwar auch die Gesetzgebung ausschließlich in den Händen des Fürsten, der sich an göttliches Recht und das alte Herkommen zu halten hat, aber seine Fürstensouveränität ist deutlich eingeschränkt. Auch wenn der württembergische Herzog kein absoluter Herrscher ist, gilt Württemberg doch als "ein großartiges Denkmal des Absolutismus" (Lahnstein 1968, S.9), denn einige seine Fürsten sind überzeugt vom Geist des Absolutismus und verstricken sich aus diesem Grunde immer wieder in zähe Auseinandersetzungen mit den Landständen, mit dem Kirchenregiment und der Ehrbarkeit: "ein ständiges Kräftemessen, ein stilles, oft erbittertes Ringen, bisweilen ausbrechend in groben Rechtsbrüchen des Fürsten, oder ausgetragen in langen, mit Federfuchserfleiß und arger List geführten Prozessen; oft vertreten Fürst und fürstliches Kabinett den Fortschritt , während die Stände in der Regel auf Altehrwürdigem (alt, nicht immer und durchaus ehrwürdig) zäh verharren; immer sind die Fürsten geldbedürftig, meist ausgabenfreudig, bis zur irrsinnigen, aberwitzigen Verschwendung; fast immer zeigen sich die Stände haushälterisch bemüht, das Sach beieinander zu halten, sparsam bis zum Geiz." (ebd.)
So ist die Herrschaft der Fürsten in Württemberg, sehr zu ihrem Leidwesen doch beträchtlich eingeschränkt, zumal jeder neue Herzog, bevor ihm gehuldigt wird, die im Tübinger Vertrag von 1514 verbrieften Rechte der Landschaft mit seiner Unterschrift anerkennen muss. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen des Herzogs mit der Landschaft steht fast immer das Geld, und das den Landständen vorbehaltene Steuerbewilligungsrecht bringt die beiden Pole des Landes in einen Dauerkonflikt. Ursache dafür ist das kostspielige, in der Konkurrenz der europäischen Höfe stehende Repräsentationsbedürfnis des Fürsten, das Kosten verursacht, die das Steueraufkommen und Wirtschaftskraft des Landes immer wieder um ein Vielfaches übersteigen. Außer seinen privaten Einnahmequellen und der Kriegskasse, die von der herzoglichen Hof- und Rentenkammer verwaltet werden, kann der Herzog nicht eigenmächtig über Finanzmittel verfügen, solange jedenfalls, bis er sich auf anderem Weg, z. B. durch Subsidienverträge, eigene, von der Landschaft einigermaßen unabhängige Finanzquellen erschließen kann. Aber auch diese Mittel sind Anlass von Auseinandersetzungen zwischen dem Herzog und den Ständen, die sich darauf berufen, in auswärtigen Angelegenheiten des Landes mitreden zu dürfen. Für einen Herzog, der sich an der absolutistischen Herrschaft des Sonnenkönigs und seiner Nachfolger orientiert, sind dies alles natürlich Einschränkungen, die seinem eigenen Selbstbild und dem von ihm anvisierten absolutistischen Konzept von Herrschaft grundlegend widersprechen.
Wenn von Mitspracherechten der Landschaft die Rede ist, muss freilich klargestellt werden, dass die Landstände, die sich nur auf Geheiß des Herzogs versammeln dürfen, keineswegs als Volksvertretung im heutigen Sinne angesehen werden dürfen. Wer im Landtag Sitz und Stimme erhält, ist nicht vom Volk gewählt, sondern ist Vertreter eines bestimmten Standes bzw. der Ehrbarkeit im Lande, repräsentiert eine bestimmte Verwaltungseinheit wie z. B. Städte und Ämter, Verwaltungsbezirke, deren führende Funktionen von Mitgliedern der Ehrbarkeit bekleidet werden. Der „gemeine Mann“, gewöhnliche Untertan, wird von dieser Versammlung jedenfalls nicht repräsentiert.
Tritt ein Landtag auf Anordnung des Herzogs zusammen, geht es stets um Geld, aber auch um die Einhaltung der vom Herzog bei seinem Amtsantritt verbrieften Rechte der Landschaft wie z. B. die Religionsreversalien. So wenig die Herzöge ihrem eigenen Selbstverständnis nach darauf erpicht sind, von den Landständen in ihre Angelegenheiten dreingeredet zu bekommen, desto mehr ist die Landschaft daran interessiert, sich möglichst häufig als ebenbürtiger Partner im Wechselspiel von Fürst und Land zu positionieren. Zwar muss sie hinnehmen, dass der Herzog Landtage nach eigenem Gutdünken einberufen und wieder auflösen kann, aber mit der Kontrolle der landschaftlichen Finanzverwaltung besitzt sie ein Instrument zur indirekten Einflussnahme auf die Politik im Lande. Wer Steuern zahlen muss, ist der Landschaft und nicht dem Herzog steuerpflichtig und muss seine Steuern an die landschaftliche Finanzverwaltung abführen. Das sind vornehmlich direkte Steuern wie eine Grundsteuer, bei der der Reinertrag des Bodens veranlagt wird, eine Gebäudesteuer, die für den halben Kapitalwert eines Hauses erhoben wird und verschiedene Arten von Gewerbesteuern. Nach und nach allerdings werden indirekte Steuern immer beliebter, die dem Erfindungsreichtum ihrer Urheber keinerlei Grenzen zu setzen scheint. Insbesondere Herzog Carl Eugen bzw. seine Finanzexperten erweisen sich dabei als äußerst einfallsreich. Dazu müssen eine große Anzahl von Untertanen noch Frondienste leisten, die noch nicht in Renten umgewandelt worden sind. Und auch die Einquartierung von Militär mit kostenloser Verpflegung und Logis, die bis Carl Eugens umfangreichem Kasernenbau in seiner Ludwigsburger Zeit insbesondere den Städtern zwangsweise auferlegt wird, ist im Kern eine indirekte Steuer, die bei den betroffenen Bürgern immer wieder für Unmut sorgt. (vgl. Walter 1987, S.29ff.)
In der Zeit zwischen den Landtagen entscheiden zwei ständige Ausschüsse der Landschaft in Stuttgart, der große und der engere Ausschuss darüber, welche Finanzmittel dem Herzog zur Verfügung gestellt werden. Die praktischen Geschäfte werden dort in der Regel von drei juristisch kompetente Landschaftskonsulenten erledigt, die wohl auch als die einflussreichsten Wortführer der Ehrbarkeit im Lande angesehen werden dürfen. (vgl. Walter 1987, S.29f.)

Der Staatsaufbau des dualistischen Systems in Württemberg gleicht insgesamt einer Leiter: "die Sprossen der verschiedenen Verwaltungsebenen werden sowohl durch einen herrschaftlichen als auch einen landschaftlichen Holm zusammengehalten, bis hinauf zum Herzog mit dem Geheimen Rat bzw. dem Engeren Ausschuss der Landschaft. Zugleich präsentiert sich damit in Württemberg der Kommunalismus als Staatsprimzip. indem sich der Staat korporativ von den Gemeinden her aufbaut." (Wehling 1991, S.17)
In der Verfassungswirklichkeit haben allerdings nicht etwa die Gemeinden, sondern nur etwa 30 Familien das Sagen. Diese Oligarchie, die württembergische "Ehrbarkeit", wird damit auch zum wahren Gegenspieler der Herzöge. Zu ihr zählt, wer ein Amt in der Gemeinde, der Landschaft, der Staatsverwaltung, der Kirche oder auch der Universität innehat. Ohne Ausbildung, Besitz und verwandtschaftliche Beziehungen ist indessen kein Amt zu erlangen, so dass sich das eine stets aus dem anderen ergibt. Die Vorstellung der Ehrbarkeit, was den württembergischen Staat ausmacht, steht dabei absolutistischen Vorstellungen vom Territorialstaat klar entgegen. Die Ehrbarkeit und die württembergischen hohen Beamten sehen im Staat eben "kein einheitliches, sondern immer noch eher ein körperschaftliches Gebilde", in dem jede Körperschaft gewisse unveräußerliche Rechte besitzt. (vgl. Vann 1986, S.210)  1514 ist nicht abzusehen, wie sich die Landschaft weiterentwickeln würde. Daher findet sich im Tübinger Vertrag auch kein Passus, der eine Rechenschaftspflicht der Landschaftsausschüsse gegenüber der Landschaft vorsieht. Sie wird erst später eingeführt und dann auch vor dem Landtag erfüllt. Da den Ausschüssen zugleich noch das Recht zur Selbstergänzung, der autonomen Zuwahl, eingeräumt wird, bilden sich  "innerhalb der Ausschüsse Cliquen bestimmter Familien, ja über Generationen hinweg gleichsam Familiendynastien", die ihren Angehörigen hinreichende Möglichkeiten verschafft, "Untunliches zu vertuschen". Auf nichts anderes zielt das Wort »Vetterleswirtschaft« (Storz 1981, S.34), der wenigen hundert Familien, die sich "in dem engen Ländchen zwischen Lauffen und Balingen, Hornberg und Lorch" bestens kennen, "vielfach versippt und verschwägert" sind,  "Bas und Vetter die ganze Gesellschaft" (Lahnstein 1968, S. 10)
Der Grund, weshalb die "Ehrbarkeit" eine so herausragende Rolle in Württemberg einnehmen kann, ist die Tatsache, dass "das Herzogtum Württemberg ein adelsfreies Land" ist. (Wehling 1991, S. 17) Es gibt im Land eigentlich keinen landsässigen Adel mit größerem Grundbesitz (vgl. Wintterlin 1907, S.172). Das unter herzoglicher Verwaltung stehende Kammergut und das Kirchengut sind die eigentlichen Grundeigentümer in Württemberg. Die Reichsritterschaft, deren Güter auch inmitten des landesherrlichen Territoriums liegen bewahren sich ihre Reichsunmittelbarkeit und geraten daher auch nicht in eine lehnsrechtliche Beziehung zum württembergischen Herzog. Sie sind keine Untertanen des Herzogs und erlangen damit auch die württembergische Landstandschaft nicht. Versuche des Herzogs, reichsritterschaftliche Gebilde von solchen Reichsrittern, die außerhalb des Landes leben, seiner herzoglichen Gewalt, zumindest seiner Steuer- und Militärhoheit, einzuverleiben, gelingen, da die Reichsritter beim Kaiser Hilfe finden, nicht. (vgl, ebd., S.188)
Wer im Herzogtum adelig ist, steht als landfremder Adeliger im Dienst des Herzogs oder ist ein von diesem in den Adelsstand erhobener (nobilitierter) Beamter oder Offizier. Erst später, nach den territorialen Zugewinnen im Zeitalter Napoleons kommen mächtige Adelsfamilien ins Land: Fürsten, Grafen und Ritter, die ursprünglich über keinen Grundbesitz im Land verfügt haben.
Unter der Herrschaft von »Herzog Eberhard Ludwig (1676 - 1733) wird der Einfluss der Landstände mit ihren 69 weltlichen und 14 kirchlichen Deputierten für einige Zeit zurückgedrängt. Sie müssen 1724 in ihrem Streit mit dem Herzog um die Finanzierung eines stehenden Heeres, der seit 1698 währt, nachgeben und scheinen damit in Bedeutungslosigkeit zu versinken. (vgl. Sting 2005, S.495). Doch als der Herzog im Oktober 1733, ohne einen leiblichen Erben zu hinterlassen, überraschend an einem Schlaganfall stirbt, geraten die absolutistisch geprägten Machtansprüche seiner Nachfolger unter den wieder erstarkten Landständen bald ins Wanken. Ehe die (protestantischen) Landstände den neuen katholischen »Herzog Carl Alexander (1664-1737) anerkennen, lassen sie ihn zu verschiedenen Zeitpunkten fünf Mal die so genannten Religionsreversalien unterzeichnen, mit denen er die Rechte der württembergischen Landeskirche anerkennen muss. Erst danach sind sie bereit, ihm zu huldigen. "In diesen Reversalien verpflichtete sich der Herzog, das rechtliche und faktische Monopol der evangelisch-lutherischen Religion im Herzogtum [...] aufrechtzuerhalten und zu sichern, nichts Katholisches, weder in Bauten und Bildern, noch im Alltagsleben, wie Prozessionen und öffentlichen Versehgängen, vor allem nicht das 'soviel Unruhe erregende Simultaneum Catholicum' zu dulden oder neu einzuführen und selbst den 'allergeringsten actus eines catholischen Gottesdienstes' außer dem Privatgottesdienst des Herzogs zu verhindern. In letzter Stunde war es den Ständen [auch] gelungen, die Besetzung aller Beamtenstellen mit evangelischen Landeskindern garantieren zu lassen, deren Absetzung nach einer Konversion vorzusehen, den evangelischen Prälaten wieder Sitz und Stimme im Landtag zu sichern und den Herzog [im Tausch] gegen eine neu zu bauende private Kapelle zum Verzicht auf die bisherige Hofkapelle in Stuttgart zu bewegen. Ein Vierteljahr später erreichten die Stände auch die Übertragung der landesherrlichen Rechte über die evangelische Kirche auf den Geheimen Rat. Zum gänzlichen Verzicht auf das Besetzungsrecht der Pfarreien konnte sich der Herzog aber nicht entschließen." (Uhland 1984, S.228f. zit. n. Sting 2005, S.150f.)
Somit ist der Traum einer absolutistischen Fürstenherrschaft in Württemberg wieder für einige Zeit verflogen, die Ehrbarkeit in ihre schon verloren geglaubten Machtpositionen, stärker denn je, zurückgekehrt. Erst nach der Unterzeichnung einer entsprechenden Urkunde kann der neue Herzog die Huldigung seiner beiden Residenzstädte Stuttgart und Tübingen Ende Januar/Anfang Februar 1734 entgegennehmen. Von Ludwigsburg ist als dritter Residenzstadt ist zu diesem Zeitpunkt offenbar schon keine Rede mehr, denn der neue Herzog verlegt seine Residenz schon während der Trauerzeit um den verstorbenen Fürsten wieder nach Stuttgart, lässt die weiteren Ausbauarbeiten am Ludwigsburger Schloss stoppen und verfolgt weiter keine städtebaulichen Ambitionen in Ludwigsburg. Dem Baumeister Frisoni und dem Unternehmer Retti wird der Prozess gemacht und die Angehörigen der im Land verhassten Grävenitz-Partei* werden verhaftet. Aber, auch wenn Herzog Carl Alexander "von einem ausgesprochen absolutistischen Selbstverständnis und Machtanspruch" erfüllt ist (Sting 2005, S.155), kann er diese wohl auch wegen seiner häufigen Abwesenheit als Truppenführer des Kaisers und wegen der bei seiner Herrschaftsübernahme wiedererstarkten Landschaft nicht ohne weiteres erreichen. Zudem sind die Landstände kaum gewillt, die enormen Kosten der barocken Hofhaltung des Herzogs, der dazu noch die Schulden seines Vorgängers übernommen hatte, zu übernehmen, so lange der Herzog durch seine Weigerung, einen Landtag einzuberufen, das Mitspracherecht der Landstände nicht in vollem Umfang anerkennt. Ohne die Genehmigung und Bewilligung der Landschaft einzuholen, will der Herzog 1735 nach dem Friedensschluss im »Polnischen Thonfolgekrieg (1733-1735), in dem er an der Seite des Kaisers in Wien gegen Frankreich, Spanien und Sardinien zu Felde zieht, auch in Friedenszeiten ein stehendes Heer von 12.000 Mann halten. Ein stehendes Heer gibt es in Württemberg zwar schon seit 1673, aber seine Truppenstärke beläuft sich um 1740 herum nur etwa auf 2.5000 Mann, eine kleine Truppe, mit der weder außen- noch innenpolitisch betrachtet, wirklich Staat zu machen ist. Über die Hälfte der Soldaten tut als Hausdragoner in der herzoglichen Residenz Dienst, sorgt dort für den Schutz des Landesherrn und die Sicherung der Stadtgrenzen. Da noch kein nennenswerter Kasernenbau stattfindet, ist die Truppe meistens in Privatquartieren untergebracht. (vgl. Alt Bd. I, 2004, S.27)
Um die Aufstockung der Truppenstärke im stehenden Heer zu erreichen, agiert Herzog Carl Alexander an den Ständen vorbei, versucht "über die Amtsversammlungen im Lande und durch säbelrasselnde Drohungen seiner Generäle zum Ziel zu gelangen." (Schönleber, S.90, zit. n. Sting 2005, S.152)  Als im Land zudem auffällt, dass der Herzog immer mehr Katholiken zu Offizieren seines Heeres ernennt, macht schnell das Gerücht von einer möglichen Rekatholisierung Württembergs die Runde. Wenn auch dieses Ziel weder vom Herzog noch von der päpstlichen Kurie angesichts der Machtverhältnisse im Land und im Reich angestrebt wird, der Herzog hält sich nämlich strikt an die Religionsreversalien, will Herzog Carl Alexander doch eine Verfassungsänderung herbeiführen, die den Dualismus von Fürst und Land, das Machtverhältnis von Fürst und Ehrbarkeit, neu bestimmen soll. Allerdings gelangt er dabei schnell zur Einsicht, dass daran offenbar wenig zu rütteln ist und seine ihm verbleibende Lebenszeit setzt diesem Ansinnen bald ein Ende.
Letzten Endes aber bleibt aber auch ihm nichts anderes übrig, als im Mai 1736 die Landstände nach Ludwigsburg einzuberufen. Zu der von ihm angestrebten Verfassungsänderung kommt es indessen nicht mehr. Im März 1737 stirbt Herzog Carl Alexander und hinterlässt seine 21 Jahre jüngere Frau »Maria Augusta Sophia von Thurn und Taxis (1706-1756) mit den gemeinsamen 5 Kindern, von denen die Söhne alle Namen Eugen tragen, zu Ehren des »Prinzen Eugen (1663-1736), den der Herzog glühend verehrt hatte. Von dem Zweitnamen Gebrauch machen die Söhne allerdings später nicht. Als ihr Vater stirbt, sind die Kinder zwischen 2 und 9 Jahren alt: Carl Eugen (geb. 1728), Ludwig Eugen ( geb. 1731), Friedrich Eugen (geb. 1732), Alexander (geb. 1833, gest. 1734), Augusta Elisabeth (geb. 1734). Der 1729 zweitgeborene Sohn Eugen Ludwig war schon bald nach der Geburt verstorben. In den weiter schwelenden Auseinandersetzungen mit der Ehrbarkeit wird ihr allerdings schnell jeder Einfluss auf die politischen Geschicke des Landes sowie die Erziehung ihrer Söhne genommen. Die Söhne werden 1741, ihrer persönlichen Sicherheit wegen, zur Erziehung an den Hof des Preußenkönig »Friedrich II.(1712-1786), des Großen, in Potsdam gebracht. Mit Hilfe Friedrichs des Großen setzt sie im Januar 1744, einen Monat vor seinem sechzehnten Geburtstag, die vorzeitige Volljährigkeitserklärung von Carl Eugen und damit seine Regierungsfähigkeit durch. Auf dem Weg nach Hause in sein Herzogtum verlobt er sch mit der noch nicht einmal zwölfjährigen Ansbacher Prinzessin »Elisabeth Friedrike Sophia von Brandenburg-Bayreuth (1732-1780), eine Verbindung, die angesichts des evangelischen bzw. reformierten Glaubensbekenntnisses der künftigen Herzogin die Zustimmung der württembergischen Ehrbarkeit findet, zumal sie sich wegen der besonderen Beziehungen des neuen Herzogs zu Preußen eine "Verminderung des österreichischen Einflusses auf das württembergische Herzogtum" erhofft (Sting 2005, S.482f.). Wie sein Vater Carl Alexander unterzeichnet der junge Herzog die Religionsreversalien und erkennt den Tübinger Vertrag von 1514 an, ohne wohl im Geringsten abschätzen zu können, wie sehr in diese Akte in seiner Hofhaltung und Regierungspraxis einschränken würden. Allerdings trachtet Carl Eugen, nichtzuletzt wegen seiner pompös verschwenderischen Hofhaltung und seiner absolutistischer Repräsentationslust unterworfenen "Bauwut", die ihn stets von der Bewilligung von Finanzmitteln durch die Landstände abhängig machten, schon bald darauf, eigene Finanzquellen zu erschließen. Nach den ersten sieben Jahren seiner Regierungszeit, die im Großen und Ganzen ohne allzu große Konflikte zwischen ihm und der Landschaft verstreichen, kündet die Aufnahme eines ungewöhnlich hohen Kredites von 200.000 Gulden, die der Herzog von dem französischen Philosophen und gut dotierten Kammerherrn am preußischen Hof »Voltaire (1694-1778) geliehen bekommt, davon, dass er junge Herzog nunmehr gewillt ist, die Grenzen seiner Herrschaft stärker auszuloten. Die Sicherheit, die er dem wegen unerlaubter Wertpapiergeschäfte mit sächsischen Staatsschuldverschreibungen in die Kritik geratenen Gläubiger für die private Anleihe bietet, tangieren die Landschaft nicht. Es handelt sich nämlich um linksrheinische Besitzungen, die von der Verwaltung und der Landschaft unabhängig sind. Doch damit ist der hohe Finanzbedarf des gerade in seine "wilden Jahre" gekommenen Herzogs nicht gedeckt. Mit einem Subsidienvertrag mit Frankreich, das ihn gegen die Zahlung von beträchtlichen Geldsummen im Bedarfsfalle zur Stellung eines Heereskontingents an der Seite Frankreichs  verpflichtet, gewinnt Carl Eugen für geraume Zeit finanziellen Spielraum.  Am 4. September 1752 ist der Vertrag unter Dach und Fach, zu dem Herzog Carl Eugen sogar von Preußen, das zu diesem Zeitpunkt noch mit Frankreich verbündet ist, geraten worden war. Für die Stellung eines Subsidienheeres in der Truppenstärke von 6.000 Mann - dreimal so groß wie das gesamte württembergische Heer dieser Tage - zahlt Frankreich auf die Dauer von 6 Jahren 130.000 fl. Hilfsgelder. Sozusagen über Nacht ist Württemberg damit in den Machtpoker der Großen einbezogen. Dies erkennen auch die Landstände, die ihrem Unmut darüber, dass sie in diesen ersten außenpolitischen Auftritt des Herzogs nicht einbezogen werden, deutlich artikulieren. Zudem sehen sie sich zu dieser Zeit eher an der Seite des Kaisers in Wien als an der Seite des französischen Königs. Ihr Protest dagegen bleibt freilich wirkungslos. (vgl. Sting 2005, S.444)
Der Herzog verprasst die französischen Hilfsgelder mit seiner Verschwendungssucht und denkt nicht im entferntesten daran, Soldaten für den Bedarfsfall auszurüsten. Als 1756 der »Siebenjährige Krieg (1756-63) ausbricht, hatten sich die Mächte schon längst neu aufgestellt. Frankreich, das 1756 mit Großbritannien in Nordamerika in kriegerische Auseinandersetzungen gerät, fordert im gleichen Jahr das württembergische Subsidienheer an. Man will in Versailles auch auf dem Festland mit dem "Rest der (europäischen) Welt", namentlich Österreich und Russland, im Krieg gegen die Briten (der englische König Georg II. ist zugleich Kurfürst von Hannover!) und das von Österreich außenpolitisch isolierte Preußen »Friedrichs II.(1712-1786) mitmischen und in der kriegerischen Auseinandersetzung eigene Ziele, z. B. die Eroberung Hannovers als Faustpfand, verfolgen. Doch nicht nur das Subsidienheer, den der französische Einsatzbefehl im Frühjahr 1757 erreicht, bringt den Herzog und das ganze Land in Bedrängnis. Denn, nachdem der Reichstag in Regensburg wegen des Überfalls Preußens auf Sachsen im Sommer 1756, den Reichskrieg gegen den Preußenkönig Friedrich II. erklärt, muss Württemberg weitere knapp fünfzehnhundert Soldaten für die Truppen des Schwäbischen (Reichs-)Kreises zur Verfügung stellen. Damit steht der Herzog mit dem Rücken zur Wand. "Nichts war vorhanden, weder Soldaten, noch Montur, noch Waffen, noch Munition." (ebd.) Ihm bleibt, da in Württemberg Truppen nur für den Fall der Landesverteidigung ausgehoben werden dürfen, nur der offene Verfassungsbruch, um seine Verpflichtungen zu erfüllen und den weiteren Zufluss von Hilfsgeldern zu garantieren. Klar auf diesen zusteuernd, aber wohl auch "unter völliger Verkennung der politischen Vorgänge in Europa" (ebd., S. 190), erneuert er sogar im Jahr 1757 den Subsidienvertrag mit Frankreich. Im offenen Verfassungsstreit mit der Landschaft veranlasst Carl Eugen darauf hin die Mobilmachung, der allerdings kaum jemand freiwillig Folge leistet. Die Zwangsaushebung und brutale Pressung junger Männer in sein Heer, die er von Philipp Friedrich Rieger (1722-1782), einem der Taufpaten Friedrich Schillers, durchführen lässt, zeichnen das menschenverachtende Antlitz eines Tyrannen und seines "Hundes" und "Landesschinders", wie die Leute sagen, im Offiziersrock eines Oberst. Mit brutalen und groß angelegten Menschenjagden auf Bauern, kleine Handwerker und Tagelöhner, stampft er die 6.000 Mann zählende Truppe aus dem Boden. Drei solcher Menschenjagden am 3.Mai, 7. Juli und 27. Oktober 1757 bringen aber nur 2.700 Mann zusammen. (vgl. ebd., S. 191) Aber daneben wird noch eine nur dem Anschein nach freie Werbung von Soldaten praktiziert. Dem preußischen Vorbild folgend greifen seine Werbeoffiziere Männer besonders gern in Wirtshäusern oder bei Dorffesten und sonstigen Tanzveranstaltungen auf, wenn sie betrunken sind. Dann werden sie kurzerhand eingesperrt und so lange ohne jegliche Nahrung festgehalten, bis sie sich "freiwillig" anwerben lassen.(vgl. Safranski 2004, S.19) Außerdem werden die Oberämter verpflichtet eine bestimmte Anzahl von Rekruten für ein unbedeutend geringes Handgeld von 15 Gulden zu "werben" und abzuliefern. In Stuttgart und in Ludwigsburg, wo der Herzog um Fahnenflucht zu verhindern, den Bau der Stadtmauer ohne jedwede Verteidigungsfunktion zur gleichen Zeit forciert (vgl. Sting 2005, S.450f.), werden die meist vom Lande stammenden Bauernsöhne, Tagelöhner und kleinen Handwerker im Schnelldurchgang oberflächlich ausgebildet. Wer desertiert, und Desertationen sind eine fast massenartige Erscheinung, wird mit einer Denunziationsprämie von 18 Gulden der Öffentlichkeit zur Treibjagd ausgeschrieben. Zum Teil entzündet sich daraus ein regelrechtes "Jagdfieber": Glocken rufen zur Treibjagd auf den Verdächtigen auf, Wege werden versperrt, Brücken bewacht und Heuhaufen werden mit Heugabeln durchstochert. (vgl. Safranski 2004, S.19) Trotzdem lassen die gegen ihren Willen in den Soldatenrock gepressten Soldaten keine Gelegenheit aus, dem verhassten Heer den Rücken zu kehren. Als sich ein französischer Abgesandter Ende Juni 1757 erstmals das Leibregiment Poitier vorführen lässt, laufen die Männer haufenweise davon und verstreuen sich im Land. Über tausend Soldaten desertieren. Ganz gegen seine sonstigen Gepflogenheit, gegen Deserteure rücksichtslos vorgehen zu lassen, gewährt der Herzog, um ein noch größeres Desaster zu vermeiden, einen Generalpardon für alle zur Truppe zurückkehrenden Deserteure. Trotzdem 360 Mann sind untergetaucht oder außer Landes geflohen und so sorgt erst die zweite Zwangsaushebung am 7. Juli dafür, dass sich unter dem Kommando des Herzogs die annähernd 6.000 Soldaten des Subsidienheeres aufmachen, um in Schlesien gegen die preußischen Truppen in den Kampf zu ziehen. (vgl. Sting 2005, S.191) Aber auch auf dem Marsch dorthin gehören Desertationen zum Alltag der zusammengewürfelten, schlecht ausgebildeten und miserabel bewaffneten Truppe, der auch mit zahlreichen standrechtlichen Erschießungen von Fahnenflüchtigen nicht beizukommen ist. Vor Linz setzen sich noch einmal Hunderte ab, ehe die Truppe Mitte Oktober den Kriegsschauplatz erreicht. Die erfolgreiche Belagerung von Schweidlitz, das sich am 13. November den württembergischen Regimentern ergibt, veranlasst den Herzog freilich zu der falschen Annahme, dass damit der Krieg schon wieder beendet sei. Er reist kurzerhand wieder nach Württemberg ab, lässt sich dort am 7. Dezember sogar noch als erfolgreicher Feldherr feiern, ehe die Nachricht vom preußischen Sieg in der Schlacht bei Leuthen am 5. Dezember 1757 Württemberg erreicht. Die katastrophale Bilanz: 134 tote württembergische Soldaten, 160 Verwundete, 124 in feindlicher Gefangenschaft und dazu noch 1.832 Vermisste, im Klartext desertierte Männer, die sich angesichts der preußischen Überlegenheit weigern, Kanonenfutter zu werden. Im böhmischen Winterlager durch Fieber und andere Krankheiten um weitere 600 württembergische Männer dezimiert, zieht sich das kaum noch 2.000 Soldaten zählenden württembergische Korps Anfang April 1758 in die Heimat zurück, wo es "zerlumpt, hungrig, verlaust, krank und ohne Mäntel" (ebd., S. 192) vom Herzog am 27. April in Feldherrnpose in Augenschein genommen wird. In der Folgezeit gilt es das Subsidienheer, zumal die Franzosen den Geldhahn zuzudrehen drohen, schnell wieder auf die Sollstärke von 6.000 Mann zu bringen. Mit seinem Deserteurattrapierungsreskript (Einfang-Reskript), das den Untertanen das Einfangen von Deserteuren als Frondienst zur Pflicht macht und ihnen bei Erfolg eine Kopfprämie con 15 Gulden zusichert, im Falle des Nichteinfangens aber mit Strafe droht, sowie "städtebaulichen Maßnahmen" gegen das Weglaufen der Soldaten bringt Oberst Rieger die erforderlichen 6.000 Mann bis Anfang Juni 1758 wieder zusammen. Allerdings kommt es in diesem Jahr zu keinem weiteren Kampfeinsatz der württembergischen Truppen, auf deren Verwendung der befehlshabende französische Prinz angesichts der schlechten Erfahrungen mit ihnen in der Vergangenheit verzichtet. So kehrt die Truppe bald nach ihrem Ausrücken wieder in die Heimat zurück und wird auf Anweisung des Herzogs bis zum Ende des Winters zwangsweise in bürgerliche Häuser der Städte Stuttgart und Ludwigsburg einquartiert. Noch einmal will Carl Eugen die Karte eines lukrativen Subsidienvertrags mit Frankreich spielen, muss aber anstelle des 1768 auslaufenden Vertrags eine weitaus höhere Truppenstärke (erst 8.670, dann 12.000 Mann) garantieren. Doch mit dem, was der Herzog dafür tut, sind die Franzosen nicht einverstanden, sie kündigen kurzerhand den Vertrag und bringen damit die wichtigste Geldquelle Herzog Carl Eugens zum Versiegen. Zwar schließt dieser danach noch einen Subsidienvertrag mit Österreich, doch auch der dritte Feldzug, an dem die württembergischen Truppen, nun an der Seite Österreichs gegen Preußen kämpfend, endet ohne die erhofften militärischen Erfolge. Bei Magdeburg stehen sich dabei sogar zwei Brüder im Kampf gegenüber: Friedrich Eugen, der vier Jahre jüngere Bruder des württembergischen Herzogs, steht dabei einem Regiment vor, das ihre Mutter, Elisabeth Friedrike Sophia von Brandenburg-Bayreuth 1742 dem Preußenkönig »Friedrich II.(1712-1786) überlassen hatte. Friedrich Eugen (1732-1797), der von Friedrich dem Großen auf dem Schlachtfeld von Leuthen zum Generalleutnant der Reiterei ernannt worden war, kann seinen älteren Bruder bei ihrem militärischen Aufeinandertreffen unter großen Verlusten zurückdrängen. Zugleich enden damit auch die militärischen Operationen der Württemberger im Siebenjährigen Krieg, der ihnen fast nur Niederlagen bereitet hatte. (vgl. ebd., S. 193ff.)
Aber auch nach dem Ende des Krieges ist Carl Eugen nicht bereit, die Ausgaben für sein Heer dauerhaft zu senken. Mehr noch: Durch seine erwachende Vorliebe für die Kunst, das Theater, das Ballett und die Oper, sowie seine unzähligen Feste führt er ein überaus verschwenderisches Leben, das er mit seinem absolutistischen Herrschaftsanspruch und Imponiergehabe stets als gerechtfertigt ansieht. Und immer geht es dabei ums Geld, das zu bewilligen ihm die Landstände angesichts der ihnen während des Krieges auferlegten Lasten nicht bereit sind. Doch das Kriegsregiment hatte Carl Eugens Position gegenüber den Ständen gestärkt, zumal er schließlich gegen die Garantiemächte der Religionsreversalien zu Felde gezogen war. Während des Krieges hatte er den schwächelnden Landständen zudem das so genannte Staats- und Kabinettsministerium mit von ihm abhängigen Mitgliedern wie dem Grafen Montmartin vorgesetzt, mit dessen und Oberst Riegers Hilfe er seine massiven Geldforderungen und seinen Hunger nach Soldaten durchsetzen kann. 1759 scheut er sich nicht, den Gebäudekomplex der Landschaft von Soldaten der Stuttgarter Garnison umstellen zu lassen, um die Herausgabe von 30.000 Gulden aus der Landeskasse zu erzwingen. Und noch ein weiteres Mal ist Oberst Rieger im Auftrag des Herzogs, aber ohne Einsatz von Truppen, damit im gleichen Jahr erfolgreich. Aber je mehr Geldquellen der Herzog und seine Beamten auch immer jenseits jeder Legalität für Carl Eugen sprudeln lassen, so sehr wächst auf der anderen Seite der Unmut der Ehrbarkeit über die Missachtung ihrer Rolle. Und auch die evangelischen Garantiemächte können nach einiger Zeit ihr Gewicht wieder deutlicher in die Waagschale werfen. Doch der Herzog scheint, abgeschirmt von "heimtückischen Schmeichlern wie Montmartin (im Februar 1758 berufen) und Wittleder (1757 zum Rat berufen)" (ebd., S. 452), die veränderte Wirklichkeit nicht wahrzunehmen. Systematisch arbeitet er daraufhin, die württembergische Ehrbarkeit zu entmachten, will dazu die württembergischen Ämter der Zentralregierung unterstellen und durch neu zu schaffende Unterämter, die von ihm ernannten Unteramtmänner verwaltet werden sollen, will er sich stärkeren Einfluss auf die Amtsversammlungen schaffen. (vgl. ebd.),alles in allem eine weitere "Kriegserklärung" an die Adresse der württembergischen Ehrbarkeit, ebenso wie das von dieser abgeschmetterte herzoglich Konzept einer sozial abgestuften Vermögenssteuer. Trotz ihrer wiederholten Kränkung und offenen Missachtung kann sich die Ehrbarkeit aber nie zu einer Revolte gegen den Herzog mit dem Ziel seiner Absetzung entschließen. Das liegt zum einen an ihrem Verständnis von Loyalität, zum anderen an ihrem langen Atem, der es zulässt, solange zu warten, bis sich ihre Beschwerden in einem wieder zur Ruhe gekommenen Europa auch auf dem Rechtswege würden durchsetzen können. So dauert es nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges auch nicht lange, bis sich die Gesandten der Garantiemächte am Stuttgarter Hof die Klinke in die Hand geben, um sich über die Beschwerden der Stände ein eigenes Bild machen zu können. Im Juli 1764 reichen die württembergischen Landstände am Reichsgericht Klage gegen ihren Herzog ein und geben damit den Startschuss zu einem für das Reich einmaligen Rechtsstreit von Untertanen gegen ihren regierenden Landesfürsten. (vgl. Walter 1987, S.241f., vgl. Sting 2005, S.453) Drei Forderungen soll Carl Eugen der Anklage nach erfüllen. Er soll

  • den von ihm inhaftierten Landschaftskonsulenten »Johann Jakob Moser (1701-1785), einem der Wortführer der württembergischen Ehrbarkeit, aus seiner Haft auf dem Hohentwiel entlassen, wo ihn Carl Eugen seit 1759 festgehalten hat

  • auf repressive Maßnahmen gegen die Landschaft verzichten

  • seine Versuche einstellen, die neue Vermögenssteuer mit Hilfe von Soldaten eintreiben zu lassen

Zunächst zeigt sich der Herzog eher unerbittlich. Er kündigt die Verlegung seines Hofes nach Ludwigsburg an, lässt die Gesandten der Garantiemächte mehr oder weniger "abblitzen" und verschärft sogar noch die Methoden zur Steuereintreibung. Doch als schon nach zwei Monaten, am 6. September 1764 ein vorläufiges Dekret aus dem kaiserlichen Wien eintrifft, das den Forderungen der Landschaft Recht gibt, muss Carl Eugen, der jede Unterstützung in Europa verloren hatte, wenn auch zögerlich, einlenken. Am 25. September entlässt er Moser wieder in die Freiheit und beruft am gleichen Tag, allerdings später als es das Dekret gefordert hatte, den Landtag ein, den er freilich einige Wochen untätig tagen lässt, ehe er ihm seine Forderung nach 800.000 Gulden für Militär und die Wiedererrichtung des Mitte November teilweise abgebrannten Stuttgarter Schlosses auf den Tisch legt.

Herzog Carl Eugen (1728-93) bekommt es mit dem württembergischen Landtag insbesondere zwischen 1763 und 1779 (= Siebenjähriger Landtag) zu tun. Im Verfassungskampf, der nicht nur im Plenum des Landtages und in den Ausschüssen, sondern auch vor dem Reichshofrat in Wien geführt wird, geht es am Anfang zwar hauptsächlich um das Militärwesen, im Allgemeinen allerdings um die Abwehr absolutistischer Ansprüche des Herzogs durch die Stände. Mit dem Erbvergleich von 1770, der von England, Preußen und Dänemark garantiert wird, muss der Herzog die alten Rechte der Landstände neu bestätigen und den Landtag und die Ausschüsse als "corpus repraesentativum des gesamten lieben Vaterlandes" anerkennen. In der Folgezeit kann der Landtag indessen seine gewonnene Popularität nicht in politische Stärke umsetzen, sondern verspielt jene durch seine Tendenz zu einem eigenen Absolutismus, durch Geheimniskrämerei und Vetternwirtschaft. (vgl. ebd., S.19)
Im Erbvergleich muss der Herzog auch die traditionelle Bedeutung des Geheimen Rats anerkennen und versprechen "den Geheimen Rat beständig zu erhalten, und selbigen mit qualifiziertem und dem Lande selbst wohl affektionierten Personen, sie S.H. Durchlaucht solche nach Ihrem freien Belieben dazu erkiesen und verordnen werden, denen Landesverträgen und Reversalien gemäß zu besetzen, auch dabei auf Landeingesessene, wenn sie hiezu tüchtig nach gleichmäßigem Inhalt der Landcompactaten vorzüglich gnädigste Reflexion zu machen und dass derselbe dahin verpflichtet sein solle gnädigster Herrschaft und allgemeiner Landschaft Nutzen zu schaffen, Schaden und Nachteil aber zu warnen und zu wenden." Zudem versichert der Herzog "in allen Staats- und Landesangelegenheiten denselben collegialiter vernehmen, dessen Rath und Gutachten dabei erfordern und dasjenige so denen Landesverträgen gemäß ist, entschließen zu wollen." (CL. I, grav. II, subm. 2, §1 und §3, zit. n. Wintterlin 1907, S.171) Der Erbvergleich ordnet zudem alle übrigen Kollegien dem Geheimen Rat unter und legt fest, dass Berichte über Angelegenheiten, die vom Herzog zu entscheiden sind, zunächst an den Geheimen Rat zu gehen haben. Erst dann werden sie mit dem Antrag des Geheimen Rats zu der betreffenden Angelegenheit an den Herzog zur Entscheidung weitergeleitet (§4). Diese Regelung gilt indessen nicht für den Kriegsrat, der dem Herzog auch weiterhin direkt unterstellt bleibt. Allerdings können die Geheimen Räte nach dem Erbvergleich nun jederzeit die Berichte der Gesandten aus dem Ausland und dem Reich einsehen (§5). Die neue "Geschäftsverteilung" wirkt sich noch weiter aus: Seit dem Erbvergleich wird kein Unterschied mehr gemacht zwischen Reservatssachen, Angelegenheiten, die vom Herzog zu entscheiden sind, und Sachen, über die die jeweils zuständigen Kollegien in eigener Verantwortung selbst entscheiden können. Fortan muss der Herzog von allen Entscheidungen unterrichtet werden und er kann alle Entscheidungen an sich ziehen, sofern er das will. Im Allgemeinen verfährt man jedoch so, dass der Geheime Rat bei der Weiterleitung einer Angelegenheit an den Herzog dessen Antwort in Form eines Dekrets an den Geheimen Rat vorformuliert und nur noch zur Unterschrift vorlegt. (vgl. ebd.)

ERLÄUTERUNGEN

Das württembergische Amt stellt eine "Institution zwischen Gemeinde und Staat" dar, die als Körperschaft sowohl dem Staat als auch den Bewohnern des Bezirks verantwortlich ist.  Für die Zentralregierung und als Mitglied der Landschaft (z. B. als Wahlkreis für den Landtag) ist das Amt eine Verwaltungsbehörde, für die Einwohner des Bezirks eine politische Körperschaft mit autonomer Verwaltung, die Grundbesitz erwerben, Steuern erheben (den sog. "Amtsschaden") und für Gesundheit, Arme, die Feuerwehr und die Instandhaltung von Wegen und Brücken sorgt. (vgl. Vann 1986, S.220)

*Grävenitz-Partei:

Die im mecklenburgischen Güstrow geborene »Wilhelmine von Grävenitz (1686-1744) ist über 20 Jahre lang die Mätresse von Herzog Eberhard Ludwig (1676-1733) gewesen; von ihrem älteren Bruder Wilhelm Friedrich von Grävenitz (1679-1754), der als Kammerjunker am Hof des Herzogs ist, wird sie an den württembergischen Hof gebracht und dort vom Hofmeister Schafforst, der seit 1693 Hofmarschall und Geheimer Rat ist, als Teil einer Intrige, die seine eigene Machtposition flankieren soll, mit dem Herzog, der eine reine Vernunftehe eingegangen war, "verkuppelt". Auf seiner Flucht vor der Franzosen im Jahre 1707 in die Schweiz gibt der Herzog seiner Mätresse ein Eheversprechen und lässt sich Ende Juli des gleichen Jahres in dem württembergischen Örtchen Oberhausen bei Bodelshausen von einem Theologiestudenten "kirchlich zur rechten Hand" trauen. Der Herzog, der die Anerkennung dieser Doppelehe durch den Geheimen Rat erwartet, erhebt Wilhelmine von Grävenitz zur Gräfin von Urach und setzt ihr in einem Ehevertrag jährlich 10.000 Gulden und eine jährliche Zahlung (Apanage) für möglicherweise geborene Kinder aus, um ihr und ihnen einen standesmäßiges Leben zu ermöglichen. Doch nicht nur seine Ehefrau Johanna Elisabetha gerät darüber in Aufregung und verweigert die Scheidung, sondern auch im ganzen Land herrscht darüber helle Empörung. Die Klage. die Elisabetha und ihr Vater beim Kaiser In Wien gegen diese Doppelehe führen, zwingen Eberhard Ludwig, um einer Amtsenthebung zu entgehen, einer Ungültigkeitserklärung der Ehe mit Wilhelmine von Grävenitz im Juni 1708 zuzustimmen. Doch damit ist die Affäre für den Herzog nicht zu Ende. Mit einer Scheinehe kann er die vom Kaiser vom württembergischen Hof verbannte Märtresse wieder zurückholen. Der verschuldete Witwer Johann Franz Ferdinand Graf von Würben ist gegen entsprechendes Handgeld und der Ernennung zum Landhofmeister, Geheimrat und Kriegsratpräsidenten ohne Ausübung seiner Ämter, aber gegen Bezahlung versteht sich, bereit, Wilhelmine von Grävenitz offiziell zu heiraten und dann für immer vom württembergischen Hof zu verschwinden. In der Folgezeit erlangen Wilhelmine von Grävenitz, ihre Familie und ihre wichtigsten Gefolgsleute wie der Dr. jur. Johann Heinrich von Schütz (1669-1732) und der Oberhofmeister K. C. von Thüngen den maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke im Land. Mit von Schütz und von Thüngen richtet Wilhelmine von Grävenitz das neue Geheime Kabinetts- und Konferenzministerium ein, das sogar dem Geheimen Rat vorgeordnet wird. Als von Thüngen 1724 stirbt, bilden nur noch von Schütz und die Mätresse des Herzogs das Konferenzministerium. Systematisch gehen beide daran, einheimische Familien wie die der Mensungen, Rühle und Forstner aus ihren Ämtern der Regierung zu drängen und ihre Positionen mit Mitgliedern der eigenen Familie oder Günstlingen zu besetzen. (vgl. Sting 2005, S. 508ff.)
Dabei erweist sich Wilhelmine von Grävenitz, deren "Partei" ab 1711 "eine fast unumschränkte Macht" innehat (ebd., S.510) in manchen Angelegenheiten (z. B. der Schutzbrief-Gewährung für Juden in ihrer Grafschaft Freudental) durchaus "toleranter und pragmatischer als die alteingesessene Bevölkerung mit ihren Ressentiments gegen alles Fremdgläubige." (Oßwald-Bargende 1992, S.178, zit. n. Sting 2005, S. 510) Als "maîtresse on titre" oder ""maîtresse regnante" (bestallte oder regierende Mätresse) des Fürsten steht Wilhelmine von Grävenitz im politischen und gesellschaftlichen Leben Württembergs zwar ganz oben, aber zugleich mehrt sie mit ihrer Politik Tag um Tag auch das Lager ihrer Gegner, die je länger sie agiert, auf ihren Sturz und den Zusammenbruch ihrer Günstlingswirtschaft hinarbeiten. Als es im Frühjahr 1731 zum Bruch zwischen ihr und dem Herzog kommt, ist das sicher für viele Zeitgenossen nicht mehr überraschend, zumal auch die äußeren Reize der mittlerweile auch ins Alter gekommenen Mätresse ihre Wirkung auf den Herzog verloren haben mögen. Jedenfalls söhnt sich Herzog Eberhard Ludwig im Sommer 1731 mit seiner Gemahlin Elisabetha wieder aus und nach dem Tod seines Sohnes Friedrich Ludwig Ende November des gleichen Jahres lässt er seine langjährige Mätresse endgültig fallen. Er verbannt sie auf ihre Besitzungen, lässt sie nach ihrer unerwünschten Rückkehr an den Hof sogar verhaften und mehrere Monate auf dem Hohenurach in Haft halten, ehe sie auf Vermittlung des Kaisers freigelassen wird. Über Heidelberg und Mannheim zieht sie weiter nach Berlin, wo sie sich unter den Schutz des Preußenkönigs stellt und nahezu in Vergessenheit geraten im Oktober 1744 stirbt. Acht Jahre zuvor (1736) hatte sie ihre letzten Besitzungen in Württemberg, ihre Güter Freudental und Unterboihingen, und ihre Rechte auf Wetzheim, sowie 100.000 Gulden, die die Landschaft ihr geschuldet hatte, gegen eine Abfindung von 152.300 Gulden abgetreten. Ihre urprüngliche Forderung nach 300.000 Gulden hatte die Landschaft abgelehnt. Ihre Begründung: Für das Mensch wird nichts bezahlt. (vgl. Sting 2005, S. 511)

© Gert Egle, teachSam - 29.09.2013

 
     
  Nach oben ] Center-Map ] Überblick ] Zeittafel ] Herzogtum und Reich ] Machtrepräsentation ] Herzöge und Könige ] Carl Eugen 1738-93 ] Herzog und Landeskirche ] [ Fürst und Land ] Ludwigsburg als Residenz ] Höfische Festkultur ] Pädagogische Gründungen ] Quellen ] Bausteine ]  
   

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de