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Landleben

Überblick

Frühe Neuzeit (ca. 1350-1800) – Aspekte und Rahmenthemen – Einzelne sozial- und mentalitätsgeschichtliche Aspekte

 
GESCHICHTE
▪ Grundbegriffe der Geschichte ▪ Europäische Geschichte ▪ Frühe Neuzeit (ca. 1350-1800) ▪ Zeitalter der Renaissance (ca.1350-1450) ▪ Reformation und Glaubenskriege (1517-1648) ▪ Zeitalter der Entdeckungen (1415-1531) ▪ Absolutismus und Aufklärung (ca. 1650-1789) ▪ Beginn des bürgerlichen Zeitalters • Aspekte und Rahmenthemen • Überblick ▪ Einzelne sozial- und mentalitätsgeschichtliche Aspekte ▪ Überblick ▪ Verschiedene Aspekte ▪ Rahmenthemen • Bevölkerungsentwicklung [ • Landleben ► Überblick ◄ • Einzelne Aspekte • Quellen • Bausteine ▪ Fragen und Antworten (KI) ] • Stadtleben • Familienleben • Frauenleben • Kinderleben • Leben der Alten • Berufsleben • Sexualleben • Leben des Adels ▪ Soldatenleben • Studentenleben • Klosterleben • Räuberleben ▪ Mode und Kleidung ▪ Reisen ▪ Kranke und Gesunde ▪ Lesen ▪ Deutsche Geschichte
 

 

In der vorindustriellen ▪ Frühen Neuzeit (ca.1350–1800) lebte die große Mehrheit der Menschen in Europa auf dem Land und arbeitete in der Landwirtschaft. Die Lebenserwartung war wegen hoher Kindersterblichkeit, Kriegen, Hungersnöten und Krankheiten niedrig. Ab etwa 1750 begann die • Bevölkerung zu wachsen.

Das Leben auf dem Land war geprägt von schwerer körperlicher Arbeit, einfacher Technik und einer weitgehend selbstversorgenden Landwirtschaft. Mehrere Generationen lebten häufig zusammen und alle Familienmitglieder mussten zum Lebensunterhalt beitragen. Bildung war wenig verbreitet, viele Menschen waren Analphabeten; Kinder arbeiteten früh mit und besuchten, wenn überhaupt, nur einfache Dorfschulen.

Die Gesellschaft war stark hierarchisch. Die soziale Stellung wurde meist als gottgegeben akzeptiert, soziale und räumliche Aufstiegsmöglichkeiten waren gering. Das Dorf kontrollierte das Leben seiner Bewohner stark, insbesondere in • Fragen von Moral, Ehe und Sexualität und legte in Sitten und Gebräuchen die Regeln fest, nach denen sich die • Annäherung der Geschlechter zu vollziehen hatte.

Die dörfliche Gemeinschaft war jedoch keineswegs eine Idylle: Es gab soziale Unterschiede zwischen Bauern, Kleinbesitzern und Landlosen sowie Abhängigkeiten von Adel und Obrigkeit. Gleichzeitig bestand ein starkes Gemeinschaftsgefühl, das das Dorf auch zu einem • Ort besonders ausgeprägter sozialer Kontrolle werden ließ.

Ab Ende des 18. Jahrhunderts begann in Deutschland langsam der Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft, der sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts deutlich beschleunigte.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 12.09.2026

 

 
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