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Glossar

 

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Kant, Immanuel
Kindersendung
Kinderprogramm, explizites
Kinderprogramm, implizites
Knigge, Adolph Frh.v. 
KMK-Bildungsstandards
Kognition
Kognitionspsychologie
Kognitive Fertigkeiten
Kognitive Landkarte 
Kognitive Psychologie 
Kompetenz
 
Kompetenz (Pädagogik)
Kompetenzen (Fachunterricht)
Kompetenzstandards
Kompetenzstufen
Kompetenzorientierter Unterricht
Kompiliertes Wissen
Können

Konstruktivismus
Konstruktivistische Lerntheorie
Konzept
Koordinationsverluste
Kurzzeitgedächtnis

 
»Kant, Immanuel 
geb. 22.4.1724 in Königsberg, gest. 12.2.1804 ebd; dt. Philosoph; Sohn eines Sattlers, streng nach pietistischen Grundsätzen erzogen; 1755 Privatdozent; 1770-1776 Professor für Logik und Metaphysik in Königsberg; führender Vertreter der Aufklärung in Deutschland mit großem Einfluss auf die abendländische Geistesgeschichte; zunächst an der von Leibniz und Wolff bestimmten rationalistischen Aufklärungsphilosophie orientiert, dann unter dem Einfluss von Rousseau Distanzierung davon; Erkenntnis ist nach Kant nur im Zusammenwirken von Sinnlichkeit und Verstand möglich; als Vertreter des Idealismus, der im Gegensatz zur herkömmlichen Erkenntnistheorie der Auffassung war, vertritt K. die Ansicht, dass der Mensch selbst die Gegenstände erst konstituiert, indem er sie als diffuse Sinneseindrücke raum-zeitlich ordnet und mir spontan gebildeten Begriffen erfasst;  kritisiert spekulative Theorien und betont die Freiheit des Menschen als Vernunftwesen;  regulative Funktion von Ideen, von Kant als sogenannter kategorischer Imperativ formuliert: "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzmäßigkeit gelten könne!"; menschliche Autonomie richtet sich nach Auffassung Kants gegen Gottesgnadentum und Willkürherrschaft, dabei mündet Kants Kritik in der axiomatischen Definition: "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit." -
Was ist Aufklärung (1783)
  
Kindersendung
spezielles Medienangebot für Kinder im Hörfunk oder im Fernsehen
 
Kinderprogramm, explizites
vgl. explizites Kinderprogramm
 
Kinderprogramm, implizites
vgl. implizites Kinderprogramm
 
»Knigge, Adolf Franz Friedrich, Freiherr von
16.10.1752-6.5.1796; Schriftsteller; führendes Mitglied im »Illuminaten-Orden; tritt mit seinen lehrhaft satirischen und politischen Schriften gegen den Despotismus ein und fordert Toleranz; Verfasser kulturhistorisch interessanter Reiseliteratur; Übersetzer der Werke von Jean-Jaques Rousseau; Bekanntestes Werk: "Über den Umgang mit den Menschen" (1788)
 
  KMK-Bildungsstandards
vgl. Bildungsstandards (KMK)
 
 
  »Kognition
Allgemeine Bezeichnung  für "mentale" Prozesse wie Denken, Wahrnehmen, Erinnern usw. (vgl. Gerstenmaier 1995, S.256) - vgl. Kognitionspsychologie
 
     
Kognitionspsychologie
experimentelle psychologische Forschungsrichtung, die sich mit den Strukturen und Prozessen des menschlichen Geistes befasst; Untersuchungsgegenstände sind u. a. die verwandten Phänomene Wahrnehmung, Gedächtnis, Wissen, Problemlösen, Verstehen, Intelligenz; (vgl. Kail/Pellegrino 1988, S.54)  überwiegend verstanden als Wissenschaft von der menschlichen Informationsverarbeitung (vgl. Wessels 1984, S.45) - vgl. Kognition, kognitive Psychologie,
 
Kognitive Fertigkeiten
Tätigkeiten im Bereich des Handlungswissens; Formen: "geistiges Wissen" im weitesten Sinne, intellektuelle Fähigkeiten, (vgl. Jarz 1997, S.77, Mandl/Spada (1988) - vgl. Fertigkeiten, Handlungswissens
Beispiele:
 
Kognitive Landkarte
auch: »mental map; Anwendungswissen, das nicht in sprachlicher (propositionaler) Form gespeichert werden kann, kann als eine bildhafte Vorstellung von Prozeduren gespeichert werden; Struktur: Merkpunkte (noch eher Faktenwissen) und Routen (Wegstrecken); Routenwissen kann ein Übersichtswissen aufbauen (vgl. Jarz 1997, S.74) - vgl. Wissen, Mind Mapping
 
Kognitive Psychologie
vgl. Kognitionspsychologie

 

»Kompetenz
(lateinisch competere: zusammentreffen, ausreichen, zu etwas fähig sein, zustehen; )Begriff mit unterschiedlichen Bedeutungen in verschiedenen Bereichen, Wissenschaften und Kontexten; 1) Berufliche Kompetenzen wie »Handlungskompetenz, »Managementkompetenz oder »Führungskompetenz; 2) »Kompetenz (Psychologie): Fähigkeiten und Fertigkeiten allgemein; 3) Kompetenz (Pädagogik): Fähigkeiten und Fertigkeiten im pädagogischen Kontext; 4) »Kompetenz (Linguistik): Sprachwissen im Gegensatz zum Sprachkönnen; 5) »Kompetenz (Bakterien: Fähigkeit von Zellen, außerhalb der Zelle vorliegende DNA aufzunehmen; 6) »Kompetenz (Organisation):, die mit einer bestimmten Stelle verbundenen Berechtigungen und Pflichten;

 

»Kompetenz (Pädagogik)
Begriff geht u. a. auf »Wolfgang Klafkis »Kompetenzmodell der »kritisch-konstruktiven Didaktik zurück; das Modell erfasst die »Fähigkeiten und »Fertigkeiten, in bestimmten Gebieten Probleme zu lösen, sowie die Bereitschaft, sich mit dem Problem zu befassen und die Lösung(en) letztendlich auch umzusetzen; Kompetenzbegriff umfasst demnach sachlich-kategoriale, »methodische und »volitionale Elemente, die miteinander verknüpft und auf unterschiedliche Gegenstände und Sachverhalte angewendet werden können;  Ziener (2008, S.21): "Kompetent ist ein Mensch, der über Sachkenntnis verfügt, mit der er umgehen und zu der er sich verhalten kann. Kompetenzen setzen sich zusammen aus den drei Dimensionen der Kenntnisse, Fertigkeiten und Einstellungen, oder, gleichbedeutend: Wissensbestände, Fähigkeiten und Techniken sowie Bereitschaften und Haltungen - und zwar in ihrem wechselseitigen Zusammenspiel:" - vgl. Kompetenzstandards, kompetenzorientierter Unterricht;

 

Kompetenzen (Fachunterricht)
Kompetenzorientierter Unterricht in bestimmten Schulfächern mit spezifischen Bildungsstandards bzw. Kompetenzstandards - vgl. kompetenzorientierter Unterricht; ⁞kompetenzorientierter Deutschunterricht,

Kompetenzstandards
1) nach Ziener (2008, S.44) formulieren Kompetenzstandards den erwarteten und verbindlich anzustrebenden Ertrag von Bildungsgängen in Form von Kenntnissen, Fähigkeiten/Fertigkeiten und Einstellungen/Haltungen der Schülerinnen und Schüler." Als Bildungsstandards sind sie seiner Ansicht nach a) schülerorientiert mit den Schülern als Subjekten der Bildungsprozesse, b) ergebnisorientiert, das formuliert werde, "was Schülerinnen und Schüler, wenn sie an geeigneten Inhalten erfolgreich lernen, am Ende können" c) prozessorientiert, da sie sie auch Schülerinnen und Schüler, die noch nicht oder nicht in ausreichendem Maße über die mit dem jeweiligen Schulabschluss angestrebte Kompetenz verfügen, Lernwege aufgezeigt werden können, wie sie diese erreichen können -  vgl. kompetenzorientierter Unterricht;

 

Kompetenzstufen
1 )
Fend (2008, S.71), spricht nach dem Vergleich von vier Lehrplänen, von denen zwei beanspruchen Bildungsstandards, die beiden anderen Lernzielorientierungen zu folgen, von einem enttäuschenden Ergebnis: Die formulierten Bildungsstandards "scheinen nichts anderes zu sein als geringfügige Modifikationen von alten Lernzielkatalogen". Er sieht in der Entwicklung von Theorien der Kompetenzstufen.die eigentliche Chance zur "produktive(n) Weiterentwicklung von Lernzielformulierungen". Auf diese Weise konzeptionell begründet könnten sie die "zu erreichenden Ziele in ein theoretisches Konzept der Kompetenz einbinden, das diesen Zielen zugrunde liegt. Dazu gehört eine genaue Analyse der Kernideen eines Faches und der Überführung dieser Ideen in ein verzweigtes aber konsistentes System von Teilkompetenzen." Damit das "Zauberwort" Bildungsstandards, die Hoffnungen erfüllen könne, die damit verbunden würden, müssten die jeweiligen fachlichen Strukturen "auf ihren inneren Aufbau hin untersucht und in sukzessive Schwierigkeitsgrade transformiert. 2) In Deutschland entwickelt das Institut zur »Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) empirisch validierte Kompetenzstufenmodelle für die verschiedenen Bildungsabschlüsse in unterschiedlichen Fächern zu den KMK-Bildungsstandards   - vgl. Kompetenzstandards, Kompetenzstufen, ⁞Kompetenzstufen (Leseverstehen), ⁞Kompetenzstufen (Leseverstehen, PISA), Kompetenz (Pädagogik) 

 

Kompetenzorientierter Unterricht
Unterricht, der sich daran orientiert die Lernenden mit Kenntnissen, Fähigkeiten/Fertigkeiten auszustatten und zugleich Einstellungen/Haltungen bewusstmacht und reflektiert; Ziener (2008, S.23): "Kompetent ist, wer sich darauf einlassen kann, mit Sachverstand mit Dingen umzugehen. Kompetenzen sind Fähigkeiten unter dem dreifachen Aspekt von Kenntnissen, Fertigkeiten und Einstellungen. Kompetenzen äußern sich in konkreten Handlungen."  vgl. Kompetenz (Pädagogik) 

 

Kompiliertes Wissen
Begriff aus der Kognitionspsychologie; Wissen, das ehemals sprachlich vorhanden war, gerät z.B. durch Üben und Trainieren ins Unterbewusste (z.B. Routinehandlungen) - vgl. Wissen 
 
Können
vgl. Handlungswissen, praktisches Wissen
 
»Konstruktivismus
Erkenntnistheorie, die die Erkenntnisse verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen wie Hirnforschung, Neurobiologie, Kognitionspsychologie, Linguistik und Informatik miteinander verbindet; Grundannahme: Das Gehirn als informationsverarbeitendes Systems interpretiert die von den Sinnesorganen übertragenen Impulse der Außenwelt und schafft sich damit eine Konstruktion davon, wie die Welt sei, ohne zu wissen, wie sie wirklich ist; vgl. Thissen; F. (2000a) - vgl. 
 
»Konstruktivistische Lerntheorie
Auffassung, wonach Lernen kein passives Aufnehmen und Abspeichern von Informationen und Wahrnehmungen ist, sondern ein aktiver Prozess der Wissenskonstruktion; Lernen ist ein individuelles, selbstgesteuertes Überarbeiten und Erweitern des vorhandenen Konstrukts; daher in letzter Konsequenz kein Wissenstransfer möglich, sondern nur Anregungen zur weiteren Konstruktion - vgl. Thissen; F. (2000a) - vgl. Konstruktivismus, Lerntheorie
 
»Konzept
1. in der Alltagssprache Bezeichnung für einen strukturierten Entwurf, eine Grundvorstellung über Organisation und Verlauf eines Prozesses etc. in Form einer Art Gesamtplanung 2. Textentwurf, der mehr oder weniger klar strukturiert ist 3. in der kognitiven Psychologie und Wissenstheorie Bezeichnung für eine begriffliche Grundvorstellung, die als elementare kognitive Einheit bei der Organisation verallgemeinerter (generalisierter) Kenntnisse und ihrer Beziehungen untereinander fungiert; Konzepte fassen Informationen in von den Einzelheiten abstrahierender, strukturierender und kategorisierender Weise zusammen und ermöglichen deren Speicherung (Repräsentation) als konzeptuelles Wissen im Langzeitgedächtnis; Dabei werden Konzepte (Individual- und Typ-Konzepte) in komplexen Schemata gespeichert. (vgl. Schoenke, Glossar Textlinguistik http://www-user.uni-bremen.de/~schoenke/tlgl/tlgldl3.html, 24.07.03)
 
Koordinationsverluste
(energetischer) Prozessverlust (Reibungsverlust) bei der Teamarbeit; Ursachen: a) mangelnder Wissens- und Informationsaustausch, d.h. einzelne Teammitglieder geben wichtige  Informationen nicht, falsch oder nur unvollständig wieder b) Abstimmungsprobleme , z.B. eine Teilaufgabe wird von mehreren Teammitgliedern parallel gelöst - vgl. Teamarbeit, Prozessverluste, Motivationsverluste

 

»Kurzzeitgedächtnis
Eines von drei Hauptsystemen des Gedächtnisses; Satz von Systemen, der eine kurzzeitige Speicherung von unwichtigen Informationen ermöglicht (vgl. A. Baddeley, 1986, S.17); etwa 20 Minuten abrufbar; vgl. Gedächtnis, Sensorisches Gedächtnis, Langzeitgedächtnis 

 

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