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Die Funktionen, die ein Lehrer im
Gruppenunterricht
erfüllt, sind trotz eines hohen eigenaktiven Anteils der Schülerinnen
und Schüler außerordentlich wichtig, zumal diese in der Regel nicht
über hinreichende Erfahrungen mit derartigen Unterrichtsmethoden
verfügen.
Zu Beginn stellt sich die Frage nach dem Zweck des Gruppenunterrichts: In welchem Verhältnis stehen
Je nach Antwort auf diese Frage wird die Lehrerrolle auszugestalten sein. Ganz allgemein verlangt Gruppenunterricht eine eindeutige Veränderung der herkömmlichen Lehrerrolle. Der Lehrer / die Lehrerin steht damit als Wissensvermittler nicht mehr im Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens, sondern wird zum Lernberater, genauer gesagt: zum Arrangeur von - im Idealfall - weitgehend selbstbestimmten Lernprozessen. (vgl. auch Gage / Berliner (1986) Dennoch fallen dem Lehrer, zumindest in der Phase der Einübung von Gruppenarbeit, wichtige Aufgaben zu (vgl. Gudjons 1993, S.16)
Erika Feustel (1992, S.21) berichtet über ihre Aktivitäten im Gruppenunterricht: "Ich verbringe viel Zeit, auch außerhalb der zwei Stunden, im Kopierraum, um das von den SchülerInnen gefundene Material arbeitsgerecht zu vervielfältigen. Ich begucke erste Arbeitsergebnisse, gebe Ratschläge für die optische Aufbereitung, gebe Hinweise, wen die Schüler noch befragen können, tröste, wenn etwas nicht geklappt hat, überprüfe die Arbeitspläne, erinnere daran, dass die Zeit knapp wird, verhandele mit den KollegInnen z.B. über die Videokamera, versuche, der „Kunst“ postergroße Pappen zu entlocken … und koche Tee für alle." Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 30.05.2012 |
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