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Gewalt im Internet

Welcher Art von Gewalt begegnen Kinder und Jugendliche im Internet?

 
 
  In der repräsentativen1 Studie »"Gewalt im Web 2.0" wurden im Jahr 2008 im Auftrag von 6 Landesmedienanstalten2 804 Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren zur Nutzung des Web 2.0 und gewalthaltiger Inhalte im und über das Internet, einschließlich der Nutzungsmotive, telefonisch befragt..

Die Studie "Gewalt im Web 2.0" (Grimm/Rhein/Clausen-Muradian 2008) hat ermittelt, dass ein Viertel (n=186) der 12- bis 19-jährigen Internetnutzer (n=804) schon einmal Gewalt im Netz gesehen hat. Doppelt so groß ist die Zahl derer, die angeben, dass sie Freunde und Bekannte haben, denen solche gewalthaltigen Internetseiten bekannt seien.
Was die möglichen Risiken der Gewaltdarstellungen auf Kinder und Jugendlichen anbelangt, gehen die Verfasserinnen der Studie davon aus, dass "reale bzw. realistische Gewaltdarstellungen ein höheres Wirkungsrisiko bei Kindern und Jugendlichen haben" als gewalthaltige Internetseiten mit fiktionalen Gewaltdarstellungen, wie Bildern aus Horrorfilmen, Gewalt in Spielfilmen oder nachgestellter extremer Gewalt. Dabei kommen die Forscherinnen zum Schluss, dass "der relativ hohe Anteil der Befragten, die Fotos bzw. Videos mit Krieg, Folter und/oder Hinrichtungen sowie Darstellungen von echter extremer/brutaler Gewalt gesehen haben, als problematisch einzustufen" (ebd. S. 51) ist.

Anmerkungen:
1 im allgemeinen Sprachgebrauch gilt eine Studie dann als repräsentativ, wenn die ausgewählte Stichprobe als Teilgesamtheit in bestimmten Merkmalen eine ähnliche Struktur aufweist wie die so genannte Grundgesamtheit. Repräsentativität wird von vielen als eine Art Gütesiegel dafür angesehen, dass die Ergebnisse verlässlich, glaubwürdig und verallgemeinerbar sind. Nicht immer ist dies aber tatsächlich der Fall, insbesondere dann, wenn die Verteilung der für die Erhebung interessanten Merkmale in der Grundgesamtheit gar nicht bekannt ist. Beispiele für repräsentative Umfragen sind z. B. die Wahlprognosen, die Meinungsforschungsinstitute vor einer Wahl veröffentlichen.
2 Aufsichtsbehörden für private Radio- und Fernsehprogramme und Telemedien in den Bundesländern; Aufgaben: Überwachung der privaten Rundfunkanbieter, Fernsehanstalten und Telemedien sowie die Vergabe von Sendelizenzen an private Hörfunk- und Fernsehveranstalter; außerdem zuständig für die Einhaltung von Vorschriften im Kinder- und Jugendmedienschutz (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag)

 
     
    
   Arbeitsanregungen:
  1. Beschreiben Sie Inhalt und Aussage der obigen Bildstatistik. Welche der Inhalte ordnen Sie den realen, welche den nicht realen Gewaltinhalten zu?
  2. Nehmen Sie zu der Beurteilung durch die Forscherinnen kritisch Stellung.
  3. Führen Sie in Ihrer Klasse/Ihrem Kurs eine Umfrage mit denselben oder anderen Kategorien durch, visualisieren Sie das Ergebnis und vergleichen Sie Ihre Umfrageergebnisse mit denen der Studie.

Weitere →Bausteine zur Arbeit mit der Statistik (Visualisierung)

 
     
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