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Adoleszenz

Was tun Jugendliche bei Schwierigkeiten oder großen Problemen?

Shell-Jugendstudie 2010

 
 
 

In der Adoleszenz (Jugendalter zwischen 10. - 21. Lebensjahr) setzen sich Jugendliche mit einer Vielzahl von Alltagsproblemen auseinander. Diese können sich auch in Ängsten und Sorgen niederschlagen. Im Rahmen der 16. Shell-Jugendstudie 2010 (Gensicke 2010, S.226) wurde ermittelt, welche Verhaltensweisen die Jugendlichen zeigen, wenn sie in Problemsituationen stecken..

Neben den mit der Bildstatistik visualisierten Daten wurden Angaben zu acht weitere Verhaltensweisen erhoben:

  • Diskutiere ich das Problem mit meinen Eltern oder anderen Erwachsenen.

  • Versuche ich, das Ganze mit Humor zu nehmen, es ist schließlich nicht das Ende der Welt.

  • Lasse ich mir nichts anmerken und tue so, als ob alles in Ordnung wäre.

  • Glaube ich fest daran, dass alles irgendwie von selbst wieder gut wird.

  • Lenke ich mich mit Partys, Clubs oder feiern ab.

  • Lasse ich alles andere liegen, bis ich das Problem gelöst habe.

  • Mache ich meinem Ärger Luft durch Schreien, Heulen. Türenknallen.

  • Werde ich aggressiv und würde am liebsten anderen wehtun.

Die Eltern als Partner in wichtigen Lebensdingen abhängig von Schichtzugehörigkeit

Zu der Möglichkeit, bei Problemen mit den Eltern zu sprechen, hält die Studie fest: "Von der Option, mit den Eltern über Probleme zu reden, wird von den Jugendlichen ebenfalls Gebrauch gemacht, aber im Vergleich zu den Freunden weniger (61% öfter oder immer). Immerhin 6% der Jugendlichen tun das gar nicht und 33 % nur manchmal. (...)
Die Vermutung, mit dem Alter nehme der Rückgriff auf die Eltern in Problemsituationen ab, im Sinne einer Abnabelung und zunehmenden Eigenständigkeit, wird enttäuscht. Bei größeren Problem werden die Eltern mit zunehmendem Alter sogar mehr konsultiert. Bei den älteren Jugendlichen kann man ohnehin davon ausgehen, dass die Belastung mit größeren Problemen, z. B. durch Ausbildung und Beruf, höher ist als bei den Jüngeren. Die Eltern bleiben unvermindert Partner in wichtigen Lebensdingen."
Nicht so günstig sieht dies indessen aus, wenn man die Jugendlichen unter diesem Aspekt nach ihrer Schichtzugehörigkeit analysiert. Da stellt sich nämlich das Verhältnis zu den Eltern "umso ungünstiger dar, je niedriger die Schichtzugehörigkeit der Jugendlichen ist. Besonders schwierig liegen die Verhältnisse in der Unterschicht, in der bei ernsthaften Problemen sogar 15% der Jugendlichen nie auf die Unterstützung der Eltern zurückgreifen können oder wollen." (Gensicke 2010, S.229) In der Oberschicht, zum Vergleich, sind dies lediglich 4%. (vgl. ebd.)

 

 
    
   Arbeitsanregungen:
  1. Beschreiben Sie Inhalt, Aussage und Gestaltung der Bildstatistik.

  2. Überlegen Sie, welche der nachfolgenden Aussagen sich in plausibler Weise auf die Statistik beziehen:

    • Jugendliche greifen heutzutage am liebsten zur Flasche, wenn sie Probleme haben.

    • Jugendliche ziehen sich auch gerne zurück, wenn sie in Problemsituationen stecken.

    • Der soziale Austausch ´mit Freunden ist die am meisten gewählte Bewältigungsstrategie, wenn sich vor Jugendlichen Probleme auftürmen.

    • Die meisten Jugendlichen lehnen Alkohol und Nikotin als "Problemlöser" ab.

  3. Die abgefragten Bewältigungsstrategien (Coping-Strategien), denen die Jugendlichen bei auftretenden Problemen folgen, sind unterschiedlich. Ordnen Sie diese den verschiedenen Coping-Strategien zu.

  4. Beurteilen Sie, ob die gewählte Darstellungsform für die Daten, welche sie zur Darstellung bringt, geeignet ist oder nicht. Welche alternativen Darstellungen wären denkbar?

  5. Interpretieren Sie die Aussagen der Infografik und zeigen Sie dabei auf, welche Konsequenzen sich daraus für den einzelnen und die Gesellschaft ergeben.

  6. Diskutieren Sie die Ergebnisse der Shell-Studie zum Verhältnis von Eltern und Jugendlichen bei Problemen der Jugendlichen. Worauf führen Sie diese Ergebnisse zurück?

  7. Führen Sie eine (Online-)Umfrage in Ihrer Klasse/in ihrem Kurs mit allen 14 Kategorien durch, visualisieren Sie das Ergebnis und vergleichen Sie es mit der obigen Umfrage.
     

 
     
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