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Lesesozialisation und Lesen im Lebenslauf

nach Susanne Limmroth-Kranz 1997


  • Lesen hat als soziales Handeln in verschiedenen Lebensphasen eine unterschiedliche Bedeutung.

  • Die Art und die Intensität des individuellen Leserverhaltens ist bestimmt von persönlichen (inneren) und gesellschaftlichen (äußeren) Einflüssen.

  • Lesesozialisation und Leseverhalten zeigen klare geschlechtsspezifische Unterschiede (Motivation, Art und Häufigkeit des Lesens, Lesestoff).

  • Lesen als soziales Handeln wird im Verlauf des Lebens zweckorientiert eingesetzt und praktiziert.

  • Das Vorbild der Eltern prägt das Leseverhalten von Kindern und Jugendlichen (Mediennutzung, Funktion). Daneben haben aber auch außerfamiliäre Institutionen Gewicht. 

  • Späteres Leseverhalten kann in ganz bestimmten Kindheitserlebnissen begründet sein (Schlüsselerlebnisse, vorlesefreudiges Elternhaus, engagierte Lehrerin, freier Zugang zu großen Bücherbeständen).

  • Lesertypen können, da ein und derselbe Inhalt bei verschiedenen Lesern unterschiedliche Wirkung hat, kaum an Hand von Lesestoffen bestimmt werden. Typisierungen sollten daher  von der jeweiligen Funktion des Lesens (z.B. Unterhaltung oder Wissensaneignung) ausgehen.

  • Die relativ früh erworbenen Prägungen für das Leseverhalten (Unterhaltung oder Wissensaneignung) bleiben als Grundmuster häufig ein Leben lang erhalten.

  • Bestimmte Funktionen und Bedeutungen des Lesens hängen eng mit den spezifischen Bedürfnissen einzelner Lebensphasen zusammen (z.B. sich aus dem anstrengenden Familienalltag zurückziehen), andere wie die Funktionen Unterhaltung und Wissensaneignung sind nicht nur an die vorhandenen individuellen Dispositionen gebunden.

  • Die Bedürfnisse, die mit dem Lesen befriedigt werden sollen, sind weitgehend homogen.

  • Jugendliche lesen im Allgemeinen freiwillig, wollen sich dabei unterhalten, informieren, ablenken oder in eine andere Welt versinken. Für dieses Lesen sind weniger die Lesestoffe als die Gelegenheit wichtig, sich völlig frei von anderen Verpflichtungen mit dem Inhalt der Texte identifizieren zu können.

  • Vor allem im Kindes- und Jugendalter spielt das "Verschlingen" von Buchserien eine große Rolle. Dabei wird das Wiedererkennen oder Wiedererleben vertrauter Strukturen als angenehm empfunden.

  • Die Bedeutung, der Einsatz und die Intensität des Lesens verändern sich während des Lebens. (Berufsleben, freie Zeitkontingente)

(vgl. Limmroth-Kranz, Susanne 1997)

 

  

 
 

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