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Statistische Daten zum Straßenverkehr

Straßenverkehrstote in der EU

2010

 
 
  Die Unfallentwicklung in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten in der EU untersucht das »Statistische Bundesamt in seiner Broschüre "Unfallentwicklung auf deutschen Straßen", deren Inhalte im Juli 2011 der Presse vorgestellt wurden.

Zu den Ergebnissen des Vergleichs führt das Statistische Bundesamt u. a. aus:

"Im Jahr 2001, dem Basisjahr für das EU-Ziel, die Zahl der Verkehrstoten zu halbieren, gab es in den 27 Ländern der heutigen EU insgesamt rund 54 300 Unfalltote im Straßenverkehr. Um eine Halbierung zu erreichen, hätte sich die Zahl der Getöteten in der EU auf rund 27 000 im Jahr 2010 reduzieren müssen. Nach den bisher vorliegenden Zahlen für den Zeitraum 2001 bis 2010 lag der Rückgang europaweit bei 44% auf 30 700 Verkehrstote. Damit wurde in punkto Verkehrssicherheit auf europäischen Straßen zwar viel bewirkt, das Ziel aber um 6 Prozentpunkte verfehlt.
In Deutschland ging die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr im genannten Zeitraum um fast 48% zurück, das waren 3 329 Personen weniger als im Jahr 2001. Damit hat auch Deutschland dieses Ziel verfehlt, wenngleich nur knapp um etwa 2 Prozentpunkte. Von den 27 EU-Mitgliedstaaten ist es nach den vorliegenden Ergebnissen neun Ländern gelungen, die Zahl der Verkehrstoten auf die Hälfte zu reduzieren. Dies waren neben fünf osteuropäischen Ländern auch Frankreich, Luxemburg, Schweden und Spanien.
In ihrem neuen Weißbuch zur Verkehrspolitik von März 2011 hat sich die Europäische Kommission nun vorgenommen, bis 2050 die Zahl der Unfalltoten im Straßenverkehr auf nahe Null zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, strebt die EU eine weitere Halbierung der Zahl der Toten im Straßenverkehr bis 2020 an. Dies ist ein sehr ambitioniertes Ziel, bedenkt man, dass es schwieriger werden dürfte ein jetzt niedrigeres Niveau nochmals so stark zu reduzieren. Für Deutschland bedeutet diese Vorgabe, dass die Zahl der Verkehrstoten bis zum Jahr 2020 auf rund 1 800 sinken müsste. Die Ergebnisse der Straßenverkehrsunfallstatistik in den nächsten Jahren werden zeigen, ob dies gelingen wird." (Statistisches Bundesamt (Hg.): Unfallentwicklung auf deutschen Straßen 2010, Wiesbaden 2010, S.12)
 

 
   
   Arbeitsanregungen:
  1. Beschreiben Sie Inhalt und Aussagen der Statistik.

  2. Arbeiten Sie die Visualisierung in ein Säulendiagramm um und vergleichen Sie die Funktion und Wirkung der beiden Darstellungen.

  3. Beurteilen Sie die verwendeten Diagrammtypen für den jeweiligen Sachverhalt,

  4. Wie erklären Sie sich die Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten?

  5. Recherchieren Sie im Internet, in welchen Ländern Tempolimits gelten.

  6. Überlegen Sie, ob und inwieweit die folgenden Behauptungen mit den Ergebnissen der Unfallstatistik in Einklang gebracht werden können:

    • Die Anzahl der Verkehrstoten bezogen auf die Einwohnerzahl der Länder in der EU macht deutlich, dass die Diskussion um ein Tempolimit in Deutschland im Grunde genommen abwegig ist.

    • Es bestätigt sich, was sowieso alle wissen: Im Süden geht den EU-Bürgern hinter dem Steuerrad einfach schneller das Temperament durch.

    • Je mehr man nach Osten kommt, desto gefährlicher wird es auf den Straßen. Da muss man schon fast um sein Leben fürchten.
       

 
                 
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