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Kompetenzbereiche

Sprache und Sprachgebrauch untersuchen

BISTA-MS-D 2003

 
BILDUNGSSTANDARDS
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BISTA-AHR-D 2012 BISTA-MS-D 2003 Überblick [ Kompetenzbereiche Überblick Sprache und Sprachgebrauch untersuchen Sprechen und Zuhören Schreiben  Lesen - mit Texten und Medien umgehen ] AnforderungsbereicheBISTA-HS-D 2004 Kompetenzorientierter Unterricht Allgemeine Didaktik Fachdidaktiken Spezielle Didaktiken

 
Vier Kompetenzbereiche

Die allgemeinen Ausführungen der Kultusministerkonferenz (2003) zum Kompetenzbereich "Sprache und Sprachgebrauch untersuchen"  für den Mittleren Bildungsabschluss (Jgst. 10) lassen sich wie folgt darstellen. Dabei basiert die Einteilung auf einem Kompetenzmodell, das für das Fach Deutsch in der Sekundarstufe I vier Kompetenzbereiche (Sprache und Sprachgebrauch untersuchen Sprechen und Zuhören Schreiben Lesen - mit Texten und Medien umgehen) unterscheidet.

In den »KMK-Bildungsstandards für den Mittleren Abschluss im Fach Deutsch, wie sie von der Kultusministerkonferenz vom 4.12.2003 beschlossen wurden, ist zum Kompetenzbereich "Sprache und Sprachgebrauch untersuchen" ausgeführt:

"Die Schülerinnen und Schüler denken über Sprache und Sprachgebrauch nach, um das komplexe Erscheinungsbild sprachlichen Handelns – des eigenen und fremden – und die Bedingungen, unter denen es zustande kommt bzw. aufgenommen wird, zu verstehen und für die eigene Sprachentwicklung zu nutzen.

Sie untersuchen und formulieren Texte nach funktionalen, normativen und ggf. ästhetischen Gesichtspunkten. Im Sinne von 'Sprache im Gebrauch' arbeiten sie an dem umfassenden Bereich menschlicher Verständigung, im Sinne von 'Sprache als System' nehmen sie vorwiegend grammatische Erscheinungen und ihre inhaltliche Funktion in den Blick und nutzen diese zur Textherstellung sowie Textüberarbeitung. Sie können grammatische Strukturen korrekt aufbauen und bei Bedarf korrigieren. Die grammatische Terminologie wird nicht im Sinne eines isolierten Begriffswissens, sondern stets im funktionalen Zusammenhang angewandt. In der mündlichen Äußerung beachten sie wichtige Regeln der Aussprache, in den schriftlichen die der Orthographie und Zeichensetzung." (S.9, Hervorh. d. Verf.)

Bereiche und Arbeitstechniken und Methoden

Die Standards zum Kompetenzbereich werden vier untergeordneten Bereichen zugeordnet und mit bestimmten Arbeitstechniken und Methoden verknüpft:

Die Nummerierungen sind in den Beschlüssen der KMK nicht enthalten.

Kompetenzbereiche Kompetenzbeschreibungen Methoden und Arbeitstechniken
Äußerungen/Texte in Verwendungszusammen-hängen reflektieren und bewusst gestalten
1 beim Sprachhandeln die Inhalts- und Beziehungsebene im Zusammenhang mit den Grundfaktoren sprachlicher Kommunikation er- kennen und berücksichtigen: gelingende bzw. misslingende Kommunikation; öffentliche bzw. private Kommunikationssituationen
2 beim Sprachhandeln einen differenzierten Wortschatz gebrauchen einschließlich umgangssprachlicher und idiomatischer Wendungen in Kenntnis des jeweiligen Zusammenhangs
3 grundlegende Textfunktionen erfassen, insbesondere Information (z.B. Zeitungsmeldung), Regulierung (z.B. Gesetzestext), Appell (z.B. Werbeanzeige), Kontakt (z.B. Beschwerde), Selbstdarstellung (z.B. Tagebuch); ästhetische Funktion (z.B. Gedicht)
4 „Sprachen in der Sprache" kennen und in ihrer Funktion unterscheiden: z.B. Standardsprache, Umgangssprache, Dialekt; Gruppensprachen, Fachsprachen; gesprochene und geschriebene Sprache
5 Mehrsprachigkeit (Schülerinnen und Schüler mit anderer Muttersprache und Fremdsprachenlernen) zur Entwicklung der Sprachbewusstheit und zum Sprachvergleich nutzen
6 Sprechweisen unterscheiden und beachten: z.B. gehoben, derb; ab- wertend, ironisch,
7 ausgewählte Erscheinungen des Sprachwandels kennen und bewerten: z.B. Bedeutungswandel, fremdsprachliche Einflüsse.
Textbeschaffenheit analysieren und reflektieren
1 sprachliche Mittel zur Sicherung des Textzusammenhangs (Textkohärenz) kennen und anwenden:  
2 Möglichkeiten der Textstrukturierung kennen und nutzen  
Leistungen von Sätzen und Wortarten kennen und für Sprechen, Schreiben und Textuntersuchung nutzen
1 Satzstrukturen kennen und funktional verwenden: Hauptsatz, Nebensatz/Gliedsatz, Satzglied, Satzgliedteil  
2 Wortarten kennen und funktional gebrauchen: z.B. Verb: Zeitlichkeit, Modalität; Substantiv/Nomen: Benennung; Adjektiv: Qualität  
3 grammatische Kategorien und ihre Leistungen in situativen und funktionalen Zusammenhängen kennen und nutzen, insbesondere Tempus, Modus (Indikativ, Konjunktiv I/II), Aktiv/Passiv; Genus, Numerus, Kasus; Steigerung.  
Laut-Buchstaben-Beziehungen kennen und reflektieren
1 wichtige Regeln der Aussprache und der Orthografie kennen und beim Sprachhandeln berücksichtigen  

 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 12.11.2018

     
 

 
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