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Aspekte der Erzähltextanalyse

Der autoritäre Charakter

Heinrich Mann (1871 - 1950) - Der Untertan

 
FAChbereich Deutsch
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Persönlichkeitspsychologie
Überblick
Theorien des Selbst

Allgemeine Theorie der Persönlichkeit von Sigmund Freud
Psychische Störungen
Selbstdarstellung
Transaktionsanalyse (TA)
Autoritärer Charakter (Erich Fromm )

Überblick
Sadomasochistische Triebstruktur

Autoritäre Gesellschaftsform
Theorie der autoritären Persönlichkeit

Diederich Heßling entwickelt eine Persönlichkeit, die man als autoritären Charakter bezeichnet.

Die Theorie des autoritären Charakters geht auf die wissenschaftliche Arbeit »Erich Fromms (1900-1980) zurück, der Anfang der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts materialistische und psychoanalytische Theorien zu einer psychoanalytischen Sozialpsychologie verbunden hat, die die  Lehren von »Karl Marx (1818-1883) und »»Sigmund Freud (1856-1939) zur Erklärung von gesellschaftlichen Gesetzmäßigkeiten heranzog. Dementsprechend erklären sich für ihn bestimmte über den individuellen Charakter eines Einzelnen (Individualcharakter) in einer Gesellschaft vorhandene Charakterstrukturen (Sozialcharakter) aus den sozioökonomischen Bedingungen, die diese Gesellschaft prägen.

In den fünfziger Jahren wurde diese Theorie von »Theodor Adorno (1903-1969) und anderen wieder aufgegriffen und zum Konzept der autoritären Persönlichkeit entwickelt.

Eine Persönlichkeit, die man als autoritären Charakter bezeichnet, zeigt ein Verhalten, das von den beiden Polen Masochismus und Sadismus geprägt ist. Diese Pole ergeben sich aus den psychologischen Abwehrmechanismen der Reaktionsbildung, Kompensation und Verschiebung. Dies wird im nachfolgenden Strukturbild dargestellt.

Nach der Theorie der autoritären Persönlichkeit machen bestimmte Eigenschaften eine autoritäre Persönlichkeit aus, die für das Entstehen antidemokratischer und (prä-)faschistischer Einstellungen und Verhaltensweisen maßgeblich sind.

Dabei stellen diese Eigenschaften kein einfaches Sammelsurium dar, sondern bilden ein System, so das man von einer autoritären Persönlichkeits- bzw. Charakterstruktur sprechen kann. Wie andere Persönlichkeitsmerkmale entsteht die autoritäre Charakterstruktur aus der Verarbeitung (emotionaler) Erlebnisse und Erfahrungen im Kindes- und Jugendalter (Adoleszenz).

Die Theorie der autoritären Persönlichkeit geht auf »Erich Fromms (1900-1980) Arbeit über den autoritären Charakter zurück, der Anfang der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts materialistische und psychoanalytische Theorien zu einer psychoanalytischen Sozialpsychologie verbunden hat, die die  Lehren von »Karl Marx (1818-1883) und »Sigmund Freud (1856-1939) zur Erklärung von gesellschaftlichen Gesetzmäßigkeiten heranzog.

Danach erklären sich für ihn bestimmte über den individuellen Charakter eines Einzelnen (Individualcharakter) in einer Gesellschaft vorhandene Charakterstrukturen (Sozialcharakter) aus den sozioökonomischen Bedingungen, die diese Gesellschaft prägen.

Das Konzept der autoritären Persönlichkeit (Adorno)

In den fünfziger Jahren wurde diese Theorie von »Theodor Adorno (1903-1969) und anderen wieder aufgegriffen und zum Konzept der autoritären Persönlichkeit entwickelt.

Theodor W. Adorno war neben »Max Horkheimer (1895-1973) der wohl berühmteste Vertreter der so genannten »Frankfurter Schule, die aus dem in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts gegründeten »Frankfurter Institut für Sozialforschung hervorgegangen ist. Nach seiner Emigration in die USA beauftragte ihn das American Jewish Comitee zu untersuchen, ob Antisemitismus nach dem Beispiel des deutschen Nationalsozialismus (Faschismus) auch in den Vereinigten Staaten möglich wäre. Dabei ging man von der Annahme aus, dass das Vorhandensein bestimmter Charakter- bzw. Persönlichkeitsstrukturen ursächlich für das Entstehen solcherart antidemokratischer, antisemitischer und rassistischer Mensch-, Gesellschafts- bzw. Weltbilder verantwortlich gemacht werden könnten.

Bei der wissenschaftlichen Arbeit entwickelte Adorno die Vorstellung von einem autoritätsgebundenen Charakter, für den die nachfolgenden neun verschiedenen Denkmuster kennzeichnend sind. Diese werden in einer so genannten F-Skala ("implizite antidemokratische Tendenzen u. Faschismuspotential") erfasst, wobei das F für faschistisch steht und die Denkmuster als präfaschistisch zu bezeichnen sind.

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Gert Egle. zuletzt bearbeitet am: 08.04.2024

 
 

 
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