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Theaterformen

Guckkastenbühne

 
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Moderne (19./20. Jh.)

»Guckkastenbühne

  • Bezeichnung kommt von dem »Guckkasten her, der zu den ▪ Attraktionen von Jahrmärkten zählt

  • ehemals eher spöttische Bezeichnung für eine Art von Theaterbühne, die auf die Barockbühne folgt und im 19. Jahrhundert besonders verbreitet ist

  • Bühnenarchitektur: drei Wände, nur die »Vierte Wand zum Publikum hin ist offen (so wie oft im »Marionettentheater); Elemente des Bühnenaufbaus: Rampe, Rahmen, erleuchteter Bühnen- und dunkler Zuschauerraum

  • oft auch mit Rahmenbühne (meistens ohne sichtbare Wände links und rechts) gleichgesetzt; diese besitzt einen feststehenden Rahmen als »Proszenium; dadurch im Allgemeinen vollständige Trennung von Publikum und Bühne. auch wenn sie oft noch eine Vorbühne im Zuschauerraum besitzt

  • Bühne des realistischen Illusionsdramas ("Absolutheit der dramatischen Fiktion", Pfister 1977,S.43))

  • Stärkung der Rolle des Regisseurs und dessen Interpretation des dramatischen Textes bei den Inszenierungen klassischer Dramen (=Regietheater))

Der historische Guckkasten als verkleinernder Projektionsraum mi einer künstlich geschaffenen kleinen Welt

Guckkästen zur Vorführung einer künstlichen Miniaturwelt seit Mitte des 17. Jahrhunderts. Was er darbietet, "ähnelt einer Bühnenbildminiatur mit Guckloch, in die lediglich ein Prospekt ("Guckkastenblatt“) auf der Grundfläche oder im Hintergrund eingelassen ist. Werden davor auch noch bewegliche Figuren arrangiert, spricht man von einem Raritätenkasten, der einem Marionettentheater gleicht. Es gibt auch Guckkästen mit mehreren hinter- oder untereinander angeordnete  Kulissenrähmchen, die den Eindruck von Raumtiefe verstärken. Daraus entwickelt sich Anfang des 19. Jahrhunderts das Faltperspektiv."  (Alexander Košenina, in: metaphorik.de 11/2006)

Mitte des 18. Jahrhunderts kommen auch Guckkästen mit einem fortlaufenden Bildstreifen auf, der mit einer Kurbel bewegt wird. Zusammen mit Mikroskopen, die  als Vergrößerungsgeräte Einblicke mit dem bloßen Auge kaum oder gar nicht sichtbare in Details des Mikrokosmos ermöglicht, sind Guckkästen beliebte Apparate, um Sehweisen und Perspektiven einzunehmen, die einem ansonsten nicht möglich sind. Mikroskope können sich auch wohlhabendere Bürger leisten und tauchen in den Mikrokosmos in der Privatsphäre ihrer vier Wände ein, während der Guckkasten zur Attraktion auf Jahrmärkten und sonstigen Orten im öffentlichen Raum wird, wo er als  als "Fern-Seher" des 18. Jahrhunderts zur Unterhaltung und allgemeinen Volksbildung beiträgt. Und auch in der Kinderliteratur hat dieser Bildungsanspruch ihren Niederschlag gefunden wie z. B. in Carl Langs "Der Kleine mit dem Guckkasten oder schöne Raritäten für Knaben und Mädchen, welche sich in der Welt umsehen und erfahren wollen wie solche außerhalb der lieben Heimath beschaffen sey" (1806)."


(Quelle:www.metaphorik.de/11/kosenina.htm)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 13.07.2020

 
 

 
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