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 JUngfraw was moegt jhr euch ziehen (Nr. 87)

Aspekte der Analyse und Interpretation

Venus-Gärtlein (1656) - Textauswahl


FAChbereich Deutsch
Glossar
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Das Lied mit dem Eingangsvers JUngfraw was moegt jhr euch ziehen aus der Liedersammlung des Venus-Gärtleins (1656) trägt darin, den Titel An eine (doch nur zum Schein) sehr schewe und schamhaffte Jungfraw.

Es stammt aus »Gabriel Voigtländers (1596-1643) »Lieder und Oden . Erster Teil . Lübeck 1650 (Waldberg 1890, S.XXXIII), wo es auch mit Noten abgedruckt ist.


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Das Metrum des Liedes

Inhalt

Das männliche lyrische Ich des Liedes ärgert sich offenkundig darüber, dass sich die von ihm heißbegehrte Frau sich ihm immer wieder entzieht.

Dabei hat er keinerlei Verständnis dafür, dass sie sich dabei stets wie ein unschuldiges Kind von sieben Jahren gebärde und den Eindruck erwecke, dass sie überhaupt keine Ahnung davon habe, was sie mit einem Mann machen sollte. Dies erscheint ihm geradezu lächerlich, zumal er sie ja immer wieder dabei beobachtet habe, wie sie mit anderen jungen Männern in aller Öffentlichkeit kokettiert habe.

Ihr ganzer Habitus, ihre Art, sich immer fein und teuer zu kleiden, die Art und Weise, wie sie herumstolziere, tanze und allerlei neckische Dinge mache, zeige, dass sie im Grunde ganz anders sei, als das, was sie ihm gegenüber vorgebe: jedenfalls kein Kind von Traurigkeit oder eine junge Frau, die ins Kloster gehen wolle. Das zeigt ihr erotisches Spiel mit den Männern, das in einer eigenen Strophe aufgezählt wird::"Ewer Leffeln, Haende klopffen, haelsen kuessen, kuetzeln, stopffen, schmutzerlachen, schmatzen, lecken, Ohren zupffen, schimpffen, gecken".

So kann der Mann nicht akzeptieren, dass sie ihn mit dem Vorwand, in der Liebe noch unschuldig und unerfahren zu sein, immer wieder zurückweise. Schließlich sei es alt und mündig genug, um einen eigenen Haushalt zu führen und besitze auch weitere (dafür und für die Liebe) nötige Voraussetzungen und Fähigkeiten.

In jedem Fall will der Mann sich nicht so abspeisen lassen, sondern glaubt fest daran sie in in Zukunft für sich gewinnen zu können. Dazu malt er der Angesprochenen aus, was er selbst erotisch zu bieten hat: "Ich wil hertzen euch vnd druecken, lieben, laben, putzen, schmuecken, ehren, nehren, vnnd hoch achten, hegen, pflegen, ewer wachten, wollet solches doch betrachten".

Am Ende bittet er sie noch, ihm zu verzeihen, dass er sein Anliegen nur in einer schlichten Sprache vorzubringen wisse, betont aber zugleich, dass das, was und wie er es sage aber wirklich authentisch und ernst gemeint sei.

Zudem sei er durchaus auch darauf gefasst, wenn sie ihm wirklich einen Korb gebe, schließlich, so möchte man ergänzen, sei das ganze schließlich nur ein Angebot, dessen Ablehnung er offenbar auch ohne Weiteres verschmerzen kann.

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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 19.03.2022

   
 

 
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