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Mündliches und schriftliches Argumentieren

Oralität und Literalität

Pragmatische und textuelle Aspekte

 
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Mündlichkeit und Schriftlichkeit unterscheiden sich auf vielfältige Weise

Im Alltag ▪ argumentieren wir meistens mündlich, tun dies aber auch unter bestimmten Umständen auch schriftlich,

Deshalb muss man sich die Unterschiede zwischen Schreiben und Reden bzw. schriftlichem und mündlichem Argumentieren klarmachen.

ORALITÄT UND LITERALITÄT UNTER PRAGMATISCHEM ASPEKT
Oralität unter pragmatischem Aspekt

Für das Reden bzw. die Mündlichkeit (Oralität) gilt dabei unter pragmatischem Aspekt (Sprachhandeln) ganz allgemein:

  • Sprecher und Hörer sind beide an der ▪ Kommunikation beteiligt.

  • Der Sprecher kann auf die besonderen Eigenarten des Hörers eingehen.

  • Der Hörer kann Rückfragen an den Sprecher richten.

  • Aussagen können oftmals ohne weiteres wiederholt werden.

  • Ein Sprecherwechsel ist möglich.

  • Ebenso wichtig wie das, was mit Worten gesagt wird, ist das, was wir mit so genannten paraverbalen Mitteln (z. B. Stimmmodulation und -dynamik. Betonung, Sprechmelodie (Prosodie), Einschüben wie "mmh") oder allgemein über unsere ▪ Körpersprache mitteilen.

  • Nicht nur Standardsprache, sondern auch Soziolekte und Dialekte möglich.

  • Kann sich durch Spontaneität, Assoziationsmöglichkeiten und eine höhere Emotionalität auszeichnen.

  • Und: Das gesprochene Wort ist "flüchtig", d.h. es existiert, sofern keine schriftliche oder elektronische Aufzeichnung vorgenommen wird, nur im Hier und Jetzt.

Beim geschriebenen Wort bzw. der Schriftlichkeit (Literalität) ist das ganz anders.

  • Hier sind der Verfasser und der Adressat (Empfänger) eines Textes nicht in vergleichbarer Weise an der Kommunikation beteiligt. Diese ist situationsentbunden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von zerdehnter Kommunikation.

  • Die Produktion und die Rezeption des Testes erfolgen nicht zur gleichen Zeit.

  • Der Verfasser kann - insbesondere wenn sich seine schriftlichen Ausführungen nicht an einen bestimmten Empfänger oder einen genau eingrenzten Adressatenkreis richten - kaum auf besondere Eigenarten eingehen.

  • Der Empfänger kann keine unmittelbaren Rückfragen an den Verfasser richten. Reaktionen sind nur zeitversetzt möglich. Dadurch werden Wiederholungen (Redundanz) eher vermieden.

  • Es stehen keine paraverbalen und körpersprachlichen Kontaktsignale zur Verfügung. Eigentlich nut Interpunktion (z. B. Ausrufezeichen und ä. verwendbar; Ausnahme: so genannte Emoticons in der SMS-Kommunikation).

  • Standardsprache

  • Planbar und eher überlegt bei größerer Distanzierung von Emotionen.

  • Und: Das geschriebene Wort steht "Schwarz auf Weiß" geschrieben, d.h. es ist schriftlich dokumentiert.

Oralität und Literalität unter textuellem AspekT

Unter textuellem Aspekt unterscheiden sich zeichnet sich Oralität und Literalität ebenfalls.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 14.06.2020

     
 

 
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