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Goethe: Egmont - 2. Aufzug:  Egmonts Wohnung

Interpretation

Dialog Egmont und Oranien (II,9)

 
 
  Das Gespräch zwischen Egmont und Oranien im 2. Aufzug (2. Zwischenakt: Egmonts Wohnung, II,9) dreht sich um das Problem, wie die niederländischen Fürsten auf die bevorstehende Ankunft Herzog Albas, des neuen Regenten, in den zum spanischen Habsburgerreich zählenden niederländischen Provinzen reagieren sollen.

Inhaltlich betrachtet, lässt sich das Gespräch zwischen den beiden Fürsten, die als Statthalter der Krone in spanischen Diensten stehen, in vier Abschnitte einteilen.

  • Im ersten Abschnitt geht es um die Bedeutung und Bewertung der Äußerungen der Regentin Margarete von Parma in dem gerade erst vor knapp 2 Stunden geführten Gesprächs mit beiden.

  • Die Diskussion über die Wahrscheinlichkeit einer bevorstehenden Änderung der königlichen Politik bestimmt den zweiten Abschnitt des Dialogs.

  • Im dritten Abschnitt geht es um konkrete Schritte angesichts der baldigen Ankunft des spanischen Heeres unter Herzog Alba und dessen Übernahme der Regentschaft.

  • Im vierten und letzten Abschnitt trennen sich die Wege der beiden Fürsten, die der gleichen Sache auf unterschiedliche Art und Weise dienen wollen.

Als Oranien bei Egmont eintrifft, kommen die beiden ohne lange Umschweife direkt zur Sache. Oranien will Egmonts Einschätzung der Äußerungen Margarete von Parmas erfahren, doch dieser erklärt, sehr zum Erstaunen seines Gegenübers, dass er nichts Auffälliges bemerkt habe. Die von Oranien aus ihren Worten herausgehörte Amtsmüdigkeit der Regentin sowie deren Hinweise auf eine mögliche Änderung der Politik Philipps l. gegenüber den niederländischen Provinzen habe er nur zum Teil mitbekommen, da er zu diesem Zeitpunkt in Gedanken woanders gewesen sei.

 

 
     
     
   Arbeitsanregungen:

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