teachSam- Arbeitsbereiche:
Arbeitstechniken - Deutsch - Geschichte - Politik - Pädagogik - PsychologieMedien - Methodik und Didaktik - Projekte  - So navigiert man auf teachSam - So sucht man auf teachSam - teachSam braucht Werbung


deu.jpg (1524 Byte)

 

Bausteine: Michael Berg

Arbeitsanregungen (Sammlung)

Bernhard Schlink, Der Vorleser - Aspekte der Erzähltextanalyse - Figurengestaltung

 
FAChbereich Deutsch
Glossar Literatur Autorinnen und Autoren Bernhard Schlink Überblick Kurzbiografie Der VorleserDidaktische und methodische AspekteÜberblickHistorischer Hintergrund Aspekte der Erzähltextanalyse Überblick Handlungsverlauf Zeitgestaltung Raumgestaltung Erzählverhalten Darbietungsformen  Figurengestaltung Überblick [
Michael Berg Überblick Michaels Beziehung zu seinem Vater Schuldgefühle und Schuldbewusstsein Michaels Michael Bergs Sicht auf Hannas Analphabetismus Bausteine ] Hanna Schmitz  Familie Berg Mitschüler*innen und Studienkollegen Michael Bergs Die Frauen Das Gericht Verschiedene Figuren der Tätergeneration Bausteine Themen Motive  Rezeptionsgeschichte Textauswahl Bausteine Links ins Internet • Häufig gestellte Fragen  Schreibformen Rhetorik Filmanalyse ● Operatoren im Fach Deutsch
 

  

Michaels Beziehung zu Hanna

Arbeitsanregung 1:

Kreatives Schreiben Produktive Textarbeit Gestaltende Interpretation

Michael Berg schreibt • Hanna während ihrer Affäre zweimal "lange Briefe" (Schlink, Der Vorleser, Erster Teil, Kap. 10, S.50), über deren genauen Inhalt sich der Erzähler allerdings ausschweigt, auch wenn er sie in den Kontext von Streits stellt, die zwischen Hanna und ihm in der Zeit ihrer Affäre stattgefunden haben,

  1. Wählen Sie in der Geschichte der Liebesbeziehung zwischen Hanna und Michael im Ersten Teil des Romans eine Stelle aus, an der Michael einen der beiden Briefe geschrieben haben könnte.

  2. Verfassen Sie im Anschluss daran diesen Brief aus der Sicht des erzählten Ichs, des jugendlichen Ich-Erzählers.

  3. Im Anschluss daran tauschen Sie Ihren Brief mit einem anderen Schüler oder einer anderen Schülerin aus.

  4. Verfassen Sie dann einen Kommentar aus der Sicht des erzählenden Ichs, dem ca. 50-jährigen Michael Berg zu diesem Brief.

  5. Stellen Sie Ihre Ergebnisse im Plenum oder einer kleineren Lerngruppe vor.

Michael und Probleme der Adoleszenz

Arbeitsanregung 1:

Im Rückblick auf seine Jugendzeit reflektiert • Michael Berg, über die Psychodynamik, die ihn als Jugendlichen beschäftigt hat:

"Geht das allen so? Ich fühlte mich, als ich jung war, immer entweder zu sicher oder zu unsicher, Entweder kam ich mir völlig unfähig, unansehnlich und nichtswürdig vor, oder ich meinte, ich sei alles in allem gelungen und mir müsse auch alles gelingen, Fühlte ich mich sicher, dann bewältigte ich die größten Schwierigkeiten. Aber das kleinste Scheitern genügt, mich von meiner Nichtswürdigkeit zu überzeugen. Die Wiedergewinnung der Sicherheit war nie das Resultat von Erfolg; hinter dem, was ich eigentlich von mit als Leistung erwartete und von den anderen an Anerkennung ersehnte, blieb der Erfolg kläglich zurück, und ob ich diese Kläglichkeit empfand oder mich der Erfolg doch stolz machte, hing davon ab, wie es mir ging." (Schlink, Der Vorleser, »Erster Teil, Kap. 13, S.64)

  1. Arbeiten Sie heraus: Worin besteht nach Ansicht des Ich-Erzählers die Psychodynamik, die seine Gefühlswelt als Jugendlicher ausgemacht haben?

  2. Beantworten Sie die eingangs gestellte rhetorische Frage des Erzählers, in dem Sie die dargestellten Probleme mit den typische • Entwicklungsaufgaben und -probleme der Adoleszenz vergleichen

  3. Zeigen Sie an ausgewählten Textbeispielen auf, wo sich diese Probleme für den Ich-Erzähler in der Zeit erzählten Zeit seiner dargestellten Jugend zeigen und wie er im Einzelnen damit umgeht. Lassen sich dabei typische Bewältigungsstrategien (• Coping-Strategien) erkennen, mit denen Jugendliche in der Adoleszenz häufig ihre Alltagsprobleme bewältigen?

Die Schuldgefühle des Ich-Erzählers

Der Ich-Erzähler • Michael Berg in • Bernhard Schlinks Roman • »Der Vorleser« nimmt in • zahlreichen Reflexionen und Kommentaren zum eigenen Fühlen, Denken und Handeln Stellung. Dabei kreisen seine Überlegungen sehr oft um Vorstellungen eigener Schuld, die er sich individuell aufgeladen hat oder die im als Angehöriger seiner Generation aus der NS-Vergangenheit aufgebürdet erscheint. Die von ihm empfundene Schuld entwickelt sich zu einem  Schuldsyndrom, aus dem es nach Ansicht des Erzählers kein Entkommen gibt. Im Rückblick nimmt er dazu wie folgt Stellung:

"Allerdings änderte der Umstand, dass ich sie nicht vertrieben hatte, nichts daran, dass ich sie verraten hatte, Also blieb ich schuldig. Und wenn ich nicht schuldig war, weil der Verrat einer Verbrecherin nicht schuldig machen kann, war ich schuldig, weil ich eine Verbrecherin geliebt hatte." (S.131)

  1. Arbeiten Sie an der Handlung des Textes heraus, woraus sich die Schuldgefühle Michael Bergs entwickeln.

  2. Zeigen Sie, wie er mit dieser Schuld umgeht.

    • Was unterscheidet Michaels Schuldgefühle von Hannas Schuld?

  3. Legen Sie dar, wie der Roman darüber hinaus das Problem der Schuld zum Thema macht.

Michael in der Zeit nach Hannas Verschwinden

Arbeitsanregung 1:

Nachdem Hanna die Stadt verlassen hat, versucht Michael mit der neuen Situation zurechtzukommen. Dabei erscheint die Art, wie er dies tut, dem erzählenden Ich im Nachhinein ein Indiz dafür zu sein, dass er "die Erinnerung an Hanna zwar verabschiedet, aber nicht bewältigt hatte." (Schlink, Der Vorleser, »Zweiter Teil, Kap. 1, S.84)

Untersuchen Sie das Erste Kapitel des Zweiten Teils (S.83-84) darauf, wie Michael in den letzten Jahren seiner Schulzeit und dem Beginn seines Jurastudiums die Trennung von Hanna verarbeitet.

  1. Geben Sie dazu, den Inhalt des Kapitels in Form einer Inhaltsangabe wieder.

  2. Arbeiten Sie heraus, wie sich der junge Michael Berg in dieser Zeit entwickelt und welche Rolle seine Strategien zur Bewältigung des Vergangenen für seine charakterliche Entwicklung in dieser Zeit haben.

  3. Zeigen Sie, wie das erzählende Ich diese charakterliche Entwicklung im Nachhinein beurteilt.

Michael und Hanna als Angeklagte

Arbeitsanregung 1:

Kreatives Schreiben Produktive Textarbeit Gestaltende Interpretation

Zur • Urteilsverkündung erscheint • Hanna nach dem mehrwöchigen Prozess im Juli 1966 zur Empörung zahlreicher Zuschauerinnen und Zuschauern in einem schwarzen Kostüm mit weißer Bluse Kleidung, die nicht nur dem erlebenden Ich, sondern auch den anderen Zuschauerinnen und Zuschauern des Prozesses in Farbe und Schnitt wie eine schwarze SS-Uniform Zeichen erscheint. (• II, 17 - »S.156). Anders als an vielen anderen Stellen des Romans verzichtet der Ich-Erzähler aber an dieser Stelle darauf, dieses Verhalten Hannas zu kommentieren.

  • Verfassen Sie einen Text, indem der Ich-Erzähler über dieses Verhalten reflektiert und wie er das Urteil, das über Hanna vom Gericht gesprochen wird, verarbeitet.

 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 04.06.2024

 
 

 
ARBEITSTECHNIKEN und mehr
Arbeits- und ZeitmanagementKreative ArbeitstechnikenTeamarbeit ▪ Portfolio ● Arbeit mit Bildern  Arbeit mit Texten Arbeit mit Film und VideoMündliche KommunikationVisualisierenPräsentationArbeitstechniken für das Internet Sonstige digitale Arbeitstechniken 
 

      
  Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA)
Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von
externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de
-
CC-Lizenz