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Nonverbale Selbstdarstellung

Überblick

Pragmatik Kommunikation  – Nonverbale Kommunikation


FAChbereich Deutsch
Glossar Literatur Linguistik (Sprachwissenschaft)
RechtschreibungGrammatik / Syntax Semantik Pragmatik Überblick Kommunikation Überblick ▪ Kommunikationsmodelle Sprechen als Handeln Nonverbale Kommunikation Didaktische und methodische AspekteÜberblick Klassifikation nach SinnenFunktionen Olfaktorische Kommunikation Akustische Kommunikation Visuelle Kommunikation [ Selbstdarstellung im Rahmen nonverbaler Kommunikation Überblick ◄ ▪ Signale der Selbstdarstellung ] Textauswahl Bausteine Textauswahl   Soziolinguistik Textlinguistik Gesprächsanalyse Schreibformen Rhetorik Filmanalyse Operatoren im Fach Deutsch
 

Was zur »Persönlichkeit eines Menschen gehört, wird von den unterschiedlichen Wissenschaften anders oder mit einer jeweils anderen Akzentsetzung beantwortet.

Fast immer aber spielt Gegensätzliches hinein, denn, wenn wir von Persönlichkeit sprechen, geht es häufig um die Spannung zwischen dem äußeren Schein, den wir erzeugen, und den Rollen, die wir spielen, einerseits und dem, was wir als authentisches Selbst oder als unser eigentliches bzw. "wahres Ich" verstehen.

Was wir von unserer Persönlichkeit in Interaktionen mit anderen willentlich oder unwillkürlich einbringen, ist damit Teil unserer Persönlichkeitsdarstellung.

Dabei hat der Begriff der Selbstdarstellung, der eher die beabsichtige Außenwirkung einer Person bezeichnet, im Alltagssprachgebrauch eher einen negativen Beigeschmack, selbst wenn das Performen der eigenen Person in den sozialen Netzwerken unserer Zeit

Ein/e Selbstdarsteller*in ist, im Jargon der Bühnensprache ausgedrückt, eine "Rampensau", jemand der/die sich gerne einem Publikum präsentiert. Wer gerne vorne an der Rampe der Bühne steht, traut sich zu, den Eindruck, welchen er/sie auf das Publikum macht, auch zu kontrollieren. Dazu sendet er/sie bestimmte • Signale aus.

Soziologisch ist die • Singularisierung, bei der postmoderne Subjekte "nach Einzigartigkeit und Außergewöhnlichkeit" (Reckwitz (2017/2019, S.9) streben und z. B. in den sozialen Medien ihre Profile zur Schau stellen, Ausdruck eines gesellschaftlichen Strukturwandels, der auch den Umgang mit der bewussten idealisierenden Selbstdarstellung verändert und beeinflusst. "Den eigenen Style", die eigene Besonderheit zu "performen", ist in diesen zentralen Arenen mit ihrem "umfassenden sozialen Attraktivitätsmarkt" (ebd.) zu einem "Kampf um Sichtbarkeit" (ebd.) geworden, in dem bestimmte Charaktereigenschaften bzw. Persönlichkeitsmerkmale nachgefragt werden.

Allerdings weiß das Publikum aber auch, dass derartige Selbstdarsteller*innen ein oft völlig idealisiertes Bild ihrer Persönlichkeit erzeugen wollen Es sieht, sofern es sehen kann und will, dass diese Art von Selbstdarstellern wie hinter einer Maske agiert. Insofern kann eine solche Selbstdarstellung auch in einer Art stillschweigender Übereinkunft zwischen "Darsteller*innen" und Publikum erfolgen.

Gelingt es den Selbstdarsteller*innen auch ihr nonverbales Verhalten so zu kontrollieren, dass es mit seiner Rolle weitgehend im Einklang steht, dann können Selbstdarstellungen dieser Art aber auch so überzeugend wirken, dass sie die anderen manipulieren und täuschen können.

Kommunikation und Selbstdarstellung stehen bei der Körpersprache in einem besonders engen Zusammenhang.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 27.01.2026

   
 

 
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