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Bausteine zur Lyrik des Barock

Logozentrische Sprechweise des Barock

Paul Stöcklein (1956)


FAChbereich Deutsch
Glossar
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"Die Sprechweise des Barock ist logozentrisch. Eine völlig unträumerische Wachheit – aber nicht nüchtern, vielmehr begeisterungs- und spielfreudig – ist sich ständig über die sittlichen und körperlichen Schwächen des Ichs, über alle Hinfälligkeit und den Tod klar. Die Schrecken des Vergehens und Verwesens können sogar in Liebes- und Scherzsonette einfließen. So selbstverständlich sind sie [...]. Alle Phänomene, die die Dichtung aufruft, sind feste Größen, etwa auch das carpe diem, das keine leichte oder rauschhafte Entpflichtung bedeutet, vielmehr Erfüllung einer bestimmten Lebensstunde oder Lebenslage. Alles hat seinen Platz im theatrum mundi, dessen Grundlinien zwar Gott gezogen, deren Ausfüllung er aber, mit großem freien Spiel-Raum, dem Menschen überlassen hat. Die gegebenen Formen sollte man neu und geistreich ausfüllen, ohne sie zu verletzen. So im Leben wie in der Kunst. Kunst wächst aus Handwerk. Das Individuelle, zumal das individuelle Gefühl, hat in der Kunst kaum Platz und Ausspracherecht. So fest die Formen sind, es fehlt jeder Rigorismus. Der Schmerz über das Vergehen: er ist eine "natürliche Regung" und lebt sich ebenso elementar aus, wie an seinem Ort der Zorn oder die Schäfer-Abgeschiedenheit oder die Wollust oder die Ermattung. Sie sollen alle in ihren Wesensfarben glühen (welche doch zusammen harmonieren). Aber nicht soll aus der Rolle fallen."

(aus: Stöcklein, Paul (1956): Hofmannswaldau und Goethe: "Vergänglichkeit" im Liebesgedicht, in: Hirschenauer/Weber (Hg.)1956, S.77-98, h: S.96)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 16.08.2021

   
   Arbeitsanregungen:
  1. Arbeiten Sie heraus, was Paul Stöcklein unter der logozentrischen Sprechweise des Barock versteht.
  2. Erläutern Sie in diesem Zusammenhang die Aussage von Paul Stöcklein:
    "Kunst wächst aus Handwerk."
  3. Stöcklein bezeichnet im Gegensatz zur logozentrischen Sprechweise des Barock den "Denk- und Sprechstil bei Goethe [...] als kardiozentrisch". Was könnte damit gemeint sein?
 
 
 

 
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