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Brainstorming als Individualtechnik

Überblick

 
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Mit individuellen Brainstormingtechniken Vorwissen aktivieren und neue Ideen kreieren

Als Methode zur ▪ Ideenfindung in Gruppen hat sich ▪ Brainstorming zunächst einen Namen gemacht. Inzwischen wird der Begriff aber auch für eine Vielzahl individuell praktizierbarer Methoden verwendet, mit denen man auf dem Weg einer freien oder gelenkteren Assoziation Gedächtnisinhalte abrufen und neue Ideen kreieren kann.

Freies Brainstorming

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Als freies Brainstorming bezeichnet man assoziative Techniken, bei denen abgesehen vom auslösenden Moment, dem Reiz, Thema, Sachverhalt, Problem, um das sich das Brainstorming dreht, keine weiteren Vorgaben gemacht werden oder Hilfen bereitgestellt werden. Hier ist alles erwünscht, was einem spontan dazu einfällt, ohne dass irgendeine Einschränkung gemacht wird. Im Grunde sollen die Ideen fließen, ohne dass wir unseren Verstand oder unsere Gefühle als Filter zu nutzen, um schon während des Ideenflusses irgendwelche Vorbewertungen vorzunehmen oder irgendetwas gleich auszusortieren. Dass dies natürlich nur ein Idealmodell sein kann, ist allerdings klar. Unsere Gedächtnisinhalte "schwirren" schließlich nicht unsortiert in unserem Kopf herum, sondern sind dort längst verarbeitet mit kognitiven oder emotionalen ▪ Schemata z. B. und mentalen Modelle, die selbstverständlich auch auf Bewertungen unterschiedlicher Art beruhen. Brainstorming, so wie wir es hier verstehen, ist schließlich auch keine Methode zur psychischen Innenschau, führt in den Kontexten, in denen es gewöhnlich in Schule und Beruf eingesetzt wird, nicht hinein ins Unbewusste führt, das, wie im wie im ▪ Eisbergmodell des Bewusstseins dargestellt, unter unserer Wahrnehmungsschwelle aktiv ist.

Freies Brainstorming ist auch bei der Wahl der Mittel, mit denen die Ideen dargestellt bzw. notiert werden, vollkommen frei. Wörter, verkürzte Sätze, Sätze, Symbole, Bilder und Grafiken, kurz alles ist erlaubt, was die Ideen die einem beim Assoziieren einfallen, festhalten kann. Und wie so oft sagen auch in diesem Falle ▪ Bilder manchmal mehr als tausend Worte.

Wie alle kreativen Techniken verlangt auch das Brainstorming ein bisschen Übung und die Fähigkeit und Bereitschaft, sich auf den kreativen Prozess einzustimmen.

So wird's gemacht
  1. Suchen Sie einen Ort auf, an dem Sie in einer angenehmen Atmosphäre konzentriert und ungestört lesen und arbeiten können und stellen Sie das benötigte Arbeitsmaterial bereit , z. B. Stifte, Papier oder auch Ihr Tablet mit einer geeigneten App.

  2. Stimmen Sie sich auf kreatives Denken und Fühlen ein, indem Sie sich bewusst entspannen. Sie können das auch mit geeigneter Musik tun.

  3. Nehmen Sie dann ein oder am besten mehrere leere Blätter (alternativ: ein Blatt im DIN A3-Format) zur Hand.
    Vielleicht schließen Sie dann für einen Moment die Augen und warten darauf, was Ihnen zuerst zum Thema einfällt.

  4. Notieren Sie dann möglichst in knapper Form Ihre erste Idee oder machen Sie dafür eine Skizze bzw. zeichnen ein kleineres Bild oder Bildsymbol.

  5. Verfahren Sie dann in der gleichen Art und Weise weiter.

  6. Kehren Sie dabei immer wieder zu den von Ihnen gemachten Notizen zurück und lassen Sie sich von dem, was Sie schon notiert oder skizziert haben, zu neuen Ideen inspirieren.

  7. Notieren Sie auch Dinge, die Ihnen einfallen, aber von denen Sie eigentlich sofort annehmen, dass sie gar nicht dazu gehören.

  8. Sortieren Sie erst nach dem Brainstorming jene notierten Ideen aus, die bei einer genaueren Nachprüfung nicht zum Thema, dem Sachverhalt oder dem Problem bzw. dem Standpunkt, den Sie dazu einnehmen, passen.

Gelenktere Formen des Brainstorming

Neben dem freien Brainstorming gibt es aber auch gelenktere Formen des Brainstorming  Dazu zählen assoziative Verfahren der Ideenfindung, die bestimmte Hilfen oder Strukturen vorgeben oder anbieten, mit denen der Ideenfluss in schon strukturierten Bahnen in Gang kommen soll.

Dazu zählen z. B. Verfahren wie die

Sie besteht einer unterschiedlich gestaltbaren Liste aller Buchstaben des deutschen Alphabets. Beim Brainstorming soll man dann versuchen zu möglichst vielen Buchstaben ein Wort oder eine Wortgruppe zu schreiben, die mit dem vorgegeben Thema der Assoziation in Verbindung gebracht wird.

  • Stehen die Buchstaben am Anfang der ABC-Liste, sollen auch die Begriffe, die hier hingeschrieben werden, mit dem entsprechenden Buchstaben beginnen. Dies gelingt gewöhnlich nicht bei allen Buchstaben. Häufig bleiben die Zeilen für X, Y, Q o. ä. dann eben frei. (▪ ABC 1)

  • Steht der Buchstabe in der Mitte der ABC-Vorlage, darf der Buchstabe an jeder Stelle des Wortes eingebaut sind. (▪ ABC 2)

  • W-Fragen-Methode

Dabei versucht man zunächst einmal verschiedene Aspekte eines Problems mit W-Fragen zu erfassen und notiert im Anschluss daran die Ideen, die einem dazu einfallen.

Um Ideen zu einem Thema zu finden, stellt man es in ganz bestimmte Kontexte, in denen das Thema oder Problem eine Rolle spielen könnte. Wichtig ist dabei freilich, dass die Kontexte frei gewählt werden können. Natürlich gibt es dann auch Kontexte, die sich im Prozess der Ideenfindung als wenig ergiebig herausstellen. Viel wichtiger als den Versuch einer systematischen (Vor-) Ordnung von Kontexten nach bestimmten Strukturierungsmustern (z. B. vom Allgemeinen zum Besonderen, vom Kleinen zum Großen,)  zu machen, ist es die Bedeutung des Themas in vielerlei Kontexten zu betrachten.

Die Methode "Kalkül" (Fritzsche) setzt bei der Ideenfindung darauf, dass man durch einen fortlaufenden, in begrifflichen Gegensatzpaaren entwickelnden Denkprozess (Binäroppositionen) die vielfältigen Facetten eines Themas erschließen und damit "durchkalkulieren" kann.
Das Kalkül besteht also darin, ein Thema in möglichst vielen solcher Gegensatzpaaren zu erfassen, die eine immer weiter reichende Struktur von Verästelungen bilden

Zur Ideenfindung geht man dabei von einem bestimmten Schreibimpuls, häufig einer Art Kernwort, aus. Im Schreibmodus werden dabei Ideen gesucht und aufgeschrieben und zwar so, dass  für eine kurze Zeitspanne ohne Absetzen des Schreibgeräts einfach niedergeschrieben wird, was einem durch den Kopf geht. Die Methode zielt dabei vor allem darauf ab, jemanden ins Schreiben zu bringen, um durch das Niedergeschriebene weitere Assoziationen zu evozieren.

Brainstorming bei zur Stoffsammlung bei der freien Problem- und Sacherörterung

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 20.01.2020

               
 

 
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