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Hans Assmann von Abschatz: [Schertz-Sonnette] (1704) - Textauswahl

« 13. Die Schöne Zernarbte. »

 
FAChbereich Deutsch
Glossar Literatur Autorinnen und Autoren
Hans Assmann von Abschatz (1656-1699)Überblick Lyrische Texte [ Schertz-Sonnette (1704) ▪ Überblick Sonettzyklus im Überblick Textauswahl ◄ ▪ Bausteine ] ...   Schreibformen Operatoren im Fach Deutsch
 

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Petrarca und die Überbietungspoetik des Barock
Petrarkismus und barocke Liebesauffassung
▪ 
Petrarkismus, Manierismus und galanter Stil

Der epigrammatische Text, den der Autor in seiner ▪ Vorschau über den Sonettzyklus zu diesem Gedicht verfasst, lautet:

13. Die Schöne Zernarbte.

Welch Unfall/ was für Grimm hat dieses Feld zerwühlt?
Nicht Feld; den Himmel selbst/ die Tier-bestirnten Auen/
worauf der Augen Sonne in vollen Flammen spielt.

Hans Assmann von Abschatz
13. Die Schöne Zernarbte.

Währ auch ohne Unterscheid und Teilung schön zu nennen
Der blau-gewölbten Last geraumes Wunder-Feld?
Und würde Phebus nicht in steter Irre rennen/
Im Fall ihm keine Bahn und Strasse vorgestellt?
Des Himmels Antlitz lest sich eine Narbe trennen/
Die Tag und Nacht/ die Hitze und Frost in Waage hält/
Der Sonnen-Lauf umschränkt/ und jeder muß bekennen/
Auf diesem Striche Ruhe der Wohlstand aller Welt.
In Gärten liebet man der Felder Unterscheid:
Ein unbefurchtes Land ist ohne Fruchtbarkeit;
Ein unzerteiltes Haar der Wildnis zu vergleichen:
Darum führest mit Recht/ als einen Pol/ dies Zeichen.
Ja weil dein Angesicht hegt zweier Sonnen Schein/
So sollten billig auch zwei Strassen drinnen sein.

 

(Hans Assmann von Abschatz: Alexandri Adimari übersetzte Schertz-Sonnette oder Kling-Gedichte über die auch bey ihren Mängeln vollkommene und Lieb-würdige Schönheit des Frauenzimmers in: Abschatz, Hans Assmann von: Poetische Ubersetzungen und Gedichte. Leipzig, 1704., online verfügbar: In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/abschatz_gedichte_1704/294>,  abgerufen am 21.03.2022)

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Petrarca und die Überbietungspoetik des Barock
Petrarkismus und barocke Liebesauffassung
▪ 
Petrarkismus, Manierismus und galanter Stil

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 24.03.2022

 
   Arbeitsanregungen:
  1. Fassen Sie den Inhalt des Gedichts knapp zusammen.
  2. Inwiefern müntzt es den petrarkistischen Schönheitspreis in ein antipetrarktisches Hässlichkeitslob um? Was macht eine "Zernarbte" "schön"?
  3. Das Gedicht ist Teil eines Sonettzyklus, den Hans Assmann von Abschatz "Schertz-Sonnette" nennt. Welche Vorstellung verbirgt sich Ihrer Meinung nach dahinter?
  4. Arbeiten Sie den Bezug des epigrammatischen "Vorschau"-Textes zu dem nachfolgenden Gedicht heraus.
  5. Was sagt es Ihrer Ansicht nach aus, dass eine so schwere körperliche Entstellung zu einem Thema künstlerischer Selbstdarstellung werden konnte?
  6. Das Gedicht kann als ein antipetrarkistisches manieristisches Werk angesehen werden. Inwiefern lässt sich dies begründen?
  7. Können Sie sich vorstellen, dass ein solches Gedicht heute Anklang finden würde?
 
 
 

 
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