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Hans Assmann von Abschatz: [Schertz-Sonnette] (1704) - Textauswahl

« 37. Der schöne riechende Mund. »

 
FAChbereich Deutsch
Glossar Literatur Autorinnen und Autoren
Hans Assmann von Abschatz (1656-1699)Überblick Lyrische Texte [ Schertz-Sonnette (1704) ▪ Überblick Sonettzyklus im Überblick Textauswahl ◄ ▪ Bausteine ] ...   Schreibformen Operatoren im Fach Deutsch
 

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Petrarca und die Überbietungspoetik des Barock
Petrarkismus und barocke Liebesauffassung
▪ 
Petrarkismus, Manierismus und galanter Stil

Der epigrammatische Text, den der Autor in seiner ▪ Vorschau über den Sonettzyklus zu diesem Gedicht verfasst, lautet:

37. (*Der schöne riechende Mund.*)

(Ob deine Liebste nicht nach fremdem Bisam schmeckt/
Es will sich sie darum zu hassen nicht geziemen:
Weil auch die Biene nicht nur lauter Rosen leckt.)

Hans Assmann von Abschatz
37. Der schöne riechende Mund.*

Ist dein Gesicht und Ohr vergnügt bei dieser Schönen/
Kannstu mit Lust den Kuß der Wangen wieder käuen/
Durch weicher Glieder Schnee die kühne Hand erfreuen/
Was willst_du ihren Mund und Atem viel verhöhnen?
Soll sie den geilen Kot der fremden Katz entlehnen/
Was nach dem Marder schmeckt/ in Haar und Kleider streun?
Willst_du Gewinn und Lust der Nase wegen scheuen?
Geruch/ der schwächste Sinn/ darf Liebe nicht bekrönen.
Der Rosen Süßigkeit beleidigt den Molen,
Mit Äpfeln aus dem Stall erquickt sich Constantin.
Dein ekelnd Haupt verschmäht/ was andere nach sich zieht.
Was Ambra schwächt/ wird oft durch Asa frisch gemacht/
Wird Wild und Königskrone um den Geruch verachte?
Am besten reicht die Frau/ die nach nichts fremden reicht.

 

(Hans Assmann von Abschatz: Alexandri Adimari übersetzte Schertz-Sonnette oder Kling-Gedichte über die auch bey ihren Mängeln vollkommene und Lieb-würdige Schönheit des Frauenzimmers in: Abschatz, Hans Assmann von: Poetische Ubersetzungen und Gedichte. Leipzig, 1704., online verfügbar: In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/abschatz_gedichte_1704/294>,  abgerufen am 21.03.2022)

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Petrarca und die Überbietungspoetik des Barock
Petrarkismus und barocke Liebesauffassung
▪ 
Petrarkismus, Manierismus und galanter Stil

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 24.03.2022

 
   Arbeitsanregungen:
  1. Fassen Sie den Inhalt des Gedichts knapp zusammen.
  2. Inwiefern müntzt es den petrarkistischen Schönheitspreis in ein antipetrarktisches Hässlichkeitslob um? Was macht einen "riechenden" "schön"?
  3. Das Gedicht ist Teil eines Sonettzyklus, den Hans Assmann von Abschatz "Schertz-Sonnette" nennt. Welche Vorstellung verbirgt sich Ihrer Meinung nach dahinter?
  4. Arbeiten Sie den Bezug des epigrammatischen "Vorschau"-Textes zu dem nachfolgenden Gedicht heraus.
  5. Das Gedicht kann als ein antipetrarkistisches manieristisches Werk angesehen werden. Inwiefern lässt sich dies begründen?
  6. Können Sie sich vorstellen, dass ein solches Gedicht heute Anklang finden würde?
 
 
 

 
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