teachSam- Arbeitsbereiche:
Arbeitstechniken - Deutsch - Geschichte - Politik - Pädagogik - PsychologieMedien - Methodik und Didaktik - Projekte - So navigiert man auf teachSam


deu.jpg (1524 Byte)

Strukturen der Zeitgestaltung: Dauer

Erzählzeit


FAChbereich Deutsch
Center-Map Glossar
Literatur:▪ Autorinnen und Autoren Gattungen Erzählende Texte Strukturen von Erzähltexten Strukturbegriffe der Erzähltextanalyse Center-Map Überblick Auswahl (Zusammenstellungen wichtiger Strukturbegriffe) Darstellungsebene und Ebene des DargestelltenWIE WIRD ERZÄHLT? (Zeitgestaltung, Perspektiven, Darbietungsformen ...) ÜberblickModell der narrativen Kommunikation   Zeitgestaltung Überblick Leitfragen zur Analyse Strukturen Überblick Ausschnitt Reihenfolge (Ordnung)  [  Dauer/Erzählgeschwindigkeit  ▪ Überblick Erzählzeit Erzählte ZeitErzählgeschwindigkeit Bausteine ]  ▪ Frequenz Textauswahl Bausteine Typologien des Erzählers Perspektiven beim ErzählenDarstellung von Rede und mentalen Vorgängen (Darstellungs-/Darbietungsformen) Wissensvermittlung und Informationsvergabe Erzählen über das Erzählen Zuverlässigkeit und Unzuverlässigkeit des ErzählensStilmerkmale der Erzählung Bausteine WAS WIRD ERZÄHLT? (Handlung, erzählte Welt, Figur, Raum) Bausteine Formen erzählender Texte Dramatische Texte Lyrische Texte Literarische Zweckformen  ▪ Literaturgeschichte Motive der Literatur Grundlagen der Textanalyse und Interpretation Literaturunterricht Schreibformen ▪ Analyse und Interpretation von Erzähltexten in der Schule Operatoren im Fach Deutsch

 


▪  Leitfragen zur Analyse der Zeitgestaltung in einer Erzählung

Zeitdimensionen des Erzähltextes

Mit dem Begriff der Erzählzeit (= Diskurszeit, discourse-time, temps de lecture) bezeichnet man jenen Zeitraum, den man benötigt, um eine Geschichte zu erzählen bzw. zu lesen. Als synonyme Begriffe werden dafür auch Begriffe wie Lesezeit, Vorlesezeit oder Textzeit verwendet. Damit unterscheidet sich der Begriff von dem der erzählten Zeit, bei der es um den Zeitraum geht, der in einer Geschichte erzählt wird. Das Verhältnis dieser beiden Strukturen der Zeitgestaltung bestimmt im Kern, wie "schnell" ein Geschehen erzählt wird.

Dennoch: Die Erzählzeit ist vom Leser abhängig, der letzten Endes darüber bestimmt, wie lange sein Leseprozess andauert. Aus diesem Grunde kann sie sich natürlich auch beträchtlich voneinander unterscheiden. Als eine Art "Hilfskonstruktion" (Schwarze 1982, S.156, Anm. 18) kann man daher auch den Umfang als Zeilen- oder Seitenumfang eines Erzähltextes heranziehen und ihn in ein Verhältnis zur erzählten Zeit setzen, wobei grundsätzlich gilt, dass die Erzählzeit "die im narrativen Text wiedergegebene Wirklichkeit interpretiert." (ebd.)

Die im Text dargestellte Wirklichkeit kann z. B. dadurch interpretiert werden, dass die Erzählzeit, die vom Leser aufgewendet werden muss, beträchtlich größer ist als in Wirklichkeit. Wer z. B. den "Lebensfilm" erzählen will, den eine Figur kurz vor einem Frontalzusammenstoß mit seinem Auto wahrnimmt, kann so sehr er sich auch bemüht, dieses in Sekundenbruchteilen sich abspielende psychische Ereignis mit all seinen Bildern nicht annähernd zeitdeckend erzählen. Die Ausdehnung der Erzählzeit kann dabei auch zu einer imaginären Zeitwahrnehmung führen, wie das Jose Luis Borges eindrücklich vor Augen führt.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 09.09.2020

 
 

 
EPISCHE TEXTE
Center-Map
Überblick Formen epischer Prosa Epische Kleinformen FabelKurzgeschichte Gleichnis Parabel Strukturen epischer Prosa Häufig gestellte Fragen Erzähltechnische Mittel Raumgestaltung Zeitgestaltung Darbietungsformen des Erzählens Figurengestaltung Erzählperspektive - Erzählsituation Strukturwandel in der modernen Epik Bausteine

INTERPRETATION EINES EPISCHEN TEXTES
Aspekte der Analyse Funktionszusammenhang Literarische Charakteristik Häufig gestellte Fragen

 
  Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA)
Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von
externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de
-
CC-Lizenz