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Brainstorming mit Vorgaben als Individualtechnik

ABC-Liste

 
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Brainstorming im Alphabetmodus

Um den Ideenfluss beim ▪ individuellen Brainstorming (Brainwriting) anzuregen und im Fluss zu halten, kann man so genannte ABC-Listen verwenden.

Eine ABC-Liste besteht einer unterschiedlich gestaltbaren Liste aller Buchstaben des deutschen Alphabets. Beim Brainstorming soll man dann versuchen zu möglichst vielen Buchstaben ein Wort oder eine Wortgruppe zu schreiben, die mit dem vorgegeben Thema der Assoziation in Verbindung gebracht wird.

  • Stehen die Buchstaben am Anfang der ABC-Liste, sollen auch die Begriffe, die hier hingeschrieben werden, mit dem entsprechenden Buchstaben beginnen. Dies gelingt gewöhnlich nicht bei allen Buchstaben. Häufig bleiben die Zeilen für X, Y, Q o. ä. dann eben frei. (▪ ABC 1)

  • Steht der Buchstabe in der Mitte der ABC-Vorlage, darf der Buchstabe an jeder Stelle des Wortes eingebaut sind. (▪ ABC 2)

Ob neben einzelnen Begriffen auch Wortgruppen ins ABC eingebaut werden dürfen, sollte vorher festgelegt werden.  Wenn man sich dafür entscheidet, füllt sich das Leerformular natürlich auch leichter, was im Sinne der assoziativen Ideenfindung durchaus sinnvoll sein kann.

Es ist immer wieder erstaunlich, dass diese linearen Alphabetlisten tatsächlich einen Anreiz dafür darstellen, im Gedächtnis gespeichertes Wissen zu einem Thema abzurufen, über dessen kognitionspsychologischen Hintergründe viel zu spekulieren wäre.

Der individuelle Brainstorming-Prozess

Wenn einem das Thema, das Problem oder der Sachverhalt klar ist, zu dem man das Brainstorming durchführen will, kann man, nachdem man sich für das eine oder andere ABC-Formular entschieden hat, einfach loslegen.

  • Wichtig ist dabei, dass man sich nicht von einem Perfektionismus leiten lässt und vor allem danach strebt, jeden Buchstaben des ABC mit einer Idee zu belegen.

  • Stattdessen sollte man bemüht, sein das ABC zügig zu bearbeiten und auf die spontanen Einfälle zu vertrauen, die man in diesem Prozess hat.

  • Beim Brainstorming kann man sich immer wieder von dem anregen lassen, was man schon gefunden hat.

  • Wenn der Ideenfluss zum Erliegen gekommen ist oder wenn man das selbst gewählte Zeitlimit erreicht hat, sollte man das ABC-Brainstorming beenden.

Wenn man das ABC-Brainstorming beendet hat, kann man daran gehen, die gefundenen Ideen zu bewerten, Unwichtiges auszusortieren. Dann kann man seine Ideensammlung

  • mit einer anderen Methode, z. B. In-Gegensätzen-Denken noch einmal vertiefen, indem man z. B. entsprechende Schlüsselwörter aus seinem ABC-Brainstorming dazu verwendet, oder

  • seine Ergebnisse schon z. B. in Form eines Mind Maps oder einer Concept-Map etc. strukturieren.

Brainstorming zur Ideenfindung in einem teilweise kooperativen Prozess

Wie andere Individualtechniken beim Brainstorming auch, kann das ABC-Brainstorming aber auch Teil eines kooperativen Prozesses sein, bei dem man am Ende zu gemeinsamen Ergebnissen in einer Gruppe kommen kann.

Es gibt nahezu unendliche Möglichkeiten, das  mit Vorgaben anzuregen und gleichzeitig zu lenken. Eine Auswahl davon haben wir hier zusammengestellt.

Wenn am Ende aus den ABC-Listen einer Gruppe eine gemeinsame ABC-Liste entstehen soll, muss aber in der Schule aus dem individuellen Brainstorming kein Wettkampf werden. Solche kompetitiven Motivierungen stehen nämlich dem kreativen Prozess häufig ernsthaft entgegen.

So wird's gemacht

  1. Den Teilnehmer*innen wird das Thema des Brainstorming mit einem anregenden Impuls bekannt gegeben. Dabei wird ihnen noch einmal nahegebracht, dass das gemeinsame Gruppenergebnis das ist, was am Ende "zählt" und nicht die Tatsache, wie viele Buchstaben-Leerstellen vom Einzelnen gefüllt werden.

  2. Jede/r Teilnehmer erhält dann eine ABC-Liste in der festgelegten Form oder kann sich für die eine oder andere Form frei entscheiden.

  3. Auf ein Startsignal des Moderators bzw. der Moderatorin machen sich alle Teilnehmer*innen daran, möglichst Ideen zum Thema dem ABC zuzuordnen.

  4. Nach dem ABC-Brainstorming können die Ergebnisse im Plenum oder in der Gruppe zusammengetragen, und nach ihrer Bewertung in eine gemeinsame ABC-Liste übernommen werden.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 23.03.2020

               
 

 
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