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Die
Analyse eines Balkendiagramms umfasst auch die Gestaltung
Wer ein
▪ Balkendiagramm beschreiben und analysieren
will, kommt wie beim ▪ Säulendiagramm und
allen anderen ▪ Diagrammtypen um eine kritische Betrachtung der Gestaltung nicht herum. Dabei
geht es nicht nur darum, ob das Diagramm für die gewählte ▪
Vergleichsart,
Menge und Art der Daten überhaupt geeignet ist oder nicht ein anderes
Diagramm den Sachverhalt besser visualisieren könnte.
Folgende Gestaltungselemente sollte man beachten
-
Die
Achseneinteilung sollte die
beabsichtigte Aussage klar und deutlich hervorheben.
-
Die Balken müssen in
gleicher
Breite dargestellt werden.
-
Der
Abstand zwischen den Balken sollte im
Allgemeinen eine halbe Balkenbreite betragen, aber maximal eine
ganze Balkenbreite nicht überschreiten.
-
Das Diagramm und seine Elemente (Balken, Skalen, Raster, Rahmen)
müssen deutlich und dennoch unaufdringlich beschriftet werden.
-
Diagramme können auch ohne Skalen und Raster auskommen. In solchen
Fällen kann man die Zahlenwerte direkt in oder auf das "Dach" der
Balken
schreiben.
-
Man kann sogar darüber hinaus auch noch auf die Angabe der
Zahlenwerte verzichten kann, um eine besondere (visuelle) Wirkung des
Diagramms zu erzeugen. Allerdings sollte
die Zahlenwerte und die nötige Quellenangabe dann an
anderer Stelle der Publikation aufgeführt sein.
-
Im Allgemeinen
sollte keine Legenden
zur Identifizierung von Balken verwendet sein, denn das Herumwandern der Augen von
Legende zur Säule empfinden wir meistens als störend.
-
Balken sollten eine systematische Ordnung aufweisen. Zu denken ist dabei an eine
Gruppierung der Balken nach Größe, Alphabet
oder nach einem anderen einsichtigen Merkmal.
-
Schraffuren sind im Allgemeinen mit Vorsicht
zu genießen. Grobe Schraffuren produzieren leicht einen
Flimmereffekt vor unseren Augen, diagonale Schraffuren können dazu
führen, dass waagrechte Balken schief oder irgendwie geknickt aussehen. Auf jeden
Fall sollte man keine Längs-
und Querstreifen verwenden, da Längsstreifen bekanntlich dünn,
Querstreifen dagegen eher dick machen.
-
3D-Säulen (3D-Riser) sind
abgesehen von einfachen und additiven Balkendiagrammen nicht unbedingt zu
empfehlen, weil sie schnell übersichtlich und überladen wirken können.
-
Die
Farbwahl der einzelnen Balken sollte
kontrastreich und signifikant, aber nicht zu aufdringlich sein.
Insbesondere sollte geprüft werden, wie sie in Graustufen beim
Ausdruck auf einem herkömmlichen Schwarz-Weiß-Drucker wirken.
(vgl.
Krämer 1994, S.44-52,
Seifert 2001, S.34)
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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:
10.01.2024
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