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 SChoene Dam, hoert mir ein Wort (Nr. 165)

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Venus-Gärtlein (1656) - Textauswahl


FAChbereich Deutsch
Glossar
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SChoene Dam, hoert mir ein Wort

1.

SChoene Dam, hoert mir ein Wort, Weil wir seynd an diesem Ort, ewre Tugend vnnd zarte Jugend, hat mich gebracht in schweres Leyd, welches mich quälet zu dieser Zeit.

2.

Monsiör ich dancke euch sehr, daß ihr mir erzeiget so grosse Ehr, was ich habe, ist nur eine Gabe vnd ist mir von Gott bescheret, womit jhr mich jetzund vexiert1.

3.

Schöne Dame das ist weit, aus meine Gedancken zu dieser Zeit, was ich rede, auff dieser Stäte, das gehet alles von Hertzen grund, glaubt schöne Dame zu dieser Stund.

4.

Monsiör ewer Wort seynd gut, wenn ihr eine hätt die es glauben thut, vor mein Persohne, ich bin nicht schone, schawet euch, vmb ein schöner als ich, biite Monsiör last zu frieden mich.

5.

Schöne Dam ich meine gewiß, daß ewer Hertz von Steinern ist, wenn jhr wüstet, wie mich gelüstet, zu küssen ewren rothen Mund, von stunden wird mein junges Hertze gesund.

6.

Monsiör der find man viel, die da trachten nach solchen Spiel, wenn ihr habet, euch erlabet, so zieht jhr alsdann darvon, vnd lasset ewre Liebe in schanden stahn.

7.

Die Felder vnnd die wilden Thier, die sollen dienen vnd zeugen hier, was vor Liebe, ich stetes übe, gegen euch zartes Jungfräwlein, wie könt jhr denn so vnbarmhertzig sein.

8.

Lieben ist eine schwere Pein, von ein der sich ergibt darein, wie viel Helde, streiten zu Felde, endlich aber durch Liebes=Macht, jhr Lebend geendet in grosser Klag.

9.

Jungfraw ewer lieblichen Wort, vnd grossen Verstand hab ich gehört, aber ich bitte, Schönste von Sitte, kommet vnnd machet mich gesund, ich sterb zu dieser Stund.

10.

Monsiör es kan nicht seyn, darzu bin ich kein Medicin, jhr müsset gehen, euch umbsehen, vmb einen Doctor der euch curirt, mein Gemüht vnnd Willen einander spürt.

11.

Patentia2 das Kräutlein schon, wil ich in mein Hertz beschliessen thun, aber meine Gedancken, die sollen nicht wancken, vmb euch allezeit bedient zu seyn, ob schon mein Hertz leyd grosse Pein.

12.

WIe offt hat man gehört. daß manches Jungfräwlein wird verführt, durch schön Worte, vnnd liebliche Accorte, endlich aber so weit gebracht, worwon kompt endlich groß Leyd und Klag.

13.

Ob gleich solches offt geschicht, daran bin ich vnschuldig, meine Liebe, die ich übe, bleibet beständig biß in den Todt, O allerschönstes Mündlein roht.

14.

Nun so wil ich meinen Mund, zuschliessen thun zu dieser Stund, kompt vnd küsset, wenns euch gelüstet, kompt vnf lindert ewren Schmertz, jhr habt verwund mein junges Hertz.

15.

Die Amor vnd die Peine, so ich gelitt'n im Hertzen mein, aber weil ich höre, die lieblichen Worte, von der Hertzallerliebsten mein, mein Hertz kan nicht in Trawren seyn.

(Quelle: Venus-Gärtlein. Ein Liederbuch des XVII: Jahrhunderts. Nach dem Drucke von 1656, herausgegeben von Max Freiherrn von Waldberg, Halle a. S.: Max Niemeyer 1890, S. 210-212) - pd - gemeinfrei)

Worterläuterungen:

1 vexiert: h. i. S. v. lustig macht, zum besten halten, necken,
2 Patentia:  Geduld

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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 18.03.2022

 
   Arbeitsanregungen:
  1. Fassen Sie den Inhalt des Liedes in Form einer knappen Inhaltsangabe zusammen.
  2. Welche Argumente tauschen die beiden aus?
  3. Untersuchen Sie die Komposition des Liedes. Wer spricht Ihrer Meinung nach in Strophe 8?
 
 
 

 
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