-
Die
Achseneinteilung sollte die
beabsichtigte Aussage klar und deutlich hervorheben.
-
Die Säulen müssen in
gleicher
Breite dargestellt werden.
-
Der
Abstand zwischen den Säulen sollte im
Allgemeinen eine halbe Säulenbreite betragen, aber maximal eine
ganze Säulenbreite nicht überschreiten.
-
Das Diagramm und seine Elemente (Säulen, Skalen, Raster, Rahmen)
müssen deutlich und dennoch unaufdringlich beschriftet werden.
-
Diagramme können auch ohne Skalen und Raster auskommen. In solchen
Fällen kann man die Zahlenwerte direkt in oder auf das "Dach" der Säulen
schreiben.
-
Dass man sogar darüber hinaus auch noch auf die Angabe der
Zahlenwerte verzichten kann, um eine besondere (visuelle) Wirkung des
Diagramms zu erzeugen, zeigt das folgende Beispiel. Allerdings sollte
man die Zahlenwerte und die nötige Quellenangabe parat haben oder an
anderer Stelle der Publikation aufführen.

Quelle: Greenpeace,
www.greenpeace.ch/action43/ ozon_faq2.html
-
Im Allgemeinen sollte man
keine Legenden
zur Identifizierung von Säulen verwenden. Das Herumwandern der Augen von
Legende zur Säule empfinden wir meistens als störend.
-
Säulen sollten, wenn wie in Zeitreihen keine zeitliche Entwicklung
dargestellt werden soll, eine systematische Ordnung aufweisen. Zu denken ist dabei an eine
Gruppierung der Säulen nach Größe, Alphabet
oder nach einem anderen einsichtigen Merkmal. (s. Abb. unten:
Asylbewerber 1999)
-
Schraffuren sind im Allgemeinen mit Vorsicht zu genießen. Grobe Schraffuren produzieren leicht einen
Flimmereffekt vor unseren Augen, diagonale Schraffuren können dazu führen,
dass senkrechte Säulen schief oder irgendwie geknickt aussehen. Auf jeden
Fall sollte man keine Längs-
und Querstreifen verwenden, da Längsstreifen bekanntlich dünn,
Querstreifen dagegen eher dick machen.
-
3D-Säulen (3D-Riser) sind
abgesehen von einfachen und additiven Säulendiagrammen nicht unbedingt zu
empfehlen, weil sie schnell übersichtlich und überladen wirken können.
-
Die
Farbwahl der einzelnen Säulen sollte
kontrastreich und signifikant, aber nicht zu aufdringlich sein.
Insbesondere sollte geprüft werden, wie sie in Graustufen beim Ausdruck
auf einem herkömmlichen Schwarz-Weiß-Drucker wirken. (Das obige Diagramm
Ozonverursacher ist dafür ein Negativbeispiel!)

Quelle: Bulletin ECOPOP Nr. 31,
www.ecopop.ch/A2BULLETINS/ bulletins2000.htm, 12.9.03
(vgl.
Krämer 1994, S.44-52,
Seifert 2001, S.34)
Kritisch zu sehen sind Umsetzungen von Säulendiagrammen mit skalierten
2D-Piktogrammen im Stil von Isotype-Grafiken. Das nachfolgende Beispiel
macht deutlich, dass es dabei zu einer Verzerrung kommt, wenn sie
einfach einheitlich skaliert werden wie bei der dargestellten
unsachgemäßen Skalierung. Die Skalierung, die dabei vorgenommen wird,
erfolgt nämlich in Breite und Höhe. Und bei unserer Wahrnehmung
interpretieren wir die Menge auf der Grundlage beider Dimensionen und
nicht nur auf der Basis der y-Achse, die die Skala für die dargestellten
Werte vorgibt. In dem falsch skalierten
Piktogramm-Säulendiagramm ist das Bild für B tatsächlich neunmal so groß
wie A. Dennoch können Piktogramme, die Werte darstellen, aber durchaus
verwendet werden, wenn sie die Mengenverhältnisse in einer Dimension
(Höhe) abbilden (vgl. reguläres Beispiel)
Grundsätzlich eignet, wenn Piktogramme verwendet werden, in solchen
Fällen wohl besser, ein horizontal ausgerichtetes Balkendiagramm im ▪
Isotype-Stil.

Für größere Ansicht bitte an*klicken*tippen!
Grundsätzlich eignet sich, wenn Piktogramme verwendet werden, in solchen
Fällen wohl besser, ein horizontal ausgerichtetes Balkendiagramm im ▪
Isotype-Stil, wie dies
u. a. mit der Microsoft-App ▪
People
Graph für Excel im nachfolgenden Beispiel umgesetzt worden
ist.

docx-Download –
pdf-Download
Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:
10.01.2024