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Bausteine

Den Auftritt in verschiedenen Inszenierungen analysieren und miteinander vergleichen

Heinrich von Kleist Der zerbrochne KrugHandlungsverlaufEinzelne SzenenErster Auftritt

 
Fachbereich Deutsch
Glossar Literatur Autorinnen und Autoren ▪ Heinrich von Kleist (1777-1811) Überblick Biografie Erzählende Texte Dramatische Texte Überblick Der zerbrochne Krug Gesamttext (Rechercheversion) Didaktische und methodische Aspekte Überblick Historischer Hintergrund • Literaturgeschichtlicher Kontext Entstehungsgeschichte
Stoffgeschichte Komposition des Dramas Handlungsverlauf Überblick Analytische DramenstrukturSzenenüberblick • Einzelne SzenenÜberblick [ Erster Auftritt Text Aspekte der Szenenanalyse Bausteine Fragen und Antworten (KI) ] 2. Auftritt 3. Auftritt 4. Auftritt 5. Auftritt 6. Auftritt 7. Auftritt 8. Auftritt 9. Auftritt 10. Auftritt 11. Auftritt 12. Auftritt 13. Auftritt Variant (12. Auftritt) Bausteine Bausteine Figurenkonstellation Einzelne Figuren Sprachliche Form Weitere Aspekte der Analyse RezeptionsgeschichteInterpretationsansätze Bausteine Textauswahl Fragen und Antworten (KI) Links ins Internet Sonstige Texte BausteineLinks ins Internet ...   Schreibformen Rhetorik Filmanalyse ● Operatoren im Fach Deutsch
 

Inszenierungen der ersten Szene analysieren und miteinander vergleichen

Dramatische Texte sind gewöhnlich nicht in aller erster Linie zum Lesen gedacht. Ausgesprochene • Lesedramen, Dramen also, die nicht für eine Inszenierung bestimmt oder geeignet sind, die es seit dem 18. Jahrhundert gibt, orientieren sich dabei wenig an wirkungsorientierten und auf die Bühnenwirksamkeit hin ausgerichtete Normen. Ein Lesedrama ist auch nicht eingeschränkt durch die begrenzten Möglichkeiten, die die Bühnentechnik bietet.

Inszenierungen eines • dramatischen Textes, seien es improvisierte Rollenspiele von Laiendarsteller*innen oder seien es Aufführungen für ein Theater, machen sichtbar und hörbar, was in einem solchen Text mit • Partiturcharakter steckt.

Genauer gesagt: Sie machen unseren verschiedenen Sinnen zugänglich, wie ein Regisseur bzw. eine Regisseurin, das Ensemble der darstellenden Schaupieler*innen sowie viele andere • an der Inszenierung Mitwirkende (z.B. Bühnenbildner*innen, Kostümverantwortliche, Beleuchtungstechniker usw.) den Text verstehen und dieses Verständnis zu einem Inszenierungskonzept zusammenfügen, mit dem sie den Text auf die ihren Intentionen gemäßen Art und Weise auf die Bühne bringen.

Ein dramatischer Text hat viel mit einer Partitur (italienisch partitura ‚Einteilung‘; französisch partition (d’orchestre) in der Musik gemeinsam, die in Notenschrift abgefasst ist. In einer Partitur werden alle Instrumental- und Vokalstimmen einer Komposition untereinander angeordnet. Gewöhnlich entsteht die Partitur bei der Niederschrift der Komposition durch den Komponisten, kann aber auch erst bei speziellen Arrangements eines Musikstückes zum Zweck seiner Aufführung verfasst werden. Gewöhnlich enthält eine Musikpartitur auch Hinweise zur Aufführung des Musikstücks (z. B. Tempo, Dynamik und andere Spielanweisungen), so dass ein Dirigent bzw. eine Dirigentin das Ganze auf einen Blick überschaubar kann.

Auch ein dramatischer Text besitzt im Grunde • Partiturcharakter und wird dementsprechend als • szenisch realisierter Text aufgefasst. Wer ihn rezipiert, muss also bemüht sein, ihn auch •  auf seine szenische Inszenierung hin zu lesen.


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Dabei muss man sich im Klaren darüber sein, auf welche Art und Weise ein dramatischer Text seine Informationen vermittelt. Dies tut er nämlich auf vielfältige Art und Weise, so dass man auch von der • Plurimedialität des dramatischen Textes spricht. Jede Inszenierung des Textes nutzt dabei eine Mehrzahl unterschiedlicher • Codes und Kanäle, mit denen sie die Informationen, die ein dramatischer Text enthält oder die ihm bei der Inszenierung zugeschrieben werden, kommuniziert.


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In der • teachSam YouTube-Playlist: Heinrich von Kleist "Der zerbrochne Krug" haben wir einige derzeit auf der Videoplattform YouTube verfügbare Videos von Inszenierungen zusammengestellt, die die Grundlage einer vergleichenden Analyse der dramatischen Inszenierung des 1. Auftritts in • Heinrich von Kleists (1777-1811) Drama • »Der zerbrochne Krug« darstellen können.

Leitfragen zur Analyse

Für die Analyse und den Vergleich der Inszenierungen kann man z. B. den folgenden Leitfragen folgen:

  • Wo spielt sich in der Inszenierung die Handlung ab? Welche • Codes (z. B. Bühnenbild als Ganzes, Raum, Requisiten, Kostüme oder Sprache) liefern dafür Hinweise?

  • Wie sieht das Bühnenbild als Ganzes aus? Lassen sich daraus Rückschlüsse auf die Konzeption der Inszenierung gewinnen?

  • Welche • Codes werden zur Charakterisierung der Figuren eingesetzt (z. B. Aussehen, Kostüm, Gestalt, Maske (z. B. Schminke), Alter, Sprache)

  • Folgt die Inszenierung dem Text von Kleist? Wenn nicht, was wurde weggelassen, gekürzt, umgestellt oder sonst wie verändert?

  • Wie baut die Inszenierung Spannung auf das folgende dramatische Geschehen auf?

  • Welche • filmästhetischen Gestaltungsmittel werden bei der Verfilmung verwendet und welche Wirkung haben sie (z. Einstellungsgröße, -länge, -perspektive etc.)? Wird dadurch die Rezeption des Zuschauers auf bestimmte Dinge gelenkt?

  • Was haben die zu vergleichenden Inszenierungen gemeinsam und wodurch unterscheiden sie sich voneinander?

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 07.08.2026

 

 
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